In der 2. Klasse Ybbstal hat FC Sonntagberg das Heimspiel gegen Sportunion Wolfsbach mit 3:0 gewonnen und damit in Runde fünf ein Duell gegen einen Verfolger klar für sich entschieden. Trainer Pren Zefi sah lange ein offenes, hart geführtes Spiel, in dem seine Mannschaft vor allem über Einsatz, Defensive und Geschlossenheit den Unterschied machte. Besonders auffällig war für ihn, dass Sonntagberg nach der Pause sogar noch einmal zulegte.

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Dass diese Partie keine einfache werden würde, hatte Zefi schon vom Anpfiff weg gespürt. Der Trainer sprach von einem „guten Fußballspiel“ für beide Seiten, in dem früh zu sehen gewesen sei, dass beide Mannschaften unbedingt etwas mitnehmen wollten. Wolfsbach reiste mit sieben Punkten an und hätte mit einem Sieg zu Sonntagberg aufschließen können, genau das machte die Begegnung aus Sicht der Gastgeber zusätzlich brisant. Gleichzeitig wollte Sonntagberg daheim ungeschlagen bleiben und den Abstand nach hinten vergrößern. Dieses Spannungsfeld war laut Zefi über weite Strecken zu sehen: „Es war ein hartes Fußballspiel. Jeder wollte gewinnen.“ Zur Pause stand es noch 0:0, aber der Coach hatte schon da den Eindruck, dass die Partie mit der Zeit „ein bisschen rasanter“ wurde und sich immer stärker in Richtung eines intensiven Schlagabtauschs entwickelte.
Für Zefi lag der wichtigste Punkt des Abends nicht in einer einzelnen Szene, sondern klar in der gesamten Art und Weise seiner Mannschaft. „Die Mannschaftsleistung hat extrem gepasst“, sagte der Trainer und meinte damit vor allem die Bereitschaft, jeden Zweikampf anzunehmen und in jeder Aktion präsent zu sein. Genau daraus leitete er auch den späteren Erfolg ab. Nach der Pause belohnte sich Sonntagberg dann auch am Ergebnis. In der 63. Minute brachte Zsolt Tamasi die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Besonders bemerkenswert war für Zefi die Reaktion seines Teams in dieser Phase. „Nach der Roten Karte haben wir sogar noch besser gespielt. Das macht mich extrem stolz“, sagte er. Jan Gruber erhöhte in der 76. Minute auf 2:0, ehe David Plank in der 86. Minute mit dem dritten Treffer alles endgültig entschied. Zefi hob vor allem hervor, dass seine Mannschaft ruhig blieb und ihre Chancen dann sehr konsequent nutzte.
Dass es am Ende ein klares 3:0 wurde, führte der Sonntagberg-Trainer in erster Linie auf die Arbeit gegen den Ball zurück. „Die Defensivleistung von allen Spielern“ sei der eigentliche Grundstein gewesen, betonte er. Dabei meinte er ausdrücklich nicht nur die letzte Linie, sondern auch das Zentrum und die Wege nach hinten, die über 90 Minuten gemacht wurden. Weil personell etwas umgestellt werden musste, wertete Zefi diesen Aspekt noch höher. „Diese Meter, wo es wehtut, haben wir über 90 Minuten extrem angenommen“, sagte er. Sonntagberg habe wenig zugelassen und damit die eigene Qualität nach vorne überhaupt erst auf den Platz bringen können. Gleichzeitig sparte der Trainer nicht mit Anerkennung für den Gegner. Wolfsbach habe „alles gegeben“, guten Fußball gezeigt und Sonntagberg das Leben schwer gemacht. Auch den Schiedsrichter nahm Zefi trotz einer aus seiner Sicht strittigen Szene vor dem 1:0 insgesamt in Schutz. Das Spiel sei schwer zu leiten gewesen, „aber im Großen und Ganzen hat er es gut gemeistert“. Für Sonntagberg bedeutet der Heimsieg nun 13 Punkte nach fünf Runden und damit weiter die Spitze in der 2. Klasse Ybbstal. Der Auftritt gegen Wolfsbach zeigte vor allem eines: Wenn die Defensive so geschlossen arbeitet, traut Zefi seiner Mannschaft zu, „ganz, ganz oben mitzuspielen“.