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„50 Minuten mit einem Mann weniger sind sehr kräftezehrend“ – Hirschwang holt ein 1:1

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SC Hirschwang
SC Brunn/Geb.

In der 2. Landesliga Ost hat sich SC Hirschwang am Freitagabend von SC Brunn/Geb. mit 1:1 getrennt. Nach einem torlosen ersten Durchgang gingen die Gastgeber kurz nach der Pause in Führung, ehe Julian Uhlig für die Gäste noch ausglich. Trainer Jürgen Eckbauer sprach von einer schnellen Partie mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, sah aber vor allem die lange Unterzahl als jenen Punkt, der das Spiel nachhaltig verändert hat.

Fußball liegt neben dem Spielfeld

Foto von Duc Van auf Unsplash

Schneller Beginn, dann kippt die Ausgangslage

Der Hirschwang-Coach beschrieb vor allem die erste Halbzeit als offen und intensiv. „Es war in der ersten Halbzeit ein sehr schnelles Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten, wobei wir vielleicht mehr Spielanteile hatten“, sagte Eckbauer. Das 0:0 zur Pause passte deshalb zu einem Abend, an dem sich zunächst keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Für die Gastgeber wurde die Aufgabe aber deutlich schwerer, weil eine Gelb-Rote Karte gegen Libor Zondra in Minute 44 die Partie aus ihrer Sicht veränderte. Eckbauer machte klar, dass Hirschwang damit praktisch die gesamte zweite Hälfte in Unterzahl bestreiten musste. Genau das war aus seiner Sicht jener Punkt, an dem das Spiel eine andere Richtung bekam.

Nach der Pause geht Hirschwang voran, Brunn antwortet

Trotz der schwierigen Ausgangslage kam Hirschwang laut seinem Trainer gut aus der Kabine. „Wir sind aber trotzdem sehr gut aus der Pause gekommen und konnten dann durch den Nachschuss nach einem Elfmeter in Führung gehen“, erklärte Eckbauer. In der 53. Minute stand es 1:0, weil nach dem vergebenen Strafstoß im Nachsetzen ein Eigentor von Manuel Szupper zum Vorteil der Heimelf führte. Der Trainer sah dahinter keine bloße Zufallsaktion, sondern eine Folge guter Phasen mit dem Ball. „Wir haben im Ballbesitz gute Umschaltmomente gehabt und die mutig genutzt“, sagte er. Mit einem Mann mehr wurde Brunn in der Folge aber druckvoller, suchte konsequent den Ausgleich und kam in der 72. Minute durch Julian Uhlig zum 1:1.

„Ein gerechtes Unentschieden“ aus Hirschwanger Sicht

Am Ende blieb bei Eckbauer deshalb kein einseitiger Blick auf zwei verlorene Punkte. „Wenn du 50 Minuten mit einem Mann weniger spielst, ist das sehr kräftezehrend“, hielt der Hirschwang-Trainer fest und ordnete das Resultat nüchtern ein: „Brunn hat dann auch verdient den Ausgleich gemacht, somit ist es ein gerechtes Unentschieden.“ Gleichzeitig fand er auch anerkennende Worte für den Gegner. „Brunn hat das sehr gut gemacht gegen uns. Sie haben immer wieder Nadelstiche nach vorne gesetzt und sind hinten sehr kompakt gestanden“, sagte Eckbauer, der die Gäste zudem als „wie immer fußballerisch eine sehr gute Mannschaft“ bezeichnete. Auch die Leistung des Unparteiischen sprach er an, blieb dabei aber sachlich: „Die Schiedsrichterleistung war nicht ganz auf der Höhe. Die erste Gelbe, die dann zur Gelb-Roten geführt hat, lässt sich diskutieren.“ Unter dem Strich bleibt für Hirschwang damit ein Punkt aus einer Partie, in der nach Eckbauers Einschätzung vieles zusammenhing: ein guter Beginn, eine lange Unterzahl, das Führungstor und ein Gegner, der den zunehmenden Druck noch in den verdienten Ausgleich ummünzte.

2. Landesliga Ost: Hirschwang : Brunn/Geb. - 1:1 (0:0)

  • 72
    Julian Uhlig 1:1
  • 53
    Eigentor durch Manuel Szupper 1:0