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Bis zur Roten Karte hält Hollenstein mit: "Der Unterschied war die Routine"

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FC Sonntagberg
FC Hollenstein

In der 2. Klasse Ybbstal hat FC Sonntagberg am Freitagabend gegen FC Hollenstein mit 3:0 gewonnen. Für Hollenstein-Trainer Nusret Koc war die Partie dabei lange offener, als es das Ergebnis vermuten ließ. Sein Team habe gut begonnen und ordentlich dagegengehalten, ehe die Rote Karte kurz nach der Pause und die späten Treffer von Jan Gruber den Gästen endgültig die Chance auf etwas Zählbares nahmen.

Mehrere Paar Trainingsschuhe stehen am Spielfeldrand neben der Bande

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Hollenstein hält bis zur Pause dagegen

Koc hatte mit dem Auftakt seiner Mannschaft kein Problem. "Wir haben sehr gut angefangen. Die erste Halbzeit war für mich gleichwertig, wir haben eine ganz gute Leistung gezeigt", sagte der Trainer nach dem 0:3. Dass Sonntagberg trotzdem schon früh vorne lag, passte aus seiner Sicht nicht ganz zum Verlauf. In der 13. Minute brachte Florian Eder die Gastgeber in Führung, Koc sprach dabei von einem eigenen Fehler: "Das 1:0 ist durch einen Fehler in der Mitte entstanden." Hollenstein musste diesem Rückstand bis zur Pause nachlaufen, ließ sich laut seinem Trainer aber nicht aus dem Spiel bringen und wollte den Ausgleich unbedingt herstellen. So ging es aus Sicht der Gäste trotz des 0:1 mit dem Gefühl in die Kabine, dass in dieser Partie noch etwas möglich war.

Die Rote Karte macht die Aufgabe deutlich schwerer

Nach dem Seitenwechsel sah Koc seine Mannschaft zunächst weiter aktiv. "Wir haben nach der Halbzeit wieder viel Druck gemacht. Wir wollten unbedingt das 1:1", erklärte er. Dann aber kam in der 55. Minute die Szene, die den Abend für Hollenstein deutlich schwerer machte: Felix Mandl sah Rot, die Gäste mussten in Unterzahl weiterspielen. Koc nahm seinen jungen Spieler dabei nicht aus der Verantwortung. "Das war nicht clever genug, so ein Foul haben wir nicht nötig. Er hat unsere Mannschaft geschwächt, aber er wird daraus lernen", sagte der Trainer. Entscheidend wurde für ihn danach vor allem das 2:0 durch Jan Gruber in der 80. Minute. "Ausschlaggebend war das 2:0. Für mich war das kein Elfmeter", meinte Koc und schilderte damit seine Sicht auf die Szene vor dem Treffer.

Zufrieden mit der Leistung, der Blick geht schon weiter

Trotz der Niederlage wollte der Hollenstein-Coach die Leistung seiner Mannschaft nicht kleinreden. "Mit der Leistung war ich zufrieden", sagte Koc und verwies auf die ordentliche erste Hälfte sowie die Phase nach der Pause, ehe die Unterzahl voll durchschlug. Dass Sonntagberg am Ende mit 3:0 gewann, lag für ihn auch an der Qualität des Gegners. "Sonntagberg hat Qualitätsspieler und Routinierspieler. Das war der Unterschied", brachte er es auf den Punkt. Jan Gruber legte in der Nachspielzeit noch seinen zweiten Treffer nach und stellte auf 3:0. Koc ordnete das Ergebnis trotzdem nüchtern ein: "Es ist keine Schande, gegen Sonntagberg 3:0 zu verlieren." Viel wichtiger sei nun der Blick nach vorne. "Wir denken an das nächste Spiel. Man kann verlieren, und aus Fehlern lernt man. Ich glaube, dass es daheim am Samstag sicher besser wird."

2. Klasse Ybbstal: Sonntagberg : Hollenstein - 3:0 (1:0)

  • 95
    Jan Gruber 3:0
  • 80
    Jan Gruber 2:0
  • 13
    Florian Eder 1:0