In der 2. Landesliga West feierte der USC Höfler Metalltechnik Seitenstetten in Runde 24 einen deutlichen 4:1-Auswärtssieg beim SC Hainfeld. Zur Pause führten die Gäste 1:0, nach dem Wechsel legten sie eiskalt nach. Trainer Peter Thaller sprach von einer „Hitzeschlacht“ und lobte die Leistung seiner Elf: „Gegen den Ball waren wir sehr kompakt und im Umschalten haben wir unser unbestrittenes Potenzial effektiv ausgespielt.“ Am Ende stand ein klarer Erfolg, der laut Thaller „mental wichtig“ war – und die lange Auswärtstour richtig versüßte.

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Der Start gehörte zunächst einer dicken Möglichkeit der Heimischen. Hainfeld tauchte vor dem Seitenstettner Tor gefährlich auf, doch Goalie Thomas Willersberger verhinderte den Rückstand mit einer starken Parade. „Der Save von unserem Torhüter hat uns vor einem Rückstand bewahrt“, betonte Peter Thaller, der genau in dieser Phase das Fundament für den Auswärtssieg sah. Kurz darauf setzten die Gäste den ersten Nadelstich: In Minute 35 traf Eric Michlmayr zum 0:1. Mit dieser Führung im Rücken und einem sehr disziplinierten Auftritt gegen den Ball ging Seitenstetten in die Kabine. „Es war ganz wichtig, das 1:0 zu erzielen. Es war eine Hitzeschlacht, körperlich und mental sehr anstrengend“, erklärte Thaller, der seine Mannschaft konzentriert und in den Zweikämpfen präsent sah. Hainfeld blieb gefährlich über die Seiten, kam aber vor der Pause nicht mehr entscheidend durch.
Nach dem Seitenwechsel nutzte Seitenstetten die größeren Räume konsequent. Michael Dietl erhöhte in der 59. Minute auf 0:2, womit die Partie klar in Richtung der Gäste kippte. „Das 2:0 war so eine kleine Vorentscheidung, danach waren wir mit unseren Möglichkeiten sehr effektiv“, sagte Thaller. Seine Elf blieb eiskalt: Eric Michlmayr legte in Minute 64 das 0:3 nach, ehe Dietl in der 72. Minute sogar auf 0:4 stellte – drei Treffer innerhalb von gut einer Viertelstunde, alle aus einer klaren Ordnung heraus und mit schnörkellosem Umschalten. „Wir waren brutal effektiv bei unseren Kontern und konnten die Führung nach schönen Spielzügen und aus einer Standardsituation ausbauen“, freute sich der Coach. Hinten ließ Seitenstetten über weite Strecken wenig zu, erst in der Schlussphase wurde es unruhiger. „In den letzten zehn Minuten waren wir etwas fahrlässiger im Zweikampf“, so Thaller, und Hainfeld kam durch Florian Daxböck in der 85. Minute zum 1:4-Ehrentreffer.
Die Grundpfeiler dieses Auswärtssieges ordnete Thaller klar ein: „Defensivverhalten plus effektives Umschalten.“ Über neunzig Minuten verschob Seitenstetten eng und ließ Hainfeld kaum in die Zwischenräume kommen. „Gegen den Ball waren wir 90 Minuten sehr kompakt und haben versucht, die Räume so eng wie möglich zu machen“, erklärte der Trainer und hob zugleich die Qualität des Gegners hervor: „Hainfeld spielt als Aufsteiger eine sehr gute Saison und wird immer wieder über die Seiten gefährlich. Sie haben sehr hohe technische Qualität, welche wir heute im Verbund versucht haben zu minimieren.“ Entscheidende Momente blieben die Parade von Willersberger vor dem 0:1 und das konsequente Nachsetzen nach der Pause. Strittige Szenen gab es aus seiner Sicht keine: „Keine strittigen Szenen, das Schiedsrichterteam war sehr souverän.“ Trotz des klaren 4:1 sieht Thaller Arbeitspunkte: „Wir müssen das Verteidigen von Flankenläufen und Flanken noch konsequenter verteidigen, hinten wollen wir in den nächsten Wochen noch stabiler stehen.“ In der Tabelle bleibt Hainfeld mit 37 Punkten im oberen Mittelfeld, Seitenstetten (aktuell Platz 14) sammelt wichtige Zähler im Kampf um jeden Rang. Und die Stimmung war entsprechend gelöst: „Wir sind super happy über den Auswärtserfolg, Gratulation an die gesamte Mannschaft und Danke an die vielen Fans, die uns in Hainfeld unterstützt haben."