In der 2. Landesliga Ost hat der FC druckmittel.at Mistelbach am Freitagabend den 1. FC Bisamberg mit 5:0 besiegt und nach einer kurzen Abtastphase klar das Kommando übernommen. Sportlicher Leiter Michael Czarda sah vor allem nach der ersten Viertelstunde eine einseitige Partie: "Wir haben unsere Energie und unsere Power auf den Platz gebracht" und genau das spiegelte sich auch im Spielverlauf wider.

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Zunächst brauchte das Spiel ein paar Minuten, ehe sich ein klares Bild ergab. "Die ersten 10 bis 15 Minuten waren relativ ausgeglichen, ohne große Vorteile für irgendwen", sagte Czarda und beschrieb damit eine Anfangsphase, in der sich beide Mannschaften noch abtasteten. Danach aber kippte die Partie spürbar in Richtung der Gastgeber. Mistelbach wurde immer bestimmender, ließ laut Czarda "absolut nichts mehr zu" und kam selbst zu einer Vielzahl an Möglichkeiten. Das 1:0 in der 26. Minute durch Mario Schodl war deshalb die logische Folge dieser Entwicklung. Damit war die Partie aber noch nicht erledigt, denn gerade in dieser starken Phase verabsäumten es die Mistelbacher zunächst, früher nachzulegen. Czarda sprach von einer richtigen Druckphase in der ersten Halbzeit, in der das 2:0 schon früher in der Luft lag. Kurz vor der Pause fiel es dann doch noch: Maximilian Jaindl erhöhte in der 45. Minute auf 2:0, womit die Hausherren auch den Ertrag für ihre starke erste Hälfte mit in die Kabine nahmen.
Was sich vor dem Seitenwechsel schon angedeutet hatte, setzte Mistelbach unmittelbar nach Wiederbeginn konsequent fort. Erst traf Mario Schodl in der 49. Minute zum 3:0, nur vier Minuten später legte er mit seinem dritten Treffer an diesem Abend das 4:0 nach. Genau diese kurze Phase hob Czarda im Gespräch besonders hervor. "Spätestens nach dem 3:0 gleich nach der Pause war die Vorentscheidung da", sagte der sportliche Leiter, und noch deutlicher wurde er mit Blick auf den entscheidenden Moment: "Der Knackpunkt im Spiel war sicher das 3:0 gleich nach der Pause." Damit war die Begegnung früh in der zweiten Halbzeit praktisch entschieden. Mistelbach blieb das aktivere Team, verwaltete den Vorsprung nicht bloß, sondern hielt den Druck hoch. In der 80. Minute sorgte schließlich Esad Sahin mit dem 5:0 für den Schlusspunkt. Für Czarda passte das Ergebnis zum Auftritt seiner Mannschaft, auch wenn er gleichzeitig festhielt, dass "der Sieg durchaus noch höher hätte ausgehen können".
Die Erklärung für den klaren Heimerfolg lieferte Czarda ebenfalls sehr deutlich. "Wir waren sehr ballsicher und machten wenig Fehler. Mit dem 1:0 ist immer mehr Sicherheit gekommen, mehr Räume, und die haben wir dann auch sehr gut bespielt und ausgenutzt", sagte er. Genau darin sah er die größte Stärke seiner Mannschaft an diesem Abend. Mistelbach brachte Tempo und Energie auf den Platz, gewann mit zunehmender Spielzeit mehr Kontrolle und nutzte die Freiräume, die Bisamberg anbot. Den Gegner wollte Czarda trotz des klaren Resultats nicht kleiner machen, als er ist. Er verwies darauf, dass Bisamberg "definitiv eine gute Mannschaft" habe und die Partie anfangs auch ausgeglichen gewesen sei. Dazu passte, dass die Begegnung trotz des deutlichen Ergebnisses sehr fair verlief. "Es gab keine strittigen Szenen, es hat auch keine gelbe Karte gegeben", sagte Czarda, der auch mit der Leistung des Unparteiischen zufrieden war. Für Mistelbach steht damit ein klarer 5:0-Heimsieg, ein Dreier für Platz zwei mit 24 Punkten und ein Auftritt, der vor allem durch Kontrolle, Effizienz in den entscheidenden Phasen und drei Tore von Mario Schodl herausstach.