2. Landesliga West

Platzierung stimmt, die Punkte nicht! Schafft es Melk in die Top-Drei?

Auf einem soliden vierten Platz beendete der SC Melk die Herbstsaison in der 2. Landesliga West und hat sich damit eine gute Ausgangssituation für die Rückrunde geschaffen. Die Weichen hat man mit einem regen Transfergeschehen im Winter gestellt. So gab man unter anderem ein Melker Urgestein ab. Teammanager und seit neuestem auch Co-Trainer Alfred Konrad hat sich darüber und mehr geäußert.

Solide Platzierung, aber ungenutztes Potenzial

Mit Rang vier zur Winterpause befindet sich der SC Melk auf einem guten Platz in der Tabelle, doch Luft nach oben gibt es trotzdem. Teammanager und Co-Trainer Alfred Konrad bringt es offen auf den Punkt: „Die Platzierung ist okay, mit der Punkteausbeute sind wir aber nicht zufrieden."

Vor allem die Ergebnisse in den Heimspielen entsprechen nicht den eigenen Erwartungen. In der Heimtabelle belegt man nämlich nur Platz 13. "Eigentlich waren Heimspiele immer unsere Stärke. Gegen Großweikersdorf, oder Hainfeld haben wir schon geführt, es aber nicht geschafft, den Sack endlich zuzumachen. Im letzten Drittel hat uns oft die entscheidende Konsequenz oder das Glück gefehlt - es war sicher eine Summe aus vielen Faktoren", meint Konrad.

Bewegung im Kader zur Winterpause

Auch personell brachte die Winterpause Veränderungen. Mit dem langjährigen Kapitän Niki Weinfurter trennten sich die Wege im gegenseitigen Einvernehmen nach einer Ewigkeit im Dress der Blau-Gelben. Der 32-Jährige äußerte den Wunsch nach mehr Einsatzzeit in der Kampfmannschaft, was sportlich nicht mehr realisierbar war. „Das war absolut nachvollziehbar, wir sind im Guten auseinandergegangen. Er spielt jetzt in der Gebietsliga bei Leonhofen“, betont Konrad. Ebenso verlässt Anton Cichos aus studienbedingten Gründen den Kader. Zudem bleibt man auch vom Verletzungspech nicht verschont. So fallen zwei Spieler an einem Kreuzbandriss, bzw. einer Meniskusverletzung aus.

Auf der Zugangsseite setzt der SC Melk auf gezielte Verstärkungen: Mit Tobias Teufner kehrt ein offensiv variabler Spieler mit Erfahrung aus höheren Ligen zurück. Zuletzt kickte er in der Regionalliga bei TWL Elektra. Zudem stößt mit Marco Mihaila ein junger Torhüter vom SKN St. Pölten zum Team, um den Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten weiter anzufeuern.

Geht's aufs Stockerl?

Sportlich bleibt die Zielsetzung realistisch. Das Saisonziel lautete von Beginn an eine Platzierung unter den Top fünf – ein Ziel, das aktuell erfüllt wird. Mit neun Punkten Rückstand auf die Spitze ist man sich bewusst, dass die vorderen Ränge schwer zu erreichen sein werden. „Schauen wir, was möglich ist. Es ist alles drin, aber wir sind realistisch. Wir haben eine sensationelle Runde bis jetzt gespielt und wenn wir auf Platz 1 bis 3 landen, dann sind wir mehr als zufrieden“, so Konrad.

Neben der bestmöglichen Platzierung soll auch die Entwicklung der jungen Spieler weiterhin eine wichtige Rolle spielen. So könnte die Mannschaft und das Trainerteam für eine sportlich erfolgreiche und nachhaltig gestärkte Saison sorgen.