Spielberichte

Thomas Stritzl (Obmann USC kaschütz Rohrbach): "Das 0:0 ist für uns ein Erfolg"

USC kaschütz Rohrbach
SC Lilienfeld

In der 2. Landesliga West trennten sich der USC kaschütz Rohrbach und der SC PREFA Lilienfeld mit 0:0. Nach einem offenen Spiel mit Chancen auf beiden Seiten blieb es trotz einer roten Karte gegen die Gäste in Minute 64 beim torlosen Remis. Rohrbach-Obmann Ing. Thomas Stritzl sprach angesichts mehrerer Ausfälle von einem wertvollen Punkt und betonte den jüngsten Aufwärtstrend unter dem neuen Trainerteam – auch wenn der Abstieg bereits feststeht.

Linienrichter mit Fahne steht an der Seitenauslinie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Offenes Spiel, späte Rote – keine Tore

Aus sportlicher Sicht lieferte die Partie das, was das Ergebnis vermuten lässt: eine enge Geschichte ohne entscheidende Durchbrüche. „Das Spiel war ziemlich offen. Es hat auf beiden Seiten Chancen gegeben. Leider wurden diese Chancen von uns nicht genutzt. Auch die Gegner konnten keinen Treffer erzielen. Somit war das Unentschieden in Ordnung“, hielt Thomas Stritzl fest. Zur Pause stand es 0:0, und auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung ausgeglichen. In Minute 64 wurde es dann brenzlig für die Gäste: Franjo Dumancic sah die Rote Karte, Lilienfeld musste die Schlussphase in Unterzahl bestreiten. Trotz der numerischen Überlegenheit fand Rohrbach an diesem Abend nicht den entscheidenden Stich. „Es gab nicht wirklich entscheidende Aktionen. Das Spiel war ausgeglichen und das Remis ist vertretbar“, sagte der Obmann, der die Punkteteilung als leistungsgerechtes Endergebnis einordnete.

Stritzl über Ausfälle, Trainerwechsel und einen Punkt mit Signalwirkung

Die Rohrbacher traten ersatzgeschwächt an, was Stritzl offen ansprach: „Leider haben bei unserer Mannschaft drei bis vier Stammspieler gefehlt.“ Umso mehr hob er den Effekt des Trainerwechsels hervor: „Mit der Übernahme durch das neue Trainerteam, Michael Hatz und Patrick Bruche, ist die Mannschaft wieder näher zusammengerückt. Es gibt einen klaren Aufwärtstrend.“ Dieser Trend kommt aus seiner Sicht allerdings zu spät, um das große Ziel noch zu drehen: „Für diese Liga ist es zu spät, wir müssen absteigen.“ Um den Punkt von Lilienfeld einzuordnen, ergänzte Stritzl: „Uns fehlen vier bis fünf Stammspieler und darum sehe ich es trotzdem als Erfolg, dieses 0:0 gegen Lilienfeld, die anfangs als Titelanwärter galten.“ Die Mischung aus defensiver Stabilität, Teamgeist und Arbeitseinstellung stimmt für ihn – und sie soll die Basis für das nächste Jahr bilden.

Lilienfeld braucht Punkte, Lob für den Unparteiischen – und der Blick nach vorne

Auch den Gegner bewertete Stritzl differenziert: „Um ehrlich zu sein, haben wir uns einen stärkeren Gegner erwartet. Das Spiel war ausgeglichen, wir konnten über lange Strecken mithalten.“ Gleichzeitig weiß er um die Lage der Gäste: „Lilienfeld benötigt die Punkte ebenfalls noch sehr dringend, da wir nicht wissen, wie viele Mannschaften fix absteigen. Bei uns ist es besiegelt, aber für Lilienfeld ist noch alles offen und der Punkt wird ihnen wahrscheinlich helfen.“ Ein Wort verlor der Obmann zur Leitung: „Die Schiedsrichterleistung war sehr in Ordnung. Die rote Karte für Lilienfeld war gerechtfertigt, das haben uns auch die Gegner bestätigt.“ In der Tabelle halten die Gäste bei 31 Punkten, Rohrbach steht mit 11 Zählern am Ende (Stand Runde 25). Den versöhnlichen Schlusspunkt setzte Stritzl mit einem klaren Ausblick: „Ich bin auf unsere dezimierte Mannschaft sehr stolz und zuversichtlich für die kommende Saison in der nächsttieferen Liga. Wir gehen mit erhobenem Haupt in die Zukunft.“