In der 2. Landesliga Ost hat SC Brunn/Geb. zum Auftakt beim SV Stockerau ein 0:0 geholt und damit genau das erreicht, was Trainer Philipp Gallhuber vor allem sehen wollte: eine Mannschaft, die gemeinsam verteidigt, kämpft und sich gegen einen Titelkandidaten behauptet. Der Punkt war nach seiner Einschätzung eher auf der glücklichen Seite, fühlte sich für die junge, neuformierte Brunner Mannschaft aber trotzdem sehr positiv an.

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Gallhuber ordnete den Spielverlauf ziemlich klar ein. Brunn reiste mit einer jungen, neu zusammengestellten Mannschaft nach Stockerau und wusste daher genau, welche Aufgabe zum Saisonstart wartete. „Wir sind mit einer neuformierten Mannschaft in die Saison gegangen, haben viele junge Spieler dazubekommen und sind zu einem absoluten Titelfavoriten gefahren“, sagte der Trainer. Entsprechend war aus seiner Sicht schon in der ersten Halbzeit zu sehen, dass die Gastgeber mehr vom Spiel hatten, ohne Brunn klar abzuschütteln. „Die ersten 45 Minuten waren ausgeglichen. Chancen auf unserer Seite, Chancen auf Stockerauer Seite. Die Spielvorteile hat aber immer ein bisschen Stockerau gehabt.“ Mit dem 0:0 zur Pause war für die Gäste damit aber weiterhin alles offen.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Brunner Leistung vor allem über Einsatz und Konsequenz getragen. Gallhuber hob weniger einzelne Feldspieler hervor als die geschlossene Arbeit gegen den Ball: „Elf Männer von mir haben in der zweiten Halbzeit unglaublich um jeden Ball gekämpft und sich bemüht, jeden Ball zu gewinnen.“ Der Mann des Abends aus Sicht der Gäste stand für ihn dennoch im Tor. „Für mich war eine entscheidende Aktion natürlich der Elfmeter in der zweiten Halbzeit, den unser Tormann unglaublich pariert hat“, sagte Gallhuber und sprach später sogar von einem „Sonderlob für unseren Tormann“. Dass das Remis am Ende nicht nur an dieser Szene hing, verschwieg er nicht. Stockerau kam laut Brunner Trainer noch zu weiteren Topchancen, Brunn setzte aber ebenfalls seine Nadelstiche und hatte selbst „zwei, drei Topchancen“, um das Spiel sogar in die eigene Richtung zu drehen.
Trotz des Punktgewinns sprach Gallhuber auch offen an, was bei seiner Mannschaft schon funktionierte und wo noch Arbeit wartet. „Wir haben die Null gehalten. Das war unser großes Ziel, dass wir gemeinschaftlich verteidigen“, sagte er. Auch das Spiel hinter die letzte Linie des Gegners sah er positiv: „Dass wir die Bälle immer wieder hinter die Ketten von Stockerau spielen, hat auch relativ gut funktioniert.“ Weniger zufrieden war der Trainer mit dem Zentrum. Dort sei Brunn „leider nicht so stabil“ gewesen, die Abläufe seien noch nicht einwandfrei gewesen. Genau das ordnete er aber als normalen Prozess ein, weil viele junge und neue Spieler eingebaut werden müssen. Dass diese Entwicklung Zeit braucht, sagte Gallhuber deutlich, zugleich verwies er darauf, wie wertvoll genau solche Abende für die nächsten Schritte seiner Mannschaft sein können.
Darum fiel auch sein Gesamtfazit eindeutig aus. Gallhuber stufte den Punkt zwar als „eher auf der glücklichen Seite“ ein, wollte ihn aber gerade deshalb nicht kleinreden. Schließlich sei Stockerau für ihn „eine Topmannschaft“ und ein „absoluter Titelkandidat“. Umso mehr Gewicht bekam für ihn, dass Brunn dagegenhielt und ohne Gegentor blieb. Über den Elfmeter selbst gebe es nichts zu diskutieren, auch mit der Leistung des Schiedsrichters war der Trainer einverstanden. Vor allem aber nahm er aus Runde eins mit, dass seine Mannschaft auf diesem Niveau bestehen kann. „Wir fahren mit einem extrem positiven Gefühl von Stockerau weg“ und „genau solche Spiele bringen unsere Jungs weiter“, sagte Gallhuber mit Blick auf die kommenden Wochen.