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SV Absdorf – Mario Krumpöck: „Es zählen nur die drei Punkte“ nach 0:0 gegen Oed/Zeillern

SV Absdorf
USV Oed/Zeillern

Nach dem 0:0 von SV Absdorf gegen USV Oed/Zeillern in der 2. Landesliga West zeichnete Sektionsleiter Mario Krumpöck ein klares Stimmungsbild: stark vor der Pause, danach zerfahren. Er sprach von viel Ballbesitz und guten Kombinationen, bemängelte jedoch fehlende Lösungen im letzten Drittel und eine wachsende Nervosität.

Spieler in gelben Stutzen und türkisen Schuhen mit Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Zwischen Dominanz und Zerfahrenheit

Krumpöck sah seine Mannschaft vor allem vor der Pause „sehr dominant“, mit viel Kontrolle und Zug zum Tor. Sein Kernfazit zur Statik des Spiels fiel eindeutig aus: „Wir hatten immer mehr den Ball, wir hatten immer mehr Spielkontrolle.“ Der Bruch kam nach dem Seitenwechsel: „Leider konnten wir den Schwung nicht in die zweite Halbzeit mitnehmen.“ Aus seiner Sicht fand Absdorf „keine Lösungen mehr im spielerischen Bereich“ und kam zu selten hinter die Kette. Selbstkritisch hielt Krumpöck fest: „Wir hätten früher mit hohen Bällen beginnen und den Gegner zu Fehlern zwingen können.“ Am Ende stand ein Punkt, mit dem Absdorf leben musste – auch, weil „der Gegner am Ende noch eine Riesenchance vorfand und das Spiel noch hätte gewinnen können.“

Chancen, Aluminium und ein starker Schlussmann

Die klareren Möglichkeiten verortete Krumpöck bei seiner Elf, insbesondere vor der Pause. Zweimal rettete die Latte – darunter ein wuchtiger Freistoß von Niklas Figl, der von der Unterkante zurück ins Feld sprang. Dazu kam eine Topchance über rechts, eingeleitet von Marco Bauer und abgeschlossen von Oliver Weidlinger. Trotz Chancenplus fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss. Den Gegner hob Krumpöck vor allem zwischen den Pfosten hervor: Der Torhüter war ein sehr sicherer Rückhalt, bei Standards und Flanken äußerst präsent. Im eigenen Zentrum überzeugte Figl mit starker Präsenz und einer sehr ordentlichen Partie.

Kampfmodus für die nächsten Tage

Taktisch lobte Krumpöck Passspiel, Bewegung und Ordnung vor der Pause, benannte aber klar das Dauerthema: „Wir tun uns extrem schwer, im letzten Drittel effizient zu sein und Chancen zu kreieren.“ Der Charakter der Partie passte zur Tabellensituation beider Teams. „Für ein Spiel, in dem es für beide um viel geht, war es unterm Strich sehr fair. Es wurde um jeden Millimeter gekämpft.“ Für den Blick nach vorne nimmt Absdorf Positives mit – sowie eine nüchterne Bestandsaufnahme: zwei Niederlagen nach sechs Runden, sieben Gegentore. „Das ist nicht alles schlecht, aber im Moment zu wenig, und wir brauchen unbedingt einen Sieg, um von unten rauszukommen.“ Die Zielsetzung ist eindeutig formuliert: „Es zählen nur die drei Punkte – die werden wir am Mittwoch in Melk im Nachtragsspiel anpeilen.“ Und für die Art und Weise gibt es eine klare Ansage: „Wir müssen im letzten Drittel viel energischer, konsequenter und zielstrebiger werden.“