Nach einem intensiven Duell zwischen SK Eggenburg und Sportvereinigung ATP Metallbau Purgstall in der 2. Landesliga West überwogen nach dem 0:0 vor allem Erleichterung – und ein Hauch Ärger über verpasste Chancen. Dietmar Kornus ordnete das Remis als leistungsgerecht ein und hob Phasen Eggenburger Überlegenheit hervor. Der Tenor: sachlich, selbstkritisch und zuversichtlich – auch weil der Plan gegen gefährliche Umschaltmomente aufging und Standards über die gesamte Spielzeit aufmerksam verteidigt wurden.

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Kornus sah ein Spiel mit wechselnden Akzenten: Purgstall startete wacher und kam früh zu zwei guten Gelegenheiten, ehe Eggenburg als Heimmannschaft zunehmend die Kontrolle übernahm. „Wir hätten zur Pause eigentlich führen müssen, haben drei sehr gute Chancen vergeben. Zweimal hat ihr Torhüter stark reagiert. In der zweiten Hälfte war es ein Hin und Her“, so der sportliche Leiter. Am Ende blieb es beim 0:0.
Die Schlüsselszene des ersten Durchgangs verortete Kornus kurz vor dem Pausenpfiff: „Die beste Chance war kurz vor der Pause nach einem Corner von Philip Hogl. Aus kürzester Distanz – vielleicht zwei Meter – kam der Ball aufs Tor, aber der Tormann hat überragend gehalten.“ Zuvor hatte bereits Manuel Maurer nach Vorlage von Muamer Avdic eine große Möglichkeit, auch hier parierte der Purgstaller Schlussmann stark. Mit 0:0 ging es in die Kabinen, danach entwickelte sich ein offener zweiter Abschnitt.
In der strukturellen Betrachtung sah Eggenburgs sportliche Leitung ein leichtes Plus im eigenen Ballbesitz, während der Gegner über schnelle Umschaltmomente lauerte. Wörtlich: „Ballbesitz war eher bei uns – vielleicht nicht viel, aber doch mehr. Purgstall kam über Umschaltmomente immer wieder gefährlich.“ Besonders positiv fiel die Arbeit gegen ruhende Bälle auf: „Purgstall ist bei Standards sehr stark. Das hatten wir im Griff – genau darauf hat sich die Mannschaft in der Trainingswoche vorbereitet.“ Einen „Mann des Spiels“ wollte Kornus nicht küren: „Ich würde jetzt keinen Spieler besonders herausheben – es war eine sehr gute Mannschaftsleistung.“
Personell fehlten die gesperrten Brüder Elias und Lukas Höglinger; Elias ist zudem angeschlagen, ein baldiger Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining ist die Hoffnung. Seit dem Sommer fällt mit Michael Kugler außerdem ein Langzeitverletzter aus, in dieser Saison ist wohl nicht mehr mit einem Einsatz zu rechnen. Ansonsten war der Kader „im Großen und Ganzen komplett“ – sichtbar in Stabilität, hoher Aufmerksamkeit bei Standards und einem geschlossenen Auftritt.