Spielberichte

„Wir wurden ungeduldig“ – Kristian Fitzbauer sieht starke zweite Halbzeit als Schlüssel zum Tullner 2:0

FC Tulln
SG Bad Vöslau/Kottingbrunn

Zum Auftakt in der 2. Landesliga Ost hat der FC Tulln gegen die SG Bad Vöslau/Kottingbrunn mit 2:0 gewonnen. Nach einem torlosen ersten Durchgang machte die Heimmannschaft die Partie nach der Pause über Robin Josefik und Patrick Krammer fest. Trainer Kristian Fitzbauer sah dabei einen klaren Unterschied zwischen den beiden Hälften: vorne zunächst zu ungeduldig, später dann dominant und verdient auf Siegerstraße.

Fußballspieler holt zum Schuss aus

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Starker Beginn, dann riss der Faden

Der FC Tulln kam laut seinem Trainer eigentlich genau so in die Partie, wie man es sich für ein Heimspiel zum Saisonstart wünscht. Kristian Fitzbauer sprach von einem guten Beginn und ärgerte sich vor allem darüber, dass seine Mannschaft diese Anfangsphase nicht in eine Führung ummünzen konnte. „Wir haben gut angefangen. Wir haben in den ersten zehn Minuten schon zwei, drei Hochkaräter gehabt, haben sie leider nicht gemacht“, sagte der Trainer. Genau darin lag für ihn auch der Knackpunkt der ersten Hälfte. Weil die Tore ausblieben, wurde seine Mannschaft nach eigener Wahrnehmung hektischer und verlor den klaren Zugriff. Fitzbauer formulierte es offen: „Somit wurden wir dann ungeduldig.“ Dazu kam, dass SG Bad Vöslau/Kottingbrunn mit einem Lattenschuss ebenfalls ein deutliches Zeichen setzte. Nach den vergebenen Möglichkeiten auf Tullner Seite entwickelte sich bis zur Pause beim Stand von 0:0 keine Phase mehr, in der die Hausherren richtig ins Spiel fanden. „Die erste Halbzeit war nach den Großchancen eigentlich so, dass wir nicht mehr richtig Fuß haben fassen können“, erklärte Fitzbauer.

Nach der Pause deutlich präsenter

Umso zufriedener war der Tullner Trainer mit dem Auftritt nach dem Seitenwechsel. Fitzbauer machte keinen einzelnen Moment zum alleinigen Wendepunkt, sondern sah die gesamte zweite Halbzeit als ausschlaggebend. „Wir haben die Unzufriedenheit in der Pause gemerkt, von uns selbst natürlich. Wie wir in der zweiten Halbzeit aufgetreten sind, war schon richtig gut, sehr dominant“, sagte er. Diese Überlegenheit schlug sich dann auch im Ergebnis nieder. In der 56. Minute brachte Robin Josefik den FC Tulln mit 1:0 in Führung. Fitzbauer schilderte die Entstehung so: „Das erste Tor war im Prinzip ein Flankenball, der von Christoph Knasmüllner mit dem Fersler ins Zentrum zurückgeleitet wird, wo Robin Josefik dann eben das 1:0 macht.“ Für den Trainer war die Szene klar: „Von der Position kann er sich ehrlich umdrehen, wenn er den Ball hat. Das ist eben ein Tausender, den er dann auch macht.“ Tulln blieb danach am Drücker, auch wenn Fitzbauer meinte, dass man manche Situationen noch sauberer zu Ende hätte spielen können. Die endgültige Entscheidung fiel in der 86. Minute, als Patrick Krammer auf 2:0 stellte. Auch dieses Tor ordnete der Trainer knapp, aber treffend ein: „Das zweite Tor war fast so eine Standardsituation, wo der Ball nur noch einmal runterfliegt und sich Patrick Krammer durchsetzt.“ Besonders freute ihn, dass mit Josefik und Krammer gleich beide Torschützen aus der Offensivabteilung kamen: „Ich freue mich natürlich für unsere zwei Stürmer, die dann gleich in der ersten Runde wieder getroffen haben.“

Stabile Defensive als Basis und der Blick nach vorne

Neben den beiden Treffern hob Fitzbauer vor allem die Arbeit gegen den Ball hervor. Für ihn war die Defensive einmal mehr das Fundament für den gelungenen Auftakt. „Ich glaube schon, dass es wieder mal die Defensive war. Wir haben sehr, sehr wenig zugelassen“, sagte der Trainer. Den Lattenschuss in der ersten Hälfte nahm er ausdrücklich als eine der wenigen wirklich gefährlichen Situationen des Gegners wahr, ansonsten habe seine Mannschaft sehr kompakt verteidigt. „Die Defensive ist richtig stabil gestanden und nach vorne raus wissen wir, dass wir Qualität haben, dass immer wieder was passieren kann“, erklärte Fitzbauer. Auch über SG Bad Vöslau/Kottingbrunn sprach er mit Respekt. Er habe den Gegner „so wie erwartet“ gesehen, als „richtig junge, hungrige Mannschaft“, die viel investiert und lange wenig zugelassen habe. Viel lieber blieb er bei seiner Mannschaft und beim positiven Start mit drei Punkten. Gleichzeitig schob er sofort nach, dass dieser Sieg erst der Anfang sein kann. Auf der stabilen Ordnung wolle man aufbauen, sagte Fitzbauer, wisse aber auch, „dass wir ein ganz schwieriges Auswärtsspiel in Zistersdorf haben“. Der Auftakt ist damit gelungen, aber in Tulln will man den 2:0-Erfolg offenbar vor allem als saubere Basis für die nächsten Aufgaben verstanden wissen.

2. Landesliga Ost: FC Tulln : Bad Vöslau/Kottingbrunn - 2:0 (0:0)

  • 86
    Patrick Krammer 2:0
  • 56
    Robin Josefik 1:0