In der 2. Klasse Ybbstal hat St. Peter/Au II die Auswärtshürde bei der Sportunion Wolfsbach mit 2:0 genommen und damit einen weiteren wichtigen Sieg eingefahren. Trainer Thomas Mayrhofer machte danach vor allem die kompakte Defensivarbeit und das Timing vor dem Tor als Unterschied aus. Seine Mannschaft ließ den Gastgeber offensiv kaum zur Entfaltung kommen und legte nach einer guten zweiten Hälfte noch entscheidend nach.

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Der Einstieg gehörte nach Einschätzung von Thomas Mayrhofer zunächst seiner Mannschaft. St. Peter hatte in den ersten Minuten gute Momente und belohnte sich früh. In der 7. Minute brachte Max Jechsmayr die Gäste in Führung, und der Trainer beschrieb die Entstehung ganz offen: "Über die linke Seite kam ein guter Flankenball, der sich über den Tormann ins Tor senkte." Dazu sagte er aber auch: "Das war etwas glücklich." Genau diese Mischung aus frühem Erfolg und ehrlicher Einordnung passte zum ersten Durchgang. Denn nach etwa 15 bis 20 Minuten, so Mayrhofer, habe sein Team "etwas den Faden verloren". Wolfsbach kam dadurch besser in die Partie, ohne dass St. Peter die Ordnung völlig verlor. So nahmen die Gäste das 1:0 mit in die Pause, obwohl der Beginn aus ihrer Sicht klarer gewesen war als die Phase danach.
Entscheidend war für Mayrhofer dann die Entwicklung nach der Pause. "Wir wussten, wie wir Wolfsbach weh tun können und zudem waren wir körperlich überlegen", sagte der Trainer, und damit fasste er die zweite Halbzeit ziemlich deutlich zusammen. Wolfsbach sei kaum noch ins eigene Spiel gekommen, weil St. Peter die Räume eng machte und viel konsequenter gegen den Ball arbeitete. Dazu kam, dass die Gäste ihre Aktionen nach vorne sauberer zu Ende spielten als noch in manchen Phasen vor der Pause. In der 63. Minute fiel dann das 2:0 durch Daniel Ritt, wieder nach einer Aktion über die linke Seite. Mayrhofer schilderte den Treffer so: "Kapitän Breitenberger mit einer starken Flanke und Daniel Ritt lauerte am zweiten Pfosten." Mit diesem zweiten Tor war die Richtung endgültig klar, weil St. Peter die Partie laut seinem Trainer in dieser Phase spielerisch überzeugend kontrollierte.
Am meisten gefiel Mayrhofer, wie diszipliniert seine Mannschaft gegen den Ball arbeitete. "Wir haben den Gegner sehr, sehr gut zugestellt. Wir waren gut vorbereitet und ihre Unterschiedsspieler kamen wenig zur Geltung. Wir haben sie nicht ins Spiel kommen lassen", sagte er. Gerade das war aus seiner Sicht der Kern dieses Auswärtssiegs. Wolfsbach sei ein "guter Gegner" mit einer guten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern, und Mayrhofer wusste auch, worauf es ankommen würde. Er sagte, die Gastgeber suchten immer wieder Bashkim Biticaj, doch genau das habe St. Peter gut verhindern können. "Defensiv waren wir sehr kompakt, haben Wolfsbach nicht ihr Spiel aufziehen lassen und vor dem Tor die Chancen dann souverän zu Ende gespielt", lautete seine Zusammenfassung. Umso höher bewertete er die Leistung, weil seine Mannschaft im Verlauf der Partie auch noch Ausfälle wegstecken musste und trotzdem stabil blieb.
Trotz des 2:0 wollte Mayrhofer die Vorstellung nicht einfach nur abfeiern, sondern auch sauber einordnen. "Wir haben zum Großteil spielerisch überzeugt", sagte er, schob aber gleich nach, dass es "noch viel Luft nach oben" gebe. Vor allem in jenen Phasen, in denen seine Mannschaft zu hektisch werde und wir den Ball zu einfach verschenken. Gerade deshalb fiel sein Gesamturteil interessant aus, weil es Lob und Anspruch zugleich enthielt: "In Summe war es eine abgeklärte Leistung, aber wir müssen im Spiel mit dem Ball noch zulegen." Der Lohn dafür ist nach sechs Runden die Tabellenführung mit 13 Punkten. Zum Abschluss wurde der Trainer noch persönlich und richtete gute Wünsche an Peter Halbmayr: "Wir wünschen ihm alles Gute, dass er so schnell wie möglich wieder zurückkehren kann auf den Platz und dass es hoffentlich nicht allzu schlimm ist."