Spielberichte

„Das 1:1 geht für beide in Ordnung“ – FC spusu Mistelbach startet mit offenem Schlagabtausch

SV Wienerwald
FC Mistelbach

Zum Auftakt der 2. Landesliga Ost haben sich der SV Wienerwald und der FC spusu Mistelbach 1:1 getrennt. Nach einer Gästeführung durch ein Eigentor von Lukas Ewald Reiberger und dem Ausgleich von Samuel Liptak ordnete Co-Trainer Roman Mokesch die Partie als ungewöhnlich offenen Liga-Start ein: kein vorsichtiges Abtasten, sondern ein schnelles Spiel, in dem der Punktgewinn für beide Mannschaften unterm Strich in Ordnung geht.

Spieler in Schwarz-Blau führt den Ball

Bild von jcomp auf Freepik

Kein vorsichtiger Auftakt

Wer am ersten Spieltag ein vorsichtiges Abtasten erwartet hatte, lag nach der Einschätzung von Roman Mokesch daneben. „Nach vier bis fünf Wochen Vorbereitung freut sich jeder Spieler auf das erste Meisterschaftsspiel. Im Grunde weiß man nie, wo man steht“, sagte der Co-Trainer des FC spusu Mistelbach. Gerade deshalb seien erste Runden oft verhalten. „Dieses Spiel war genau umgekehrt“, meinte Mokesch. Beide Mannschaften hätten sofort ins Spiel gefunden, seien „sehr lautstark präsent“ gewesen und hätten von der ersten Minute weg ein hohes Tempo angeschlagen. Dass Mokesch dabei auch die Qualität des SV Wienerwald ausdrücklich hervorhob, unterstrich den Charakter dieser Partie über die vollen 90 Minuten.

Kurioses 0:1 vor der Pause

Der erste Treffer passte dann zu einem Abend, an dem auf beiden Seiten früh Zug im Spiel war. In der 23. Minute ging der FC spusu Mistelbach mit 1:0 in Führung, weil ein Ball nach mehreren Aktionen im Strafraum unglücklich im Tor des SV Wienerwald landete. Mokesch schilderte die Szene so, dass Michael Tromayer zunächst „eigentlich super reagiert“ und zweimal stark gehalten habe. Danach sei es ein „unmögliches Tor“ gewesen, weil der Ball schließlich durch Lukas Ewald Reiberger als Eigentor über die Linie ging. Auch nach der Führung blieb der FC spusu Mistelbach gefährlich, und Mokesch sprach von „sehr, sehr guten Chancen“, bei denen der Tormann des SV Wienerwald stark hielt und den 0:1-Halbzeitstand aus Sicht der Gastgeber festhielt.

Ausgleich nach der Pause, offenes Ende bis zum Schluss

Nach dem Seitenwechsel bekam der SV Wienerwald den Ausgleich, und auch diese Szene ordnete Roman Mokesch konkret ein. Er sprach von einem langen Ball von der rechten Seite ins Zentrum, den die Abwehr des FC spusu Mistelbach nicht gut genug mit dem Kopf klären konnte. In der 67. Minute nutzte Samuel Liptak die Situation zum 1:1. Dass die Partie danach nicht abfiel, passte zu Mokeschs Gesamtbild. „Ich glaube, dass der FC spusu Mistelbach ein klein wenig Chancenplus hatte“, sagte er zwar, gleichzeitig stellte er aber auch klar, dass der Ausgleich „definitiv gerechtfertigt“ gewesen sei. So blieb es bis zum Ende offen. „Bis zum Schluss hätte auf beide Seiten ein Siegtreffer fallen können“, sagte Mokesch. Seine Schlussfolgerung fiel daher nüchtern aus: „Ich glaube, dass das 1:1 für beide unterm Strich okay geht.“ Dazu kam noch ein positiver Blick nach vorne, denn der Co-Trainer ist überzeugt, dass der SV Wienerwald und der FC spusu Mistelbach „in der Liga noch dem einen oder anderen Zuseher Freude bereiten werden“.

2. Landesliga Ost: Wienerwald : Mistelbach - 1:1 (0:1)

  • 67
    Samuel Liptak 1:1
  • 23
    Eigentor durch Lukas Ewald Reiberger 0:1