Hart erkämpfter Heimsieg für den SC PREFA Lilienfeld in der 2. Landesliga West: Gegen die zweikampfstarke SVg ATP Purgstall setzte sich Lilienfeld mit 2:1 durch. Nach torloser erster Hälfte traf Alvi Bazaliev nach 58 Minuten zur Führung, Özkan Dinc glich drei Minuten später aus – ehe Bazaliev in Minute 85 zum Matchwinner wurde. „Es war eine sehr kampfbetonte, enge Partie“, sagt Trainer Amir Ebrahim. „Am Ende waren wir die Glücklicheren, die ein Tor mehr gemacht haben.“

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Beide Teams legten viel Leidenschaft in die Partie, die erste Halbzeit blieb ohne Tor – 0:0 zur Pause, viel Laufarbeit, viele Duelle, wenig Räume. Nach dem Seitenwechsel erwischte Lilienfeld den besseren Start: In der 58. Minute stellte Alvi Bazaliev auf 1:0. Die Freude hielt nicht lange, denn Purgstall antwortete prompt: Özkan Dinc traf in der 61. Minute zum 1:1. In dieser Phase wog das Spiel hin und her, Lilienfeld blieb jedoch geduldig und suchte weiter den Weg nach vorne. Für Ebrahim blieb es bis zum Schluss eine Zitterpartie: „Es war eine sehr kampfbetonte, enge Partie, in der jedes Tor den Ausschlag geben kann.“ Als viele schon mit der Punkteteilung rechneten, kam der späte Moment des Abends: In Minute 85 traf erneut Bazaliev zum 2:1 – der Sieg war eingetütet.
Wie entstand der entscheidende Treffer? Der Lilienfelder Coach führt es auf eine klare Reaktion und sauber umgesetzte Abläufe zurück. „Der Treffer zum 2:1 in der 85. Minute war der Knackpunkt und ein sehr wichtiger Treffer für uns“, betont Ebrahim. Dann schildert er die Szene aus seiner Sicht im Detail: „Nach Ballverlust sind wir sofort ins Gegenpressing gegangen, haben den Ball auf der Mittellinie erobert, schnell umgeschaltet, über außen das Dribbling gesucht, uns durchgesetzt und die Flanke gebracht. In der Box waren wir mit zwei Stürmern gut besetzt und machen dann das Tor.“ Dieses Tor war auch ein Zeichen der Moral, denn Lilienfeld hatte die Führung hergegeben und dennoch wieder Fahrt aufgenommen. „Wir haben ein Tor geschossen und unmittelbar danach das Gegentor bekommen. Trotzdem haben wir alles daran gesetzt, das Spiel noch einmal für uns zu entscheiden – am Ende ist es uns gelungen“, so der Trainer.
Ebrahim sparte nicht mit Respekt für den Gegner. „Purgstall ist immer ein sehr unangenehmer Gegner: aggressiv, intensiv, körperlich robust. Wir haben großen Respekt vor diesen Spielen, sie sind immer eng.“ Auch zur Leitung des Unparteiischen fand er nüchterne Worte: „Es gab strittige Szenen auf beiden Seiten, aber ich will den Schiedsrichter nicht in den Fokus legen. Man hat ein sehr gutes Spiel von zwei Teams gesehen, die alles versucht haben, um zu gewinnen.“ Unterm Strich sah Ebrahim den Unterschied in einem simplen, aber entscheidenden Faktor: „Der Unterschied war heute, dass wir ein Tor mehr gemacht haben und danach alles unternommen haben, um den Sieg nach Hause zu bringen.“ In der Tabelle bewegen sich beide Teams weiter im Mittelfeld – Purgstall hält bei 33 Punkten, Lilienfeld bei 30 – und für die Lilienfelder gilt nach diesem späten Heimsieg: so weitermachen, den Einsatz beibehalten und die nächsten Aufgaben mit derselben Entschlossenheit angehen.