Nach einem intensiven Duell zwischen SC Rathauskeller Melk und SC PREFA Lilienfeld spricht Amir Ebrahim von einem leistungsgerechten 2:2 und zeichnet ein klares Bild vom Verlauf: Seine Mannschaft habe die Partie über weite Strecken kontrolliert, ehe die Gastgeber in der Schlussphase aufdrehten. Verletzungsbedingte Wechsel schwächten Lilienfelds Statik, das Remis sei daher folgerichtig. Der Trainer lobt zugleich das Niveau und die Haltung beider Teams. In der 2. Landesliga West war es ein Abend, an dem spielerische Lösungen, Tempo und eine reife Reaktion auf die Druckphase der Melker die Stimmung prägten – mit klarem Blick nach vorne auf das kommende Heimspiel.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Ebrahim beschreibt einen Zweiklang der Partie: lange Dominanz seiner Elf, gefolgt von einer Melker Schlussoffensive. Aus Lilienfelder Sicht passte das Bild zum Scoreboard: Safet Bajrami brachte Lilienfeld mit 1:0 in Führung, Alvi Bazaliev erhöhte auf 2:0 – ehe Petr Kurtin zum 2:1 verkürzte und Darius Campeanu spät zum 2:2 ausglich. „Wir haben 65 Minuten absolut kontrolliert und sehr gut gespielt und das abgerufen, was wir uns vorgenommen hatten“, sagt Ebrahim. Danach kippte die Dynamik: „In der letzten halben Stunde hat Melk sehr viel Druck gemacht. Wir mussten einige Spieler mit Blessuren rausnehmen und konnten sie nicht gleichwertig ersetzen.“ Sein Fazit: „Deswegen ist das insgesamt ein gerechtes Ergebnis.“
Die Bewertung der Möglichkeiten fällt nüchtern aus. Laut Ebrahim war das Chancenverhältnis „relativ ausgeglichen“; abseits der Treffer verzeichneten beide Seiten jeweils „zwei, drei“ Hochkaräter. Beim Ballbesitz dominierten die Lilienfelder die ersten rund 65 Minuten, ehe die Melker durch hohes Anlaufen und mehr zweite Bälle in der Schlussphase das Heft übernahmen. Standards spielten in diesem Match keine Rolle, wie Ebrahim klarstellt: „Diesmal nicht. Standardsituationen hatten keinen wesentlichen Einfluss auf das Spiel.“ Prägend war vielmehr die spielerische Kultur: „Es war ein sehr faires Spiel von zwei Mannschaften, die Fußball spielen wollten und konnten. Das Niveau war sehr gut; die technischen Komponenten waren hochwertig.“
An der Grundordnung und den Rollen drehte Ebrahim in der Halbzeit nicht: „Nein, habe ich nicht.“ Der Blick richtet sich daher schnell auf das nächste Heimspiel – mit einer konkreten Erwartung an Intensität und Klarheit im eigenen Spiel: „Ich erwarte, dass wir genau das Gesicht zeigen, das wir in den ersten 65 Minuten gebracht haben. Ich bin mir sicher, wenn wir zu Hause diese Leistung abrufen, werden wir das Spiel am Ende gewinnen.“ Der Tenor nach dem 2:2: Leistung bestätigen, Konsequenz über die gesamte Distanz steigern – dann soll der nächste Schritt gelingen.