Spielberichte

Christian Höllrigl: „Wir passten uns dem engen Platz an“ – SG Großweikersdorf/Wiesendorf siegt 4:2 in Oed/Zeillern

USV Oed/Zeillern
Großweikersdorf/Wiesendorf

Nach dem Auswärtsauftritt bei USV Lehner Oed/Zeillern in der 2. Landesliga West ordnete Christian Höllrigl, Trainer von SG Großweikersdorf/Wiesendorf, die Partie als eine mit klarer taktischer Handschrift und vielen Offensivmomenten ein. Seine Mannschaft startete mit hohem Tempo und stellte rasch auf 2:0 (Torschützen: Tobias Eggenfellner und Randy Chiemezie), ehe die Gastgeber bis zur Pause auf 2:2 ausglichen (Torschützen: Matteo Mühlböck und Klemens Pesek) – ein Verlauf, der die Dynamik und die wechselnde Spielkontrolle unterstrich. Nach Wiederanpfiff sah Höllrigl sein Team wieder dominanter, mit mehr Passqualität und Kontrolle. Insgesamt sprach er von zahlreichen Abschlüssen auf beiden Seiten, mit einem erkennbaren Chancenplus für seine Elf, und richtete den Blick bereits auf die nächste, besonders anspruchsvolle Aufgabe.

Fußbälle und Trainingshütchen auf Rasen

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Taktischer Rahmen, hohes Tempo, viele Aktionen

„Das Spiel war sehr taktisch geprägt, mit sehr vielen Offensivaktionen.“ Früh setzte seine Elf starke Akzente im letzten Drittel. Höllrigl präzisierte: „Wir waren in den ersten 20 Minuten sehr effektiv: zwei Tore aus zwei Torchancen in den ersten 15 Minuten. Danach gab es noch einen Stangenschuss. Im Großen und Ganzen war das Spiel auf beiden Seiten von vielen Torchancen geprägt, wobei ein Chancenplus auf unserer Seite klar erkennbar war.“ Dass die Offensivabstimmung passte, unterstrich er auch ästhetisch: „Unsere Offensivaktionen mit Kurzpasskombinationen waren sehr zufriedenstellend und schön anzusehen.“ Der offene Charakter mit vielen Möglichkeiten mündete zur Pause im 2:2, ehe die Gäste nach dem Seitenwechsel wieder mehr Zugriff bekamen und die Kontrolle sukzessive ausbauten; am Ende stand es 4:2 (zweite-Halbzeit-Torschützen: David Milic und David Schüschner).

Wechselnde Kontrolle: Ballbesitz und Spielphasen

Zum Verlauf der Spielkontrolle sagte Höllrigl: „Wir sind in den ersten 20 Minuten viel besser im Spiel gewesen als der Gegner.“ Danach gab seine Mannschaft phasenweise Ballbesitz ab, ließ den Gegner weiter nach vorne kommen und akzeptierte ein ausgeglichenes Kräfteverhältnis bis zur Pause. Die zweite Hälfte beschrieb er so: „Nach der Pause war es dann ein tatsächliches 60:40-Ballbesitzverhältnis auf unserer Seite, da wir wieder effektiver ins Spiel gestartet sind, das Spiel mehr kontrolliert haben; der Gegner kam nur mehr über lange Bälle und Umschaltaktionen nach vorne.“ Insgesamt blieb der Eindruck einer Begegnung, in der das Gäste-Team nach der Halbzeit bei Passschärfe und Spielkontrolle deutlich anzog und den Rhythmus bestimmte.

Anpassungen, Standards und der Blick nach vorn

Die Grundlage dafür legte eine bewusste Systemwahl: „Wir haben uns aufgrund des engen Platzes für eine sonst nicht unserer Spielform angepasste Variante entschieden.“ Entscheidend war die disziplinierte Anfangsphase: „Die Mannschaft hat sich in den ersten 15, 20 Minuten hervorragend an die taktischen Vorgaben gehalten.“ Später justierte der Trainer nach: In der Pause wurden Abstände, Pressingauslöser und Passqualität geschärft – mit sichtbarer Wirkung auf die Stabilität nach dem Seitenwechsel. Bei ruhenden Bällen hob Höllrigl eine besondere Szene hervor, bei der der Ball von der Cornerfahne direkt ins lange Kreuzeck segelte – ein Moment, der die Bedeutung der Standards für das eigene Spiel unterstrich. Den Ausblick formulierte er nüchtern: „Nein, hier gibt es keine tatsächlichen Schwergewichte, da der nächste Gegner der Tabellenführer ist und wir hier anders rangehen müssen als auswärts in Oed.“

2. Landesliga West: Oed/Zeillern : Großw.dorf/Wiesendorf - 2:4 (2:2)

  • 73
    David Schüschner 2:4
  • 64
    David Milic 2:3
  • 36
    Klemens Pesek 2:2
  • 20
    Matteo Mühlböck 1:2
  • 17
    Randy Chiemezie 0:2
  • 9
    Tobias Eggenfellner 0:1