Nach dem Duell des FC Klosterneuburg mit der SG Bad Vöslau/Kottingbrunn in der 2. Landesliga Ost überwiegt beim Gastgeber das Gefühl, den eigenen Plan überzeugend auf den Platz gebracht zu haben. Trainer Moritz Breicha spricht von einer reifen Vorstellung mit klaren Offensivakzenten, hoher Defensivdisziplin und einer insgesamt fairen, unaufgeregten Atmosphäre – zugleich aber auch von ungenutzten Möglichkeiten, die eine frühe Kontrolle nicht noch deutlicher im Ergebnis widerspiegelten.

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„Ich glaube, das Ergebnis fällt grundsätzlich ein bisschen zu niedrig aus. Die Chancen für ein zweites, drittes Tor waren auf jeden Fall da“, ordnete Breicha ein. Sein Team wurde immer wieder über Seitenwechsel, Eins-gegen-eins-Situationen und Flanken gefährlich. Früh setzte die Heimmannschaft ein Ausrufezeichen: In der 5. Minute traf Julius Reiter zum 1:0. „Offensiv waren wir vor allem in der ersten Halbzeit zwei-, dreimal wirklich gefährlich. Aus den anderen Möglichkeiten haben wir leider zu wenig gemacht; da hat zum Teil das Quäntchen Glück gefehlt“, so Breicha. Sein nüchternes Fazit: „Wir haben unsere Chancen nicht gut genug genutzt, aber von den Spielanteilen, von der Klarheit der Möglichkeiten und von der Gesamtqualität her ist das Ergebnis in Ordnung.“
Während vorne Tempo, Breite und Drang über die Flügel prägten, gefiel dem Coach besonders die Arbeit gegen den Ball: „Defensiv waren wir sehr konzentriert und konsequent – das war gegen diesen Gegner wichtig.“ In einer insgesamt ruhigen Begegnung – „grundsätzlich ein sehr faires, unaufgeregtes Spiel“ – sorgten zwei Szenen im Strafraum dennoch für Gesprächsstoff. „Zwei Situationen waren aus unserer Sicht elfmeterwürdig; gerade am Schluss war für mich ein klarer Elfmeter dabei, der nicht gegeben wurde“, erklärte Breicha, ohne zu dramatisieren: „Es war nichts dabei, wo der Schiedsrichter die Leistung beider Mannschaften mit einer klaren Fehlentscheidung verfälscht hätte.“
In den kommenden Wochen will Klosterneuburg den erarbeiteten Takt weiter verfeinern. Breicha betont den doppelten Fokus: spielerische Schärfe ausbauen und die Stabilität verteidigen. „Wir müssen weiterhin so konzentriert verteidigen, weil das oft die Grundlage ist, dass wir überhaupt im Spiel sind – auch wenn wir vielleicht nicht den besten Tag haben.“ Die Linie soll noch konsequenter verfolgt werden – mit sauberem Passspiel als wiederkehrendem Muster und klaren Abläufen über die Flügel. „Unsere defensiven Stärken wollen wir weiter trainieren und auf den Platz bringen und die offensive Qualität noch mehr zeigen“, fasst der Trainer zusammen.