Ein Abend voller Intensität und Emotionen in der 2. Landesliga West: Beim SC Gmünd erkämpfte der USC Höfler Metalltechnik Seitenstetten nach wechselhaftem Verlauf ein 2:2 – und Peter Thaller ordnete die Partie klar ein: „Am Ende des Tages ein gerechtes Ergebnis. Natürlich bitter für uns, dass wir so spät noch den Ausgleich kassieren.” Die Nervosität beider Teams war spürbar, ebenso der Einfluss der Tabellensituation: „Ich denke, die 1. Halbzeit war geprägt von Kampf und Krampf.” Chancen blieben Mangelware, der Ton war hart, die Standards brandgefährlich – und die späte Gmünder Antwort zum 2:2 durch Michael Dürnitzhofer setzte dem turbulenten Finish die Krone auf. Thaller sprach von einem „Minimalziel” angesichts einiger Ausfälle – und von klaren Aufgaben für die kommenden Wochen.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Seitenstetten kam schwer in die Partie, fand nach der Pause jedoch die richtige Antwort. „In der 2. Halbzeit haben wir ein deutlich besseres Gesicht gezeigt, waren viel aggressiver in den Zweikämpfen und sind dann auch schnell zum Ausgleich gekommen.” Der Impuls kam aus der Kabine – mit klaren taktischen Korrekturen: „Wir wollten den Gegner höher anlaufen, schneller unter Druck setzen, schneller schließen, die Bälle gezielter in die Zonen hinter die Außenverteidiger spielen. Das ist uns nach der Pause besser gelungen, weil wir auch die tiefen Läufe gemacht haben – so fiel auch das 1:1 durch Leo Nagelstrasser.” Zum Ballbesitz blieb Thaller nüchtern: „Das spiegelt den Spielverlauf wider.”
Die ruhenden Bälle prägten den Abend – offensiv wie defensiv. „Offensiv hat man gesehen, dass unsere einstudierten Varianten immer wieder zu Torgefahr führten. Auf der anderen Seite hat man auch gesehen, dass die Gmünder ihre Standards sehr gefährlich getreten haben. Aus solchen Situationen müssen wir wachsen, konsequenter verteidigen und solche knappen Ergebnisse über die Zeit bringen. Für uns gilt es, drei Punkte einzufahren und weniger Unentschieden zu spielen. Wir müssen in den nächsten Runden mehr Punkte holen, um unser Saisonziel zu erreichen.” Zur Gangart: „In der 1. Halbzeit war Gmünd deutlich zweikampfstärker, nach der Pause waren wir besser drin. Grundsätzlich ein sehr hart geführtes Spiel an der Grenze, wobei allerdings auch viele einfache Fouls gepfiffen wurden.”
Nach dem 1:1 drehte Seitenstetten das Spiel und ging mit 2:1 in Führung – durch Lukas Kiehberger per Distanzschuss, begünstigt von einem Torhüterfehler: „Die 2:1-Führung war glücklich, aber man muss aus 20 Metern den Ball erst einmal so treffen.” Doch Gmünd kam noch einmal zurück. „Kurz vor Ende ein Freistoß, den wir leicht klären könnten, spielen wir genau vor den einzigen Gegner, der am Fünfer steht.” Den Ausgleich zum 2:2 besorgte Michael Dürnitzhofer, ehe die Schlussphase eskalierte. „Die Schlussphase war sehr turbulent – mit harten Fouls auch von unserer Seite und zwei, drei gefährlichen Standardsituationen der Heimischen, wo wir dank unseres Torhüters noch den Punkt gerettet haben.” Für Gmünd sah Julian Zimmel Rot (94.). Angesichts der personellen Engpässe überwog am Ende Pragmatismus: „Natürlich hätten wir gern drei Punkte mit nach Hause genommen, aber Minimalziel erreicht.” Der Fokus richtet sich bereits auf das nächste Heimspiel – mit klarer Marschroute: „Der nächste Gegner wird sicher genauso schwierig wie jeder andere. Wir müssen ab der ersten Sekunde unsere Laufbereitschaft, Intensität in den Zweikämpfen und unseren USC Fußball abliefern. Aus Gmünd müssen wir lernen – die 1. Halbzeit war zum Vergessen. Das darf uns in unserer Situation nicht mehr passieren.”