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SC Weißenkirchen-Trainer Genadi Petrov: „Ergebnis geht komplett in Ordnung“ – Überzahl ungenutzt beim 1:1 in Waidhofen

Waidhofen/Thaya
SC Weißenkirchen

Nach dem 1:1 bei SV Waidhofen/Thaya ordnete Trainer Genadi Petrov von SC Weißenkirchen die Lage nüchtern ein. In der 2. Landesliga West sah er viel Einsatz, aber ungenaue Aktionen im letzten Drittel. „Wir waren zu selten im gegnerischen Sechzehner, beim letzten Pass und im Abschluss fehlte die Präzision. Das Ergebnis geht komplett in Ordnung – auswärts nehme ich den Punkt gerne mit“, sagte er. Petrov, erst seit zwei Wochen im Amt, lobte zugleich die Einstellung: „Engagement und Leistung stimmen, die Richtung passt.“

Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

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Spielverlauf und Momente, die das Spiel prägten

Die Partie blieb lange offen und ging mit 0:0 in die Pause. Weißenkirchen hatte laut Petrov früh die große Gelegenheit: „In der 20. Minute hatte Kosta Drazic eine Topchance, der Ball prallte von der Stange zurück.“ Nach dem Seitenwechsel kippte die Statik durch eine Rote Karte gegen Waidhofen/Thaya (Michael Mejta). Kurz darauf brachte Michael Siebenhandl den SCW in Minute 64 mit 1:0 in Führung, ehe Adam Ritter nur zwei Minuten später zum 1:1 ausglich. „Wir hatten vor der Pause eine Riesenchance – und nach der Roten Karte hätten wir mehr daraus machen müssen“, resümierte Petrov.

Überzahl ohne Ertrag: Präzision im letzten Drittel fehlt

Aus Sicht des Trainers lag der Schlüssel in der Effektivität: „Wir waren ein bisschen mehr am Ball, aber bis zum und im Sechzehner nicht konkret und nicht effektiv genug.“ Taktisch reagierte er offensiv: „Wir haben in den letzten 30 Minuten noch eine Offensivkraft gebracht, aber das hat nichts Zählbares gebracht.“ Vor allem das Überzahlspiel blieb ungenutzt: „Ab der 60. Minute haben wir zu wenig herausgeholt. Wir hätten mehr spielerische Lösungen finden müssen – das ist uns nicht gelungen. Die Mannschaft hat dennoch alles gegeben.“ Am Ende überwiegt die Akzeptanz: „Einen Punkt nehmen wir gerne – er ist komplett in Ordnung.“

Einwechslung zündet, Lob für Waidhofen und Blick nach vorn

Als Impulsgeber hob Petrov seinen Torschützen hervor: „Für mich ist Michael Siebenhandl herausgestochen. Er kam von der Bank und hat kurz darauf die Führung gemacht. Nicht nur wegen des Tores – seine Geschwindigkeit und die Eins-gegen-eins-Aktionen haben uns gutgetan.“ Zudem lobte er die rechte Seite und den Torhüter. Den Gegner würdigte er deutlich: „Waidhofen ist intakt, aggressiv, bissig und willig“ – deshalb sei es „eher ein Punkt gewonnen als zwei verloren“. Für das nächste Spiel formulierte Petrov klare Hausaufgaben: „Was uns heute gefehlt hat, wollen wir umsetzen – im letzten Drittel präsenter, kreativer und effektiver sein.“

2. Landesliga West: Waidhofen : Weißenkirchen - 1:1 (0:0)

  • 66
    Adam Ritter 1:1
  • 64
    Michael Siebenhandl 0:1