Nach dem 1:1 in der 2. Landesliga West beim SC PREFA Lilienfeld zeigte sich Mario Krumpöck, Sektionsleiter des SV Absdorf, erleichtert und zufrieden. Gegen einen Gegner, den er als Angstgegner bezeichnete, hob er die Reife seiner Mannschaft hervor: ein dominanter Beginn, anschließend ein offener Schlagabtausch und am Ende ein leistungsgerechtes Remis. Krumpöck betonte die starke Anfangsphase mit hohem Pressing und die spürbare Geschlossenheit im Team. Zudem meldete er eine positive Personallage ohne Ausfälle und freute sich neben der Kampfmannschaft auch über ein deutliches Ausrufezeichen der U23 mit einem 7:1-Sieg. Die Stimmung: konstruktiv, fokussiert, mit Respekt vor Lilienfeld – und mit dem klaren Gefühl, den eigenen Plan über weite Strecken durchgebracht zu haben.

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Krumpöck schilderte einen Start nach Maß: Absdorf setzte Lilienfeld früh unter Druck, gewann viele zweite Bälle und kam mehrfach gefährlich in den Strafraum. Der Lohn folgte früh: Moritz Schwarz traf per Geniestreich aus einem Freistoß zur 1:0-Führung (11.). Rund um die 30. Minute kippte die Statik, Lilienfeld wurde spielbestimmender und glich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Alvi Bazaliev zum 1:1 aus; mit diesem Stand ging es in die Pause. „Das Unentschieden war auf alle Fälle gerecht – nach 90 Minuten ein Ergebnis, das in Ordnung ist“, resümierte Krumpöck. „Ab der 30. Minute hat Lilienfeld das Spielgeschehen mehr in den Griff bekommen. Über 90 Minuten war es relativ ausgeglichen, unterm Strich völlig okay.“
Der Sektionsleiter hielt fest, dass es in beiden Strafräumen knisterte: „Es gab mehrere Situationen, die richtig brenzlig waren.“ Die größte Absdorfer Gelegenheit gehörte dem Kapitän: „Um die 75. Minute hatte Mario Breuer einen Gewaltschuss, der von der Latte-Unterkante zurück ins Feld sprang. Das wäre wohl der Siegtreffer gewesen – ich hätte ihn unserem Kapitän von Herzen gegönnt.“ Krumpöck adelte Breuer ausdrücklich: „Herausheben möchte ich unseren Kapitän, der mit unglaublichem Einsatz und Willen vorangegangen ist, als richtiger Leader agiert hat und für mich der Mann des Spiels war.“ Neben Torschütze Moritz Schwarz lobte er auch Abwehrchef Florian Bauer sowie Maximilian Lembacher. In einer intensiven Schlussphase gab es zudem eine personelle Zäsur: Für den SV Absdorf setzte es in der 75. Minute eine Gelb-Rote Karte gegen Maximilian Kaim – die Gäste mussten die Schlussviertelstunde in Unterzahl bestreiten.
Die Marschroute war klar und griff: „Wir wollten hoch pressen und früh attackieren. Das ist uns sehr gut gelungen, vor allem in der Anfangsphase. Natürlich könnten wir uns noch in gewissen Dingen verbessern, aber summa summarum dürfen wir mit diesem Spiel und der Umsetzung der taktischen Vorgaben sehr zufrieden sein.“ Den Gegner ordnete Krumpöck so ein: „Man kennt Lilienfeld. Das ist ein bisschen ein Angstgegner für uns. Wir konnten sie noch nie besiegen. Ich bin froh über den Punkt, der mehr als verdient war. Es ist eine hervorragende Mannschaft und fußballerisch vielleicht die beste in der Liga.“ Auch personell sendete er positive Signale: „Wir haben alle Spieler fit, alles ist gesund, alle sind an Bord und mit Eifer dabei.“ Zusätzlich setzte die U23 ein Ausrufezeichen – parallel feierte sie einen 7:1-Sieg. Insgesamt prägten Zufriedenheit über den verdienten Punkt, Anerkennung für Lilienfeld und die Gewissheit, mit klarer Idee und hoher Intensität auf dem richtigen Weg zu sein, seine Analyse.