Spielberichte

„Wir haben taktisch sehr viel richtig gemacht“: Deni Luif (SC Hainfeld) nach dem 1:2 in Würmla

SV Würmla
SC Hainfeld

Ein Duell auf Augenhöhe mit klarer Handschrift und viel Intensität: So ordnet Deni Luif, Trainer des SC Hainfeld, die Auswärtspartie beim SV Würmla in der 2. Landesliga West ein. Nach einer druckvollen Startphase der Hausherren kippte das Spiel zunehmend in Hainfelder Kontrolle. Der Matchplan setzte auf einen kompakten Defensivverbund, konsequentes Flügelspiel und schnelles Umschalten. Offensiv erarbeitete sich Hainfeld in beiden Hälften Möglichkeiten, es fehlte jedoch die letzte Präzision. Standards spielten kaum eine Rolle, dafür sorgten einige Zweikampfszenen und Abseitsentscheidungen für Diskussionsstoff. Trotz der Emotionen bleibt der Blick nach vorn: Die Analyse wird geschärft, der nächste Gegner rückt in den Fokus.

Sechs Weiß-Grüne Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Vom druckvollen Start Würmlas zur Hainfelder Dominanz

Luif spricht von einem „Duell zweier Mittelständler“ und zeichnet ein klares Bild der Dynamik: Würmla habe die ersten zehn Minuten sehr aktiv begonnen, danach übernahm Hainfeld zunehmend das Kommando. „Ab der elften Minute lagen die Spielanteile auf unserer Seite. Gegen den Ball arbeiteten wir energisch, nutzten die Flügel und kamen gut in die Offensive“, so der Coach. Über weite Strecken dominierte seine Elf weite Teile des Spiels.

Plan: 5-4-1 kompakt, Flügel als Hebel

Das gewählte System war bewusst auf Stabilität ausgerichtet. „Wir sind im 5-4-1 aufgetreten, wollten defensiv kompakt stehen und wenig zulassen, um Bälle zwischen die Ketten zu verhindern“, erklärt Luif. Mit Ball suchte Hainfeld konsequent die Außenbahnen: „Wir wollten ihre Schwachstellen über die Flügel attackieren – das ist uns oft gut gelungen.“ Standardsituationen waren in dieser Partie kaum ausschlaggebend, entscheidend war die Arbeit gegen den Ball: Hainfeld eroberte viele erste und zweite Bälle.

Chancenverwertung und strittige Szenen

Der zentrale Makel aus Hainfelder Sicht: die Effizienz. In Halbzeit eins boten sich mehrere gute Abschlüsse, unter anderem für Elvis Bozicevic, dessen Schuss vom Sechzehner der Tormann parierte. Insgesamt fehlte es an den letzten finalen Pässen und im Abschluss an Genauigkeit und Kaltschnäuzigkeit. Für Gesprächsstoff sorgten zudem Zweikampfsituationen vor dem Gegentor. Laut Luif wurde Marcel Ladan auf die Ferse getreten und zuvor Florian Daxböck gefoult. Er kritisierte außerdem, es seien Handspiele ungeahndet geblieben und Abseitsstellungen fälschlich angezeigt worden. "Es fühlte sich wie ein Spiel gegen 14 Mann an."

Späte Wendung und Ausblick

Aus Hainfelder Sicht geriet man in der 36. Minute mit 0:1 in Rückstand (Torschütze: Clemens Lippert). In Minute 83 glich Miodrag Jovanovic sehenswert mit einem Kreuzeckschuss zum 1:1 aus, ehe Bastian Lahsnig in der 92. Minute den 1:2-Endstand herstellte. Hierbei gab Luif Abstimmungsfehler im Defensivverhalten an. Trotz der späten Wendung hebt Luif die kollektive Leistung hervor und richtet den Fokus bereits auf die kommende Aufgabe: „Wir werden uns ideal vorbereiten, die Spielanalyse durchgehen und einen klaren Matchplan gegen Absdorf erarbeiten.“ Sein Fazit mit Blick auf die jüngsten Auftritte klingt zuversichtlich: „Wenn wir an die Leistungen der letzten drei Spiele anknüpfen, ist das sehr gut.“

2. Landesliga West: Würmla : Hainfeld - 2:1 (1:0)

  • 92
    Bastian Lahsnig 2:1
  • 83
    Miodrag Jovanovic 1:1
  • 36
    Clemens Lippert 1:0