Zum Auftakt der 2. Landesliga Ost hat sich SC Ökoenergie Wolkersdorf mit 2:1 gegen TSU NeuMed Obergänserndorf durchgesetzt, musste nach einer lange klaren Führung am Ende aber doch noch zittern. Obmann Rainer Höflinger sah seine Mannschaft über weite Strecken im Vorteil, haderte jedoch mit der Chancenverwertung. „Wir hätten viel früher den Sack zumachen müssen“, sagte er nach dem verdienten Heimsieg.

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Rainer Höflinger machte nach dem Schlusspfiff vor allem die erste Hälfte zum Thema. „Wir waren feldüberlegen und hätten viel früher den Sack zumachen müssen“, sagte der Obmann des SC Ökoenergie Wolkersdorf. Dass es nach 45 Minuten noch 0:0 stand, passte deshalb nicht zu seinem Eindruck von der Partie. Aus Sicht des Heimklubs hätte SC Ökoenergie Wolkersdorf schon zur Pause deutlich führen können. Obergänserndorf hielt das Spiel aber zunächst offen, obwohl laut Höflinger offensiv „sehr, sehr wenig“ von den Gästen gekommen sei. So blieb eine Begegnung, in der SC Ökoenergie Wolkersdorf mehr vom Spiel hatte, vorerst ohne den Ertrag, den sich die Gastgeber ausgerechnet hatten.
Nach dem torlosen ersten Durchgang brachte die 51. Minute die Führung, die Rainer Höflinger als entscheidenden Schritt bezeichnete. Lukas Thaller traf zum 1:0 für SC Ökoenergie Wolkersdorf und gab damit einem Spiel die Richtung, in dem der Heimklub schon davor mehr vom Geschehen hatte. Als Fabian Huschka in der 69. Minute auf 2:0 stellte, schien die Partie aus Sicht von SC Ökoenergie Wolkersdorf bereits entschieden zu sein. Genau diesen Verlauf hob Höflinger hervor: „Dass wir dann doch in Führung gegangen sind und das 2:0 draufgelegt haben, das war entscheidend.“ Ganz erledigt war die Sache aber nicht, denn Jan Weigl verkürzte in der 84. Minute für Obergänserndorf auf 2:1. Höflinger sprach in diesem Zusammenhang von einem „verursachten Elfer“, durch den es in den Schlussminuten noch einmal spannend und hektisch wurde.
Dass es trotz der Führung noch einmal eng wurde, erklärte Rainer Höflinger vor allem mit einem bekannten Thema. „Die Defensive hat sehr gut funktioniert. In der Offensive hapert es noch ein bissl an der Treffsicherheit und an den Torerfolgen“, sagte er. Damit fasste er den Abend ziemlich genau zusammen. Wolkersdorf ließ lange wenig zu und hatte Obergänserndorf nach seiner Einschätzung gut im Griff. Gleichzeitig belohnte sich Wolkersdorf nicht früh genug. Über den Gegner sagte Höflinger: „TSU NeuMed Obergänserndorf hat sehr defensiv gespielt, offensiv ist sehr, sehr wenig gekommen.“ Das erklärt auch, warum der Spielverlauf lange klar wirkte, das Ergebnis aber bis tief in die Partie hinein offen blieb.
Diskussionsstoff abseits des Ergebnisses sah Rainer Höflinger keinen. „Es gibt keine Situation, die zu diskutieren wäre. Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung“, sagte der Obmann nach dem Auftaktspiel. Wichtiger war für ihn ohnehin, dass SC Ökoenergie Wolkersdorf mit drei Punkten in die neue Saison gestartet ist. Trotz der hektischen Schlussphase blieb bei ihm vor allem ein Eindruck hängen: „Ich finde, der Unterschied war, dass wir den Sieg mehr wollten.“ Genau das reichte am Ende für den ersten Erfolg in Runde eins, auch wenn die Partie nach dem Anschlusstreffer noch einmal unruhig wurde. Für SC Ökoenergie Wolkersdorf ist der Start damit gelungen, gleichzeitig ist nach diesem 2:1 aber auch klar, woran weiter gearbeitet werden muss: an mehr Konsequenz und mehr Treffsicherheit vor dem Tor.