Ein intensives Duell und zwei völlig unterschiedliche Phasen prägten den Abend in der 2. Landesliga West: Co-Trainer Pjeter Preqaj von SKU Ertl Glas Amstetten Amateure sprach nach dem 1:0 gegen den USV Lehner Oed/Zeillern über klare Dominanz vor der Pause, verlorenen Zugriff nach dem Seitenwechsel und eine konzentrierte Verteidigungsarbeit in der Schlussphase. Seine Schilderungen zeichnen das Bild eines Spiels mit hoher Intensität, in dem sein Team zunächst viele Räume und Chancen fand, dann aber stark unter Druck geriet. Entscheidend war letztlich das konsequente Verteidigen des knappen Vorsprungs in den letzten Minuten – ein Kraftakt, der für Preqaj ebenso prägend war wie die Erkenntnisse, die seine Mannschaft aus diesem Wechselbad mitnimmt.

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„Es war ein intensives Spiel“, so Preqaj zur Taktung des Abends. Vor der Pause setzte seine Elf den Plan mustergültig um: „Wir waren extrem dominant und hatten sehr viele Torchancen.“ Die Überlegenheit schlug sich auf der Anzeigetafel nieder: In der 39. Minute traf Felix Schönegger zum 1:0 – ein Treffer, der das gute Gefühl zur Halbzeit untermauerte.
Mit dem Wiederanpfiff kippte die Statik der Partie. „Nach der Pause sind wir nicht gut rausgekommen und Oed/Zeillern hatte deutlich mehr Zugriff aufs Spiel“, erklärte Preqaj. Sein Fazit fiel klar aus: „Da war Oed/Zeillern die bestimmende Mannschaft, wir haben den Zugriff komplett verloren.“ Chancen für die Gäste blieben nicht aus, eigene Nadelstiche ergaben sich vor allem nach Standards. Ab der 70. Minute spielte Oed/Zeillern nach Gelb-Rot gegen Thomas Engelmaier in Unterzahl – am Druck auf den Ausgleich änderte das zunächst wenig.
Über die entscheidenden Minuten zeigte sich Preqaj zufrieden mit der Reifeleistung seiner Elf: „Wir haben in den letzten 20 Minuten alles daran gesetzt, das 1:0 zu verteidigen. Hut ab – das war eine gute Verteidigungsleistung.“ Strittige Szenen spielten dabei keine Rolle, die Intensität blieb hoch. Für die kommenden Wochen nimmt der Co-Trainer vor allem Erkenntnisse aus dem Bruch nach der Pause mit: „Es war sehr lehrreich: In der ersten Halbzeit haben wir den Plan komplett durchgesetzt, in der zweiten Halbzeit sind wir zwei Gänge runtergeschaltet – und dann geht es sich einfach nicht mehr aus.“ Das 1:0 steht; noch wichtiger ist für Preqaj die Bestätigung, wie viel vom richtigen Rhythmus und der Konsequenz über 90 Minuten abhängt.