In einem intensiven Duell zwischen SC PREFA Lilienfeld und SV Waidhofen/Thaya in der 2. Landesliga West ordnete Michael Frank die Partie nüchtern ein. Er sprach von einem verdienten Sieg, trotz klarer Spielanteile auf Lilienfelder Seite, und hob die defensive Konsequenz seines Teams hervor. Zugleich betonte er die Bedeutung der mannschaftlichen Geschlossenheit und der eigenen Nachwuchsspieler – eine Linie, die auch in herausfordernden Wochen mit Ausfällen konsequent weiterverfolgt wird.

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Frank ließ keinen Zweifel daran, dass die Waidhofner Sicht auf das Geschehen von Respekt gegenüber dem Gegner geprägt ist: „Der Sieg ist sicher nicht unverdient, wobei Lilienfeld mehr Spielanteile hatte und wie immer spielerisch sehr stark war – im letzten Drittel jedoch letztlich ungefährlich beziehungsweise von Waidhofen gut wegverteidigt.“ Die von ihm beschriebene Balance aus Anerkennung und Selbstbewusstsein zog sich durch seine Analyse. Lilienfeld hielt den Ball häufig in den eigenen Reihen und gab das Tempo vor, Waidhofen blieb in der eigenen Box diszipliniert und schloss entscheidende Räume. Zugleich räumte Frank ein: „Fakt ist, dass Lilienfeld spielbestimmend war und Waidhofen in manchen Situationen auch das nötige Quäntchen Glück hatte.“ In die stärkste Phase der Gäste fiel der zentrale Moment des Abends: In der 38. Minute stellte Nico Grünstäudl mit seinem Treffer auf 1:0. Die knappe Führung überdauerte bis zur Pause – ein Zwischenstand, der die Effektivität der Gäste und ihre stabile Restverteidigung unterstrich, während Lilienfeld trotz ansehnlichem Vortrag im letzten Drittel nicht durchkam. Franks Fazit: Die Mischung aus Konsequenz und kollektivem Arbeiten habe den Ausschlag gegeben.
Auf die Frage nach einem herausragenden Einzelspieler rückte Frank die Gruppe in den Mittelpunkt: „Bei unserer jungen Truppe war es wieder so: Die Mannschaftsleistung war extrem kompakt und kämpferisch auf höchstem Niveau.“ Er verband das klare Bekenntnis zur eigenen Identität mit großem Respekt vor dem Gegner: „Lilienfeld ist spielerisch extrem stark. Es treffen hier zwei unterschiedliche Vereinsphilosophien aufeinander. Bei Waidhofen standen sieben Spieler in der Startaufstellung, die im eigenen Nachwuchs ausgebildet wurden. Lilienfeld hat sehr intelligente und spielerisch starke Akteure. Im Kollektiv war dann aber letztlich Waidhofen meiner Ansicht nach besser.“
Die Waidhofner Gegenwart ist von einer bewusst langfristigen Linie geprägt. Frank ordnete den Erfolg als Leistung eines Teams im Umbruch ein, das dennoch Ergebnisse liefert: „Wir haben eine sehr junge Mannschaft, in der viel Potenzial steckt und noch viel Luft nach oben ist – umso bemerkenswerter ist es, dass schon jetzt entsprechende Resultate erzielt werden.“ Dass dieser Weg nicht aus der Not geboren ist, sondern einer Überzeugung folgt, machte er ausdrücklich fest: „Bei Waidhofen gibt es weiterhin zahlreiche Ausfälle, die aber durch den Einsatz der jungen Spieler sehr gut kompensiert werden. Das entspricht unserer Vereinsphilosophie, dass diese Eigengewächse möglichst viel Spielzeit bekommen – und derzeit setzen das Trainerteam und die Spieler es perfekt um.“