Spielberichte

„Wir hätten den Ausgleich machen müssen“ – Lunz/See lässt in Hälfte zwei die Chance auf etwas Zählbares liegen

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Union Haag
ASKÖ Lunz/See

In der 2. Klasse Ybbstal musste sich ASKÖ Lunz/See am Samstag bei Union Haag mit 0:3 geschlagen geben. Das Ergebnis fiel aus Sicht von Trainer Markus Sonnleitner klarer aus, als es sich über weite Strecken angefühlt hat. Nach einer schwierigen ersten Hälfte kam Lunz/See nach der Pause besser ins Spiel, ließ den Ausgleich aber liegen und wurde in der Schlussphase bestraft.

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Foto von Chaos Soccer Gear auf Unsplash

Haag drückt früh, Lunz/See hält lange dagegen

Dass Haag von Beginn an mehr vom Spiel hatte, machte Sonnleitner gleich nach dem Schlusspfiff deutlich. „Haag hat die erste Hälfte dominiert. Wir haben aber hinten sehr gut verteidigt und grundsätzlich wenig zugelassen“, sagte der Trainer. Schon in der achten Minute musste Lunz/See einen Elfmeter überstehen, den der eigene Torhüter stark parierte. Für die Gäste war das in einer druckvollen Anfangsphase ein wichtiger Moment, weil sie dadurch im Spiel blieben. Sonnleitner beschrieb den Gegner als Mannschaft, die „sehr breit“ spielt und immer wieder gut nach vorne kommt. Haag war also klar das aktivere Team, traf aber zunächst auf eine Lunzer Defensive, die sich lange dagegenstemmte. Erst kurz vor der Pause fiel der Rückschlag aus Sicht der Gäste: Nach einer Flanke über die rechte Seite kam der Ball noch einmal zurück in den Strafraum, Peter Schöllhammer verwertete aus kurzer Distanz zum 1:0 für die Gastgeber.

Nach der Pause war der Ausgleich möglich

Mit dem Rückstand zur Halbzeit war die Partie für Lunz/See noch längst nicht entschieden, und genau das zeigte sich nach dem Seitenwechsel. Sonnleitner hatte den Eindruck, dass seine Mannschaft nun mutiger wurde und sich viel stärker ins Spiel hineinarbeitete. „In der zweiten Hälfte haben wir mehr Risiko genommen, mehr Spielanteile gewonnen und drei sehr gute Chancen auf den Ausgleich gehabt“, sagte er. Gerade deshalb tat ihm die Schlussphase doppelt weh, weil aus seiner Sicht in dieser Phase mehr möglich gewesen wäre. „Wir hätten den Ausgleich machen müssen“, so der Trainer klar. Die entscheidende Szene sah er dann in der 86. Minute, als Haag nach einem Strafstoß auf 2:0 stellte. Lukas Leon Baumgartner besorgte diesen Treffer, doch Sonnleitner konnte mit dem Pfiff wenig anfangen: „Der Schiedsrichter hat die Partie gut laufen gelassen. Nur der zweite Elfmeter war aus meiner Sicht keiner.“ Für ihn waren beide Spieler im Strafraum zum Ball gerutscht, weshalb er die Entscheidung nicht teilte. Mit dem 2:0 war Lunz/See, das zuvor noch auf das 1:1 gedrückt hatte, dann entscheidend geschwächt. In der Nachspielzeit machte Jonas Reitner nach einem Konter schließlich das 3:0 und setzte damit den Schlusspunkt.

Kämpferisch in Ordnung, personell aber stark eingeschränkt

Trotz der Niederlage wollte Sonnleitner seiner Mannschaft den Auftritt nicht schlechtreden. Im Gegenteil: Gerade unter den Umständen sah er vieles, worauf sich aufbauen lässt. „Die kämpferische Leistung meiner Mannschaft war absolut in Ordnung. Wir haben gekämpft bis zum Schluss, uns nicht aufgegeben und alles reingehaut“, sagte der Trainer. Dass im ersten Durchgang offensiv wenig kam, führte er auch darauf zurück, dass seine Mannschaft viel mit Verteidigen beschäftigt war und im Angriff „zu harmlos“ blieb. Dazu kam ein stark dezimierter Kader, den Sonnleitner mehrfach als wichtigen Faktor ansprach. Weil einige Spieler fehlten, habe es auch an Möglichkeiten gefehlt, im Verlauf der Partie spielerisch noch stärker nachzulegen oder personell anders zu reagieren. Umso mehr blieb bei ihm das Gefühl, dass trotzdem zumindest ein Punkt drin gewesen wäre. Gleichzeitig ordnete er das Ergebnis fair ein: „Der Sieg für Haag geht in Ordnung.“ Der Blick geht nun schon weiter auf das Heimspiel gegen SV Gaflenz. Dort hofft Sonnleitner auf mehr personelle Optionen und darauf, „dass wir zu Hause eine Topleistung abliefern und wieder anschreiben“.

2. Klasse Ybbstal: Haag : Lunz/See - 3:0 (1:0)

  • 95
    Jonas Reitner 3:0
  • 86
    Lukas Leon Baumgartner 2:0
  • 45
    Peter Schöllhammer 1:0