Spielberichte

Genadi Petrov (Trainer SC Weißenkirchen): „Wir waren extrem kompakt und diszipliniert“

SC Weißenkirchen
SV Würmla

In der 2. Landesliga West trennten sich der SC Weißenkirchen und der SV Würmla mit 1:1. Früh lag die Heimelf vorne, nach der Pause kam der Gast zurück – am Ende stand ein intensives Remis mit wenigen klaren Chancen. Trainer Genadi Petrov sprach von einem „sehr ausgeglichenen Spiel“ und hob vor allem die Kompaktheit seiner Mannschaft hervor. Der Punkt gegen einen aus seiner Sicht „extrem starken“ Gegner fühlte sich verdient an – und war auch ein Stück Arbeit.

Schiedsrichter blickt auf die Uhr

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Frühe Führung, später Ausgleich – ein echtes Ringerl um jeden Meter

Der Beginn gehörte den Hausherren, die mit viel Disziplin in die Zweikämpfe gingen und sich früh belohnten: In Minute 16 traf Kosta Drazic zum 1:0. Danach blieb es eng, die Partie wogte über weite Strecken im Mittelfeld hin und her, ohne dass sich viele klare Möglichkeiten ergaben. Zur Pause stand es 1:0, doch kurz nach Wiederbeginn schlug Würmla zurück: Kiril Ognyanov glich in der 48. Minute zum 1:1 aus. „Es war ein sehr intensives Spiel gegen vielleicht die beste Mannschaft der Liga, was den Kader betrifft. Es war sehr ausgeglichen“, sagte Petrov. Weißenkirchen arbeitete konsequent gegen den Ball, ließ wenig zu und hielt das Tempo des offensivstarken Gasts mit viel Laufarbeit und enger Ordnung gut weg.

„Extrem kompakt“: Petrov lobt Disziplin, Teamgeist und Zweikampfstärke

Nach dem Schlusspfiff war beim Heimtrainer vor allem eines zu hören: Anerkennung für die eigene Mannschaft. „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung. Defensiv waren wir extrem kompakt, gut eingestellt und haben kaum Räume gegeben“, betonte Genadi Petrov. Er sprach von einer „unglaublichen Mannschaftsleistung auf hohem Niveau“ und stellte den Zusammenhalt in den Mittelpunkt: „Teamgeist war da, wir waren sehr diszipliniert, fokussiert und in den Zweikämpfen extrem stark.“ Auch die Balance passte aus seiner Sicht: Mit guter Organisation und viel Arbeit gegen den Ball holte Weißenkirchen den Punkt gegen einen starken, spielerisch gut besetzten Gegner. „Gegen so eine Mannschaft einen Zähler mitzunehmen, ist absolut verdient“, so Petrov, der die Kompaktheit als Schlüssel nannte und zufrieden festhielt, dass seine Elf in heiklen Phasen „kein zweites Tor kassiert“ hat.

Das besondere Highlight: Drazic trifft – und der Trainer gerät ins Schwärmen

Wenn Petrov über das 1:0 spricht, leuchten die Augen. „Das war unser Tor von Kosta Drazic – für mich Tor des Jahres“, sagte der Coach und beschrieb die Szene als akrobatischen Treffer, einen Fallrückzieher aus rund 18 Metern. Was auf dem Spielberichtsbogen als Führungstreffer in der 16. Minute steht, war für den Trainer ein echter Hingucker, der der intensiven Partie einen frühen Glanzpunkt gab. „Unglaublich, eins zu null für uns“, fasste er zusammen. Danach blieb es beim Schlagabtausch um Räume und Zweikämpfe, vieles spielte sich im Zentrum ab. Dass am Ende „nicht so viele Chancen“ notiert wurden, passte zu Petrovs Lesart des Spiels: viel Arbeit, viel Ordnung – und ein Moment, der hängen bleibt.

Serie, Tabelle und ein Lob an das Schiri-Team – Weißenkirchen bleibt stabil

In seiner Bilanz blickte Petrov nicht nur auf das Spiel, sondern auch auf die Formkurve: „Wir sind seit sieben Spielen in Folge ungeschlagen. Ich weiß nicht, ob es eine andere Mannschaft in der Liga gibt, die das heuer geschafft hat – das macht mich extrem stolz.“ Der Punkt gegen Würmla passt in dieses Bild der Konstanz. In der Tabelle hält der SC Weißenkirchen nach 25 Runden bei 44 Zählern und bleibt vorne dran, Würmla steht mit 37 Punkten solide im Verfolgerfeld. Und noch etwas war dem Trainer wichtig: „Ich diskutiere Schiris nie. Heute war das Team – drei Damen – auf gutem Niveau, dazu gratuliere ich.“ Mit dieser Stabilität, der gezeigten Disziplin und einem spektakulären Drazic-Moment im Gepäck ist der Weg für die Schlussphase der Saison geebnet.

2. Landesliga West: Weißenkirchen : Würmla - 1:1 (1:0)

  • 48
    Kiril Ognyanov 1:1
  • 16
    Kosta Drazic 1:0