In der 2. Klasse Ybbstal hat ASKÖ Lunz/See gegen Union SAR Neuhofen Fußball mit 2:1 gewonnen und damit nach zuletzt zwei Niederlagen ein deutlich anderes Gesicht gezeigt. Trainer Markus Sonnleitner sah genau das als Basis für den Heimsieg: Seine Mannschaft sei voll fokussiert gewesen, habe auf ihre Heimstärke vertraut und den Erfolg mit großem Einsatz über die gesamte Spielzeit erzwungen.

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Schon vor dem Anpfiff hatte Sonnleitner das Gefühl, dass seine Mannschaft diesmal anders unterwegs sein würde. "Wir wollten den Sieg heute unbedingt erreichen", sagte der Trainer, der von einer klaren Ansage in der Kabine sprach. Lunz/See vertraute auf die eigene Heimstärke und setzte den Matchplan früh um. Bereits in der 6. Minute stand es 1:0, als Mathias Pechhacker nach einem Eckball aus kurzer Distanz zur Stelle war. Die Gastgeber blieben in der ersten Hälfte stabil, ließen sich von einzelnen Neuhofner Vorstößen nicht aus der Ordnung bringen und legten in der 40. Minute nach: Adam Balajti ging im Strafraum ins Dribbling und stellte mit seinem Abschluss auf 2:0. Für Sonnleitner war dieser zweite Treffer kurz vor der Pause besonders wichtig, weil er seiner Mannschaft eine klare Ausgangslage für die zweite Hälfte gab.
Dass die Partie damit noch nicht erledigt war, sprach Sonnleitner in der Pause deutlich an. "Die ersten 15 Minuten müssen wir überstehen, Neuhofen wird alles riskieren", habe er seiner Mannschaft mitgegeben. Genau so kam es dann auch. Die Gäste wurden nach Wiederbeginn temporeicher und drückten Lunz phasenweise weit zurück. Der Trainer sprach Neuhofen dabei ausdrücklich spielerische Qualität zu: "Wenn Neuhofen Platz hat, dann werden sie in der Offensive immer gefährlich." In der 70. Minute fiel tatsächlich der Anschlusstreffer, als Lunz im Spielaufbau den Ball verlor und Matthias-Georg Bauernberger mit einem Weitschuss auf 2:1 verkürzte. Sonnleitner nannte das offen einen Eigenfehler, betonte aber auch, dass seine Mannschaft danach "wirklich alles reingeworfen" und den Vorsprung mit viel Einsatz verteidigt habe.
Der Heimsieg war für Lunz/See deshalb mehr als nur ein normales 2:1. Nach den Niederlagen gegen Wolfsbach und Kienberg sei der Druck spürbar gewesen, und genau darauf stellte Sonnleitner nach dem Schlusspfiff ab. "Wir wollten heute ein anderes Gesicht zeigen", sagte er, und genau das habe seine Mannschaft getan. Besonders zufrieden war der Trainer mit dem Spielaufbau von hinten, mit der Arbeit gegen den Ball und damit, dass die Räume für Neuhofen eng blieben. "Wir waren hinten sehr ballsicher, haben sehr gut aufgebaut und sehr gut gegen den Ball gearbeitet", fasste er zusammen. Auch den Unparteiischen sah Sonnleitner als "sehr konsequent" und "immer auf Ballhöhe". Viel Zeit zum Genießen bleibt dennoch nicht, denn nächste Woche wartet das Auswärtsspiel in Sonntagberg. Dort will Lunz nachlegen. "Wir wollen dort absolut auch was mitnehmen", kündigte der Trainer an.