Ein intensiver Abend in Haitzendorf, geprägt von Phasenwechseln, taktischer Disziplin und klaren Aussagen: Co-Trainer Pjeter Preqaj ordnete die Auswärtspartie seiner SKU Ertl Glas Amstetten Amateure bei SV Haitzendorf in der 2. Landesliga West als lehrreiche Prüfung ein – und als verdienten 3:1-Auswärtserfolg. Er sprach von einer ersten Hälfte mit ausgeglichenen Phasen, ehe ein Fehler zum 1:0 (Torschütze: Felix Schönegger) das Momentum kippte. Preqaj hob den hohen Druck der Gastgeber hervor, betonte aber auch die Konsequenz im eigenen Plan, der trotz mehrerer Verletzungen und Umstellungen „super aufgegangen“ sei. Seine Mannschaft habe nach der Pause entschlossen zugepackt und den Vorteil festgehalten.

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Preqaj zeichnete ein klares Bild vom Verlauf: „Es war phasenweise ausgeglichen. Die 1. Halbzeit war ein Hin und Her, und in der 2. Halbzeit haben wir nach zwei Fehlern von Haitzendorf das 2:0 (Torschütze: Nico Zellhofer) gemacht und das Spiel auf unsere Seite gezogen.“ Entscheidend war für ihn der Dosenöffner unmittelbar nach Wiederbeginn: „Der Fehler zum 1:0 (Torschütze: Felix Schönegger) – dann hat sich das Spiel und das Momentum auf unsere Seite verlagert, und wir waren noch besser im Spiel.“ Zur Pause hatte es noch 0:0 gestanden, doch die schnelle Führung und das rasche Nachlegen zum 2:0 (Torschütze: Nico Zellhofer) gaben seiner Elf die nötige Stabilität für den Rest der Partie.
Taktisch sah der Co-Trainer seine Ideen bestätigt: „Wir haben phasenweise unseren Plan voll durchgezogen, und der ist super aufgegangen.“ Besonders unterstrich er die mannschaftliche Geschlossenheit angesichts personeller Engpässe: „Wir hatten einige verletzte Spieler, mussten ein bisschen umbauen, aber auch die, die eine andere Position gespielt haben, haben ihre Sache extrem gut gemacht.“ Diese Flexibilität war aus seiner Sicht mitentscheidend dafür, dass das Team nach dem Seitenwechsel Zugriff bekam und den Rhythmus bestimmte. Auf die Frage nach einem herausragenden Akteur nannte er Felix Schönegger als seinen Mann des Spiels – ein Fingerzeig darauf, wie sehr einzelne Impulse das Kollektiv an diesem Abend trugen.
Preqaj würdigte die Qualität und Intensität des Gegners ausdrücklich: „Haitzendorf ist eine superstarke Mannschaft, die zu Hause volles Pressing spielt. Sie haben uns das Leben auf jeden Fall nicht leicht gemacht. Wir wollten unbedingt unseren Plan durchziehen – egal, wo wir spielen und wann wir spielen.“ Sein Gesamturteil fiel eindeutig aus: „Ich sehe das als gerechtes 3:1. Die 1. Halbzeit war ein Hin und Her. Ein sehr gutes Spiel der 2. Landesliga war das – und in der Summe ein verdientes 3:1, wenn man von den ganzen Chancen ausgeht.“ Im Kontext der Tabelle unterstreicht das Ergebnis die Aussagekraft des Auftritts: Haitzendorf führt mit 39 Punkten, die Amstetten Amateure stehen mit 33 Zählern auf Rang drei – umso bemerkenswerter, dass die Gäste ihren Plan auch unter Druck durchzogen und die 3:1-Entscheidung nach der Pause überzeugend herbeiführten.