In der 2. Landesliga West erlebte der SC Weißenkirchen bei der SVg ATP Purgstall einen Abend, der vor allem von Mut und Reife der jungen Spieler geprägt war. Trainer Genadi Petrov sprach von einer außergewöhnlichen Teamleistung trotz zahlreicher Ausfälle und betonte seinen Stolz auf die Truppe.
Weißenkirchen kam mit dezimiertem Kader, aber klarer Haltung. Petrov hielt fest: „Angesichts der vielen Ausfälle war das so nicht zu erwarten.“ Umso bemerkenswerter, wie konsequent seine Mannschaft Zugriff gewann. „Wir hatten fast die gesamte Zeit das Spiel unter Kontrolle“, bilanzierte der Coach. Auch das Chancenbild sprach für die Gäste: „Wir hatten mehrere gute Möglichkeiten und haben unterm Strich verdient gewonnen.“ Die Zufriedenheit speiste sich nicht nur aus dem Ergebnis, sondern aus der Art, wie die Idee auf dem Platz getragen wurde.
Die Struktur stand – tief, eng, zweikampfstark und mit klarer Umschaltidee. „Es gab Phasen, in denen wir defensiv sehr gut agiert, sehr tief verteidigt und über Konter unsere Chancen herausgespielt und genutzt haben“, erklärte Petrov. „Wir waren kompakt und nach vorne konsequent – mit und gegen den Ball hochfokussiert. Das war eine echte Teamleistung.“ Früh setzten die Gäste ein Zeichen: Andreas Menhart stellte in der 11. Minute auf 1:0. Der siebzehnjährige Doppeltorschütze Jakob Neunteufl erhöhte in der 37. Minute auf 2:0, ehe Özkan Dinc kurz vor der Pause in der 40. Minute für Purgstall auf 2:1 verkürzte. Nach dem Seitenwechsel traf Neunteufl in der 62. Minute erneut zum 3:1, bevor Theodor Glaser in der 82. Minute mit dem 4:1 den Schlusspunkt setzte. Dass Standards und Ordnung ineinandergreifen, gefiel dem Trainer besonders: „Ich bin sehr zufrieden mit unseren Standardsituationen.“
Petrovs Kernbotschaft: Die Verjüngung trägt. „Ich bin positiv überrascht, wie gut die Mannschaft trotz der vielen Ausfälle umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte er. Echte Bewährungsproben seien entscheidend für die Entwicklung – und dieses Spiel habe „sehr wichtig für das Selbstvertrauen“ gewirkt. Vorne setzte der siebzehnjährige Neunteufl mit seinen zwei Treffern ein Ausrufezeichen, während hinten die defensive Abteilung zuverlässig zupackte. Die Summe war mehr als die Einzelteile – ein Eindruck, den der Trainer in einen größeren Lernbogen einbettete: Die jungen Spieler entwickelten sich, „wenn sie Minuten bekommen und positive Erlebnisse sammeln“. Sein Fazit fiel entsprechend klar aus: „Die beste Medizin im Fußball sind Ergebnisse.“ Zugleich würdigte er Geschlossenheit und Haltung: „Respekt an die gesamte Mannschaft: Trotz Ausfällen sind wir eine große Einheit – und ich kann mich auf die jungen Spieler verlassen, so wie sie auf mich.“