In der 2. Klasse Ybbstal hat ASKÖ Lunz/See am Samstag St. Peter/Au II mit 3:2 besiegt. Für Trainer Thomas Mayrhofer war die Niederlage der Gäste vor allem deshalb bitter, weil seine Mannschaft die erste Halbzeit laut eigener Einschätzung klar im Griff hatte, sich für mehrere gute Möglichkeiten aber nicht belohnte. Nach dem 1:1 zur Pause nutzte Lunz seine Chancen besser und drehte die Partie auf seine Seite.

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Dabei begann die Partie aus Sicht von St. Peter/Au II durchaus nach Wunsch. In der 10. Minute ging die Mannschaft durch Fabian Hirtenlehner mit 1:0 in Führung. Mayrhofer schilderte den Treffer als "gute Aktion über die rechte Seite" mit einem Stanglpass, den Fabian Hirtenlehner verwertete. Lange hielt dieser Vorteil aber nicht. Schon in der 13. Minute stellte Jonas Aflenzer auf 1:1, nachdem laut Mayrhofer ein hoher Ball auf die zweite Stange kam und ASKÖ Lunz/See dort "sehr unbedrängt einköpfen" konnte. Trotz dieses raschen Ausgleichs sah der Trainer sein Team bis zur Pause vorne. "Wir gehen schnell in Führung, bekommen aber auch schnell den Ausgleich. In der ersten Halbzeit waren wir die klar bessere Mannschaft und hatten vier oder fünf Hochkaräter, die wir kläglich vergeben haben", sagte Mayrhofer. Genau darin lag aus seiner Sicht schon früh der Knackpunkt dieses Spiels.
Mit dem 1:1 zur Halbzeit war aus Sicht der Gäste noch nichts verloren, doch direkt nach Wiederbeginn bekam die Partie eine klare Richtung. In der 47. Minute brachte Jakub Cunta ASKÖ Lunz/See mit 2:1 nach einem Standard und einem Kopfballtor in Front. Für Mayrhofer war das kein Zufall, sondern Teil eines Problems, das sich durch die zweite Hälfte zog. "Der entscheidende Moment war, dass wir in der ersten Halbzeit nicht mit zwei oder drei Toren Unterschied führen und zudem in der zweiten Halbzeit ähnliche Fehler vor dem Gegentor immer wieder machen und somit das Spiel aus der Hand geben", sagte der Trainer. In der 60. Minute erhöhte Adam Balajti mit einem Weitschuss, der noch leicht abgefälscht wurde, auf 3:1. Erst in der 83. Minute kam St. Peter/Au II noch einmal heran, als Fabian Hirtenlehner einen Elfmeter zum 3:2 verwandelte. Mehr sprang für die Gäste aber nicht mehr heraus.
Entsprechend deutlich fiel auch Mayrhofers Analyse nach dem Schlusspfiff aus. "Das Spiel mit dem Ball war ausbaufähig, die Chancenverwertung war ein klares Manko und das Zweikampfverhalten im eigenen Strafraum war ungenügend", fasste er die größten Baustellen zusammen. Auf die Frage, was ASKÖ Lunz/See besser gemacht habe, antwortete er trocken: "Der Gegner hat das Tor getroffen." Noch klarer wurde er beim Unterschied zwischen beiden Mannschaften: "In der Chancenverwertung." Die Schiedsrichterleistung bewertete Mayrhofer als "unauffällig und somit auch gut". Nach zwei Runden hält St. Peter/Au II damit bei einem Punkt. Das 2:3 in Lunz bleibt aus Sicht des Trainers vor allem deshalb ärgerlich, weil die eigene Mannschaft nach seiner Einschätzung lange genug die Möglichkeit hatte, das Spiel schon vor der Pause in eine andere Richtung zu lenken.