Im Duell der 2. Landesliga West zwischen dem SV Waidhofen/Thaya und der SG Großweikersdorf/Wiesendorf ordnete Christian Höllrigl die Partie klar ein. Der Trainer sah seine Mannschaft über weite Strecken gut im Griff, bemängelte aber die Konsequenz in den entscheidenden Momenten: Man sei „ausgekontert oder durch Standards bestraft“ worden. Er nannte Stärken und Schwächen deutlich, hob Führung im Zentrum hervor und betonte trotz schmerzhafter Ausfälle den Anspruch, als Kollektiv Verantwortung zu übernehmen.

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„Das Endergebnis war dahingehend gerecht, dass der Gegner einfach effizienter war.“ Früh lief die SG einem Rückstand hinterher: In der 6. Minute stellte Robin Spielhofer auf 0:1 aus Sicht der Gäste. Noch vor der halben Stunde erhöhte Adam Ritter auf 0:2 (29.). Die Antwort folgte prompt: David Aigner verkürzte in der 34. Minute auf 1:2. Ein unglücklicher Moment stellte jedoch den alten Abstand wieder her – ein Eigentor von David Schüschner (40.) bedeutete das 1:3 zur Pause.
Höllrigl sparte die eigenen Versäumnisse nicht aus: „In der ersten Hälfte waren wir zu lässig im Ballbesitz, mit vielen offensiven Passfehlern. Defensiv wurde nicht konsequent zurückgearbeitet; durch Unachtsamkeiten wurden wir hart bestraft und lagen zur Pause zurecht zurück.“ Nach dem Wiederanpfiff zeigte seine Elf Moral: Tobias Eggenfellner stellte in der 58. Minute auf 2:3 und hielt die Begegnung offen. Trotz spürbarer Bemühungen blieb es bei Phasen der Kontrolle, denen klarere Nadelstiche des Gegners gegenüberstanden – am Ende fehlte die letzte Präzision im letzten Drittel, sodass es beim 2:3 blieb.
Individuell hob Höllrigl die Mittelfeldachse hervor: „Ich kann hier nur von meiner Mannschaft sprechen. Hier war David Milic einer der Spieler, die recht gut das Zepter in der Hand hatte, ebenso wie Tobias Kouril, die im Zentrum sehr gut geschaltet haben, defensiv gut gearbeitet haben und nach vorne hin den Ballbesitz und den Takt angegeben haben.“ Gleichzeitig richtete er den Blick auf das Ganze: „Wir haben schon schmerzhafte verletzte Spieler, die uns derzeit sehr stark fehlen. Aber das kann nicht die Ausrede sein, sondern das Mannschaftskollektiv steht über dem Einzelnen.“