Spielberichte

„Wir waren in der ersten Halbzeit zu ängstlich“ – SG Bad Vöslau/Kottingbrunn hadert mit dem 0:1

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SG Bad Vöslau/Kottingbrunn
SV Langenlebarn

Im Duell der 2. Landesliga Ost musste sich SG Bad Vöslau/Kottingbrunn im ersten Heimspiel der Saison SV Donau Langenlebarn mit 0:1 geschlagen geben. Trainer Igor Knezevic sah dabei zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten. Vor der Pause habe seiner jungen Mannschaft der Mut gefehlt, nach dem Seitenwechsel sei Bad Vöslau/Kottingbrunn aber klar aktiver gewesen, habe kaum etwas zugelassen und sich aus seiner Sicht deutlich mehr verdient.

Ball der auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Eine zähe erste Hälfte und ein bitterer Rückstand

Igor Knezevic machte nach dem Spiel keinen Hehl daraus, woran es aus seiner Sicht über weite Strecken gelegen hat. „Wir waren heute sehr ambitioniert, sehr willig, sehr bereit, aber in der ersten Halbzeit zu ängstlich und haben uns nicht viel zugetraut“, sagte der Trainer. Gerade weil es das erste Heimspiel dieser sehr jungen Mannschaft gewesen sei, habe man die Nervosität deutlich gespürt. Knezevic sprach davon, dass seine Spieler „nichts falsch machen wollten“ und dadurch zu passiv geblieben seien. Das habe dem eigenen Spiel den Mut genommen, ebenso den Spielwitz und die Bereitschaft, die eigenen Stärken wirklich auf den Platz zu bringen. Der Rückstand fiel dann in Minute 34. Offiziell wurde Mateus Andrade Da Silva als Torschütze zum 0:1 für den SV Donau Langenlebarn geführt, Knezevic schilderte die Szene aber als unglückliche Aktion im eigenen Strafraum: „Es war eine unglückliche Situation. Es war ein Flankenball, unser Verteidiger will den Stürmer blocken, trifft ihn im Schulterbereich und der Ball geht ins Tor.“ Mit diesem 0:1 ging es auch in die Pause.

Nach der Pause deutlich mutiger, aber ohne Belohnung

Gerade deshalb war der Unterschied zwischen den beiden Halbzeiten für den Trainer das bestimmende Thema dieses Abends. Knezevic berichtete, dass die Zurückhaltung in der Halbzeit klar angesprochen worden sei, und er sah danach eine Reaktion, mit der er sehr zufrieden war. „Zweite Halbzeit kam die Mannschaft hervorragend aus der Kabine, mutig, willig, mit viel Leidenschaft, mit viel Herz“, sagte er. Aus seiner Sicht habe SG Bad Vöslau/Kottingbrunn den Gegner in dieser Phase gut im Griff gehabt und kaum etwas zugelassen. „Wir haben Langenlebarn nichts zugelassen“ und später noch einmal: „Wir haben in der zweiten Halbzeit keine Torchance zugelassen.“ Dass es am Ende trotzdem bei der knappen Niederlage blieb, machte Knezevic vor allem an einer ausgelassenen Möglichkeit fest. „Hätten wir den Elfer getroffen, bin ich überzeugt, dass wir als Sieger vom Spiel gegangen wären“, meinte der Trainer. Weil dieser Moment ungenutzt blieb, konnte sich die Druckphase seiner Mannschaft nicht im Ergebnis niederschlagen. So stand am Ende wieder ein 0:1, obwohl der Trainer seine Elf nach dem Seitenwechsel klar verbessert sah.

Viel Lernphase, aber auch etwas, worauf man aufbauen kann

Knezevic ordnete die Niederlage auch im größeren Zusammenhang ein und verwies dabei immer wieder auf das geringe Durchschnittsalter seiner Mannschaft. „Wir haben 20,2 Jahre Durchschnittsalter. Das gibt es in der zweiten Landesliga nicht“, sagte er. Für ihn erklärt das, warum eine Mannschaft in so einem Heimspiel zunächst vorsichtig, vielleicht sogar gehemmt auftritt. Gleichzeitig wollte er diesen Umstand aber nicht als bloße Ausrede verstanden wissen, sondern als Teil eines Entwicklungsprozesses. „Da gehört viel Lernphase dazu“, erklärte der Trainer. Umso wichtiger war ihm, dass seine Mannschaft in der zweiten Hälfte genau jene Dinge gezeigt habe, auf die man aufbauen könne: Einsatz, Mut, Herz und die Bereitschaft, gegen einen bereits gut analysierten Gegner aktiv zu werden. „Auf das kann man aufbauen“, betonte Knezevic mehrmals. Er sprach sogar davon, dass sich seine Mannschaft „viel, viel mehr verdient“ habe und zumindest nach dem Verlauf der zweiten Halbzeit mehr aus diesem Spiel hätte mitnehmen können als gar nichts. Dass er trotz null Punkten nicht nur haderte, sondern auch Anerkennung verteilte, passte zu dieser Sicht auf die Partie.

Der Blick geht schon nach vorne

Entsprechend fiel auch der Schlusspunkt des Trainers aus. Knezevic gratulierte seiner jungen Mannschaft trotz der Niederlage und hob die Leistung nach der Pause ausdrücklich hervor. „Es war trotz Niederlage eine hervorragende Leistung, auf die man aufbauen kann“, sagte er. Zusätzlich lobte er noch einen erst 17-jährigen Spieler aus seinem Kader, der für ihn eine „sehr, sehr starke Leistung“ gezeigt habe. Auch den Rahmenbedingungen wich der Trainer nicht aus: Der Schiedsrichter habe die Partie seiner Meinung nach „top solide“ geleitet, strittige Nebenthemen wollte er also gar nicht erst aufmachen. Vielmehr richtet sich der Blick bei SG Bad Vöslau/Kottingbrunn schon klar auf die nächste Aufgabe. „Nächste Woche Obergänserndorf, da haben wir unser erstes Finale. Da geht’s um den direkten Abstiegskampf“, sagte Knezevic. Nach drei Runden steht seine Mannschaft weiter bei null Punkten, doch der Trainer bleibt trotz des nächsten knappen 0:1 optimistisch: „Ich bin noch immer sehr optimistisch, dass das in Zukunft immer besser laufen wird.“

2. Landesliga Ost: Bad Vöslau/Kottingbrunn : Langenlebarn - 0:1 (0:1)

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    Eigentor durch Mateus Andrade Da Silva 0:1