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SC Hainfeld-Trainer Deni Luif: "Arbeitssieg" in Oed/Zeillern – Bozicevic köpft zum 1:0

USV Oed/Zeillern
SC Hainfeld

In Oed/Zeillern bestimmte am Ende die Nervenstärke den Ton: In der 2. Landesliga West trafen der USV Lehner Oed/Zeillern und der SC Hainfeld aufeinander. Für Deni Luif überwog nach intensiven 90 Minuten die Erleichterung – er sprach von einem Arbeitssieg, lobte die Disziplin seiner Mannschaft und die faire, aber harte Gangart. Prägend waren zudem der starke Wind, ein zerrissenes Spielbild zwischen den Halbzeiten sowie das Gefühl, die knappe Führung konsequent über die Zeit gebracht zu haben.

Spieler in Schwarz-Blau führt den Ball

Bild von jcomp auf Freepik

Kontrolle vor der Pause – der Kopfball in Minute 45

Vor der Pause sah Luif sein Team klar in der Rolle des Taktgebers. „In der ersten Halbzeit waren wir klar spielbestimmend, jedoch nicht zielstrebig im letzten Drittel“ Hainfeld setzte früh Akzente, erspielte sich die besseren Aktionen und hatte schon vor dem Seitenwechsel eine hundertprozentige Kopfballchance; ein weiterer Treffer zählte wegen Abseits nicht. In der 45. Minute folgte dann der Moment des Abends: Nach einer präzisen Flanke von Marcel Varsanyi köpfte "Elo-Goal" Elvis Bozicevic gegen die Laufrichtung des Keepers zum 1:0 – zugleich der Pausenstand.

Zweite Halbzeit unter Druck – Hainfeld hält stand

Nach dem Seitenwechsel verschoben sich die Kräfteverhältnisse. Luif schilderte: „In der zweiten Halbzeit war es dann Oed/Zeillern, die unbedingt auf den Ausgleich drückten, weil es eine sehr gute Heimmannschaft ist und bis zum umfallen kämpft.“ In dieser Phase kam der Gastgeber zu zwei, drei guten Möglichkeiten, während Hainfeld die eigene Führung entschlossen verteidigte. Die Chancenbilanz taxierte der Trainer insgesamt auf beiden Seiten ähnlich, am Ende blieb es beim 1:0. Unterstrichen wurde diese Einschätzung von seiner Würdigung des Gegners: „Sie haben bis jetzt fast nichts verloren daheim, und da können wir als Hainfeld glücklich sein, dass wir drei Punkte mitgenommen haben – Oed ist sehr heimstark.“

Wind, Standards und die klare Linie

Die Partie war intensiv, aber fair – so sein Tenor. „Das Spiel war eigentlich hart aber fair geführt. Es hat keine gröberen Vorkommnisse gegeben.“ Als prägendes Element hob er die Bedingungen hervor: „Das Einzige, was mitgespielt hat, war der extrem starke Wind in Oed. Der hat das Spiel ein bisschen zerrissen gestaltet, für beide Mannschaften – und so hatte jede in einer Halbzeit etwas vom Spiel.“ Aus Standards resultierte wenig Gefahr: „Standardsituationen waren in dem Spiel überhaupt nicht gefährlich. Es gab zwar viele Eckstöße, aber da ist nichts Zählbares beziehungsweise Gefährliches herausgekommen.“ Und auch die Spielleitung bekam ein positives Zeugnis: „Die Schiedsrichterleistung war diesmal sehr gut.“

Blick nach vorn: Der Spitzenreiter und der zwölfte Mann

Kaum abgepfiffen, richtete Luif den Blick auf die nächste Aufgabe. Der kommende Gegner als Tabellenführer werde an diesem Tag sehr präsent sein. Im Training wolle man gezielt an Stellschrauben drehen: „Wir werden sicher das eine oder andere im Training umsetzen, was wir dann im Spiel anwenden möchten.“

Gleichzeitig setzt er auf die Unterstützung von draußen: „Wir hoffen natürlich auf die großartige Unterstützung unserer Fans. Wir brauchen an dem Tag wirklich unseren zwölften Mann.“ Den Kompass seiner Mannschaft formulierte er nüchtern: „Man kann nicht immer gut spielen und solche Spiele muss man einmal gewinnen – wir denken von Spiel zu Spiel.“

2. Landesliga West: Oed/Zeillern : Hainfeld - 0:1 (0:1)

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    Elvis Bozicevic 0:1