In der 2. Landesliga Ost musste sich SC Katzelsdorf im Heimspiel gegen SV Donau Langenlebarn mit 1:2 geschlagen geben. Nach dem 1:1 zur Pause war für die Gastgeber laut Patrick Kadletz, dem Sportlichen Leiter, vor allem eines ausschlaggebend: zu wenig Präsenz in den Zweikämpfen, zu wenig Durchschlagskraft im letzten Drittel und dazu die Gelb-Rote Karte kurz vor der Halbzeit, die das Spiel zusätzlich erschwerte.

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Aus Katzelsdorfer Sicht war es ein Nachmittag, der nie so richtig in den eigenen Rhythmus kam. Kadletz sprach nach dem Spiel offen an, was ihn schon in der Anfangsphase gestört hatte: „Wir haben die Energie nicht auf den Platz gebracht, die wir haben wollten.“ Dazu kam ein Gegner, der es genau so anlegte, wie es die Gastgeber erwartet hatten. „Langenlebarn war sehr robust in den Zweikämpfen, sehr präsent“, sagte Kadletz, und genau daran biss sich seine Mannschaft zunächst die Zähne aus. In der 19. Minute ging Langenlebarn dann durch Marvin Bio mit 1:0 in Führung. Katzelsdorf brauchte ein paar Minuten, fand danach aber etwas besser hinein und kam in der 29. Minute zum Ausgleich. Über die rechte Seite wurde der Angriff sauber zu Ende gespielt, die Hereingabe kam zur zweiten Stange, dort verwertete Matthias Lindner zum 1:1. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Pause.
Dass die Partie nach dem Seitenwechsel für Katzelsdorf noch schwieriger werden würde, war für Kadletz eng mit einer Szene kurz vor der Pause verbunden. „Entscheidend war dann natürlich auch die Gelb-Rote Karte gegen uns kurz vor der Halbzeit“, erklärte er. Damit mussten die Gastgeber die gesamte zweite Hälfte in Unterzahl bestreiten, und aus Sicht des Sportlichen Leiters machte sich das vor allem im Zentrum bemerkbar. „Es hat uns dann einfach ein wichtiger Spieler im Mittelfeld gefehlt“, sagte Kadletz. Zwar bescheinigte er seiner Mannschaft auch mit einem Mann weniger noch ein „sehr gutes Spiel“, gleichzeitig blieb aber das Problem bestehen, das sich schon davor angedeutet hatte. Gegen den tiefen Block von Langenlebarn fehlten die klaren Lösungen. „Wir haben uns bis zum Ende schwergetan, den tiefen Block zu bespielen“, meinte Kadletz. So blieb es bei wenigen echten Möglichkeiten, ehe die Gäste in der 75. Minute erneut zuschlugen. Besonders bitter aus Sicht der Gastgeber: Dem 1:2 durch Fatlind Krasniqi war laut Kadletz eigentlich ein eigener Standard vorausgegangen, aus dem Langenlebarn konterte und die Partie wieder auf seine Seite zog.
In der Analyse wurde Kadletz dann noch deutlicher und führte die Niederlage auf mehrere Punkte zurück, die zusammenkamen. „Wir waren im letzten Drittel einfach nicht gut genug, haben das schlecht fertig gespielt“, sagte er. Dazu sei seine Mannschaft auch in den Zweikämpfen nicht präsent genug gewesen. Genau diese Mischung habe am Ende den Unterschied ausgemacht. Auch mit Blick auf den Gegner blieb seine Einschätzung klar: Langenlebarn habe genau das auf den Platz gebracht, was man erwartet habe – tief stehen, robust auftreten und wenig zulassen. Für Katzelsdorf bedeutet das 1:2 einen Dämpfer, auch wenn die Mannschaft mit 22 Punkten weiter auf Rang zwei der Tabelle steht. Wenn die Spitzengruppe gehalten werden soll, wird es in den nächsten Wochen aber genau auf jene Punkte ankommen, die Kadletz diesmal angesprochen hat: mehr Präsenz, mehr Klarheit im Angriffsdrittel und ein besseres Fertigspielen der eigenen Angriffe.