In der 2. Klasse Ybbstal hat SV Opponitz lange dagegengehalten, am Ende nahm ASKÖ Lunz/See aber doch einen klaren 5:2-Auswärtssieg mit. Nach dem 1:1 zur Pause und einem Rückstand kurz nach Seitenwechsel drehte Lunz die Partie noch deutlich. Trainer Markus Sonnleitner machte vor allem das schnelle 2:2 als Schlüssel aus und sprach trotz fünf erzielter Tore einen klaren Kritikpunkt an.

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Der Start in die Partie war nach den Worten von Markus Sonnleitner auf beiden Seiten flott. „Es war beiderseits ein schneller Beginn“, sagte der Lunz-Trainer, der auch betonte, dass Opponitz vor allem in der ersten Hälfte gut dagegenhielt. Seine Mannschaft ging in der 33. Minute durch Jakub Cunta mit 1:0 in Führung, dennoch blieb das Spiel offen. Sonnleitner sah einen Gegner, der „sehr gut verteidigt“ habe und aus der Defensive immer wieder ordentlich nach vorne gekommen sei. Gleichzeitig war er mit dem Verhalten seiner eigenen Mannschaft gegen den Ball über weite Strecken zufrieden. „Wir waren hinten grundsätzlich sehr stabil und haben spielerisch wenig zugelassen“, erklärte er. Kurz vor der Pause kassierte Lunz aber doch den Ausgleich, als Radovan Valentin nach einem Freistoß zum 1:1 einköpfte. Gerade dieser Gegentreffer ärgerte den Trainer, weil er wieder auf eine Standardsituation zurückzuführen war. „Da sind wir auf den hohen Ball nicht hingekommen“, sagte Sonnleitner, der genau dort schon zur Halbzeit den Hebel ansetzen wollte.
In der Kabine sprach Lunz laut seinem Trainer genau das an: bessere Zuteilung bei Standards, mehr Konsequenz im Defensivverhalten und gleichzeitig ein mutigerer Weg nach vorne. Das klappte zunächst allerdings nicht, weil Opponitz kurz nach Wiederbeginn erneut über Radovan Valentin zum 2:1 traf. Wieder fiel das Tor nach einer ruhenden Situation, diesmal nach einem Eckball. Sonnleitner nannte das offen den großen Makel im Spiel seiner Mannschaft: „Da haben wir einfach wieder schlecht verteidigt.“ Umso wichtiger war für ihn die Antwort nur wenige Minuten später. In der 54. Minute stellte Nico Hochrieser auf 2:2, nachdem ein Ball von der Latte zurückgesprungen war und er per Kopf vollendete. „Das wichtige 2:2 hat uns wieder ins Spiel gebracht“, sagte der Trainer. Für Sonnleitner war das der Moment, in dem seine Mannschaft endgültig wieder in die Partie fand. Direkt danach drehte Adam Balajti die Partie mit dem 3:2. Sonnleitner schilderte die Aktion als Dribbling im Strafraum mit flachem Abschluss ins Eck.
Mit der Führung im Rücken bekam Lunz das Spiel laut seinem Trainer immer besser in den Griff. „Ab diesem Zeitpunkt haben wir mehr Kontrolle gehabt und mehr Zugriff bekommen“, sagte Sonnleitner, der seine Mannschaft nun klar im Vorteil sah. Opponitz hielt auch in Unterzahl weiter dagegen und kam nach seiner Einschätzung noch zu gefährlichen Kontern, doch im offenen Spiel ließ Lunz wenig zu. Vorne nutzten die Gäste ihre Möglichkeiten dann konsequent. In der 78. Minute erhöhte Barnabas Janos Barta auf 4:2, nachdem Balajti in die Aktion eingebunden war und der Ball quergelegt wurde. Nur eine Minute später machte Balajti mit dem 5:2 alles klar, bei einem Freistoß, der laut Sonnleitner noch leicht abgefälscht wurde. Trotz des klaren Endstands wollte der Trainer nicht alles schönreden. „Die Standards müssen wir besser verteidigen“, betonte er, weil seine Mannschaft schon in der Vorwoche nach ruhenden Bällen Probleme hatte. Gleichzeitig hob er aber den Spielaufbau, die Offensive und die kämpferische Leistung hervor. Auch über den Gegner fand er deutliche Worte: „Opponitz besitzt absolut Qualität und ist eine Mannschaft, die man nie unterschätzen darf.“ Der Schiedsrichter blieb für ihn über die gesamten 90 Minuten „unauffällig“ und ließ die Partie gut laufen. Für Lunz geht der Blick nun auf das Heimspiel gegen Wolfsbach, in dem die eigene Heimstärke gehalten werden soll.