In der 2. Landesliga Ost musste sich TSU NeuMed Obergänserndorf am Freitagabend bei SC Brunn/Geb. mit 1:2 geschlagen geben. Trotz der Niederlage sah Sektionsleiter Marco Maurer einen klaren Schritt nach vorne. Vor allem mit dem Auftritt seiner jungen Mannschaft war er sehr einverstanden, als Unterschied sah er weniger einzelne Szenen als vielmehr die Qualität und Erfahrung der Gastgeber.

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Aus Sicht der Gäste begann die Partie durchaus so, wie man sich das in Obergänserndorf vorgestellt hatte. Maurer sagte, seine Mannschaft sei „gut ins Spiel gestartet“ und von Anfang an „im Spiel drinnen“ gewesen. Ein ganz wesentlicher Moment kam dann schon in dieser Phase, als Brunn einen Elfmeter zugesprochen bekam, den Georg Stuppner aber parierte. Für Maurer war das eine der Schlüsselszenen des Abends, weil er offen einräumte: „Es hätte das Spiel natürlich in eine ganz andere Richtung gehen können.“ Statt eines frühen Rückstands blieb Obergänserndorf im Spiel, kam vor der Pause selbst noch in eine kurze Druckphase und hatte laut Maurer „ein, zwei Chancen“ auf den Führungstreffer. So ging es mit einem 0:0 in die Kabinen.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aus Sicht des Sektionsleiters zunächst nicht grundlegend. Maurer sprach davon, dass die zweite Halbzeit „ähnlich weitergegangen“ sei, ehe Brunn in der 59. Minute durch Alexander Panner das 1:0 erzielte. Obergänserndorf ließ sich davon aber nicht aus der Bahn bringen. Die Gäste blieben dran und kamen in der 70. Minute durch Lukas Maurer zum 1:1. Genau dieser Treffer hatte für den Funktionär viel Gewicht. „Der schnelle Ausgleich von uns war wichtig“, sagte er, weil seine Mannschaft damit sofort eine Antwort fand und zeigte, dass sie in diesem Spiel weiter an sich glaubte. Lange hielt der Gleichstand allerdings nicht, denn in der 79. Minute stellte Philipp Gallhuber für Brunn auf 2:1. Dabei blieb es dann auch bis zum Schlusspfiff.
Einen einzigen Knackpunkt wollte Maurer nach dem Spiel gar nicht herausheben. „Der entscheidende Moment ist schwierig zu sagen“, meinte er, und legte den Fokus stattdessen auf die generellen Unterschiede zwischen beiden Teams. Brunn habe „enorme Qualität in der Mannschaft“, dazu komme die größere Erfahrung. Dem stellte er eine junge und noch unerfahrene Mannschaft aus Obergänserndorf gegenüber, die sich nach seiner Einschätzung manches Mal selbst das Leben schwer macht. „Vielleicht war’s die Erfahrung. Brunn hat enorme Qualität. Wir sind eine sehr junge, unerfahrene Mannschaft, die sich manchmal durch ein paar Eigenfehler das Leben selbst schwer macht“, brachte er es auf den Punkt. Gerade deshalb fiel seine Bewertung des eigenen Auftritts bemerkenswert positiv aus. „Unsere Mannschaft hat eine Topleistung auf den Platz gebracht, und man kann ihr wirklich nichts vorwerfen“, sagte Maurer sehr klar.
Dass Obergänserndorf am Ende erneut ohne Zählbares blieb, änderte nichts daran, dass der Funktionär den Auftritt ausdrücklich hervorhob. Viel Kritik hatte er weder an seiner Mannschaft noch am äußeren Rahmen des Spiels. Auf die Frage nach strittigen Situationen fiel seine Antwort knapp, aber eindeutig aus: „Nein, der Schiedsrichter hat gut gepfiffen. Da kann man nichts dazu sagen.“ Viel wichtiger war ihm die Entwicklung seiner eigenen Mannschaft. Maurer sprach von einer „wirklich tollen Leistung“ und davon, dass man spüre, „dass die Kurve nach oben geht“. Genau das nahm er aus Brunn mit, auch wenn das Ergebnis nicht passte. Der Schlusssatz klang deshalb trotz des 1:2 kämpferisch: „Wir werden nicht aufgeben.“