Es hätte auf jeden Fall schlechter laufen können für den USV Lehner Oed/Zeillern. Thomas Engelmaier gelang es in seinem ersten Halbjahr als Coach in Grünn-Weiss, seine Mannschaft auf Tabellenplatz sechs zu manövrieren. Damit steht man im gesicherten Tabellenmittelfeld der 2. Landesliga West und wird sich wahrscheinlich keine Sorgen um den Abstieg machen müssen. Der sportliche Leiter Leopold Mühlbock hat die Hinrunde der Mannschaft resümiert und einen Winterzugang angekündigt.
"Voriges Jahr haben wir gegen den Abstieg gespielt. Das würde ich dieses Jahr gerne ersparen", hieß es noch vor Saisonstart vom sportlichen Leiter. Und genau das bekam man bisher mit Erfolg hin. Die Ära Engelmaier startete mit einem mehr als positiven Saisonauftakt. Zwei Siege und ein Unentschieden konnte Oed/Zeillern verbuchen, ehe man sich am vierten Spieltag Großweikersdorf das erste Mal geschlagen geben musste. Zum Abschluss der Hinrunde setzte man in Oed nochmal ein Ausrufezeichen mit einem 6:0-Erfolg gegen Schlusslicht Rohrbach.
Insgesamt sechs Mal ging man mit null Punkten vom Platz, konnte aber trotzdem 23 Punkte sammeln und ist damit nur einen Punkt vom vierten Platz entfernt. Grund für die gute Platzierung sind vor allem die Leistungen vor der heimischen Kulisse. Alle sieben Siege holte man bei Heimspielen und verlor nur ein Spiel in der Antares-Arena. "Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir uns schon weitaus besser verkauft. Die Heimstärke war eigentlich überragend mit sieben Siegen aus acht Partien", meint Mühlböck.
Leider gibt es auch eine Kehrseite. So gut es zu Hause läuft, so miserabel läuft es auch bei den Auswärtsspielen. Keinen einzigen Dreier konnte die Engelmaier-Elf nach Oed zurückbringen. Zwei Unentschieden und fünf Niederlagen sind die Bilanz bei den Auswärtsspielen. Damit ist man Letzter in der Auswärtstabelle. "Auswärts haben wir viele Punkte liegen lassen. Da haben wir einfach noch ein bisschen Verbesserungsbedarf", heißt es von Seiten des sportlichen Leiters.
Um im Frühjahr vielleicht auch in der Ferne punkten zu können, legte man transfertechnisch mit einem Spieler fürs Mittelfeld nach. Valentyn Plutenko kommt aus der Oberösterreich-Liga von der DSG Union Perg nach Niederösterreich.
Vor der Saison gab der neue Coach einen soliden Mittelfeldplatz als persönliches Ziel für seine erste Saison als Trainer in Oed aus. Damit ist seine Mannschaft momentan im Soll. Auch der sportliche Leiter gibt ähnliche Töne von sich: "Wenn wir am Ende der Saison auch auf dem sechsten Platz sind, bin ich auf alle Fälle zufrieden. Im gesicherten Mittelfeld zu sein, passt für uns sehr gut."
Gegen Eggenburg wird es die Möglichkeit geben, am ersten Spieltag den ersten Auswärtssieg der Saison einzufahren.