Spielberichte

„Das 2:1 vor der Pause gab uns ein sehr gutes Gefühl“ – Gresten-Reinsberg belohnt sich in Strengberg

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
FCU Strengberg
Gresten-Reinsberg

In der 2. Klasse Ybbstal hat sich FCU Strengberg dem SC Welser Profile Raika Gresten-Reinsberg mit 2:3 geschlagen geben müssen. Die Gäste starteten stark, antworteten nach dem Ausgleich noch vor der Pause und brachten sich mit dem 3:1 entscheidend in Position. Trainer Philipp Schager sprach danach von einem „verdienten Sieg“ und sah vor allem in der ersten Halbzeit „sehr gut anzuschauenden Offensivfußball“.

Fußball und Beine mit schwarzen Schuhen und Stutzen auf grünem Rasen

Foto von Emilio Garcia auf Unsplash

Gresten-Reinsberg drückt früh aufs Tempo und schlägt vor der Pause zurück

Dass Schager nach den 90 Minuten so klar von einem verdienten Auswärtssieg sprach, hatte viel mit dem Beginn seiner Mannschaft zu tun. Gresten-Reinsberg war sofort im Spiel und ging bereits in der 7. Minute in Führung. Nach einer Flanke von Lukas Bogenreiter und der Kopfballablage von Thomas Wagner musste Andreas Pöchacker nur noch vollenden. „Wir sind sehr gut ins Spiel gestartet und hatten das Spiel in der ersten Halbzeit über weite Strecken im Griff“, sagte der Trainer. Dazu kam, dass die Gäste auch danach immer wieder nach vorne kamen. Timo Haselreither hatte nach einem schönen Spielzug eine gute Möglichkeit, Wagner wurde ebenfalls noch einmal gefährlich. Strengberg blieb aber im Spiel, vor allem über weite Bälle nach vorne, auf die die Grestener laut Schager „immer sehr gut aufpassen“ mussten. In der 26. Minute fiel dann doch der Ausgleich, als Marcel Schöffmann zum 1:1 traf. Für Gresten-Reinsberg war aber entscheidend, dass die Antwort nicht lange auf sich warten ließ. „Als wir nach dem 1:1 wieder gut reagiert haben und vor der Halbzeit noch zum 2:1 gekommen sind, da hatte ich schon ein sehr gutes Gefühl“, sagte Schager. Dieses 2:1 erzielte Thomas Wagner in der 37. Minute.

Offener nach der Pause, aber Wagner stellt die Weichen endgültig

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild, ohne dass Gresten-Reinsberg die Kontrolle völlig verlor. Schager schilderte die zweite Hälfte als deutlich offener und sagte: „Strengberg versuchte dann offensiver zu agieren. Wir haben uns mehr auf das Konterspiel verlegt.“ Genau daraus ergaben sich für die Gäste weitere Möglichkeiten. Lukas Bogenreiter verzog einmal knapp, Thomas Wagner scheiterte bei einer weiteren Chance am Torhüter. Gleichzeitig wurde Strengberg in dieser Phase mutiger und kam immer wieder in die Nähe des Strafraums. Schager sah aber, dass seine Mannschaft „zu großen Teilen sehr gut abwehren“ konnte. In der 79. Minute folgte dann die Szene, die für den Trainer die Partie „mehr oder weniger entschieden“ hatte. Nach einem Konter gab es Elfmeter für Gresten-Reinsberg, Wagner behielt die Nerven und traf zum 3:1. Ganz durch war die Sache damit aber noch nicht, denn tief in der Nachspielzeit verkürzte Stefan Fuchs noch auf 2:3. An Schagers Gesamturteil änderte dieses späte Tor aber nichts mehr.

Schöner Fußball, viel Arbeit und noch Luft nach oben

Interessant war nach dem Spiel vor allem, wie Schager den Sieg einordnete. Er lobte nicht nur das Ergebnis, sondern trennte sehr klar zwischen den beiden Halbzeiten. „In der ersten Halbzeit war es wirklich ein sehr gut anzuschauender Offensivfußball von uns“, sagte der Trainer. Gleichzeitig machte er deutlich, dass sein Team aus den Möglichkeiten eigentlich noch mehr hätte machen können, um sich früher mehr Ruhe zu verschaffen. Nach der Pause gefiel ihm dann eine andere Qualität: „Da hat jeder für jeden super gekämpft.“ Genau diese Mischung aus gutem Offensivspiel und hoher Einsatzbereitschaft sei der Grund gewesen, warum die drei Punkte nach Gresten-Reinsberg gingen. Ganz zufrieden war Schager trotzdem nicht. Er sprach davon, dass seine Mannschaft in manchen Phasen „die Kompaktheit in der Defensive nicht so hatte“ und über längere Zeiträume noch stabiler werden müsse. Auch den Gegner ordnete er differenziert ein. Strengberg sei in der zweiten Halbzeit „viel agiler“ gewesen als vor der Pause, außerdem habe man die Qualität im zentralen Mittelfeld deutlich gesehen. Für Gresten-Reinsberg steht am Ende dennoch ein Auswärtssieg, der laut dem Trainer verdient war und nach sechs Runden neun Punkte bedeutet. Strengberg bleibt vorerst bei vier Zählern.

2. Klasse Ybbstal: Strengberg : SC Gresten - 2:3 (1:2)

  • 96
    Stefan Fuchs 2:3
  • 79
    Thomas Wagner 1:3
  • 37
    Thomas Wagner 1:2
  • 26
    Marcel Schöffmann 1:1
  • 7
    Andreas Pöchacker 0:1