Spielberichte

„Das 1:0 war der Dosenöffner“ – Langenlois legt nach der Pause den Grundstein zum 3:0

USV Langenlois
SC Melk

In der 2. Landesliga West hat sich USV Langenlois gegen SC Rathauskeller Melk mit 3:0 durchgesetzt und vor allem nach der Pause den Unterschied gemacht. Trainer Gernot Holcmann sah seine Mannschaft über die gesamte Spielzeit als aktivere Seite, sprach von mehr Spielanteilen und den gefährlicheren Chancen und verwies auf das 1:0 als jenen Treffer, der die Partie endgültig auf Langenloiser Seite zog.

Zwei Fußballe in Weiß-Orange-Grün

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Aggressiv in den Zweikämpfen, torlos in die Pause

Holcmann hatte nach dem Spiel keinen einzelnen Moment vor Augen, an dem die Partie plötzlich gekippt wäre. Für ihn war vielmehr entscheidend, dass seine Mannschaft von Beginn an gut im Spiel war und sich diese Basis über die ganze Begegnung hinweg erarbeitet hat. „Wir waren von Anfang an präsent am Platz, aggressiv in den Zweikämpfen“, sagte der Trainer und brachte damit auf den Punkt, wie er die ersten 45 Minuten gesehen hat. Zur Pause stand es zwar noch 0:0, doch aus seiner Sicht war Langenlois schon in dieser Phase die Mannschaft mit mehr Spielanteilen und den gefährlicheren Chancen.

Das 1:0 als Schlüssel, dann legt Langenlois nach

In der Pause wurde bei den Gastgebern offenbar nicht auf Sicherheit gesetzt, sondern auf ein klares Weiterspielen nach vorne. „Wir haben besprochen, dass wir das Tempo hochhalten, den Gegner beschäftigen und ihn unter Stress setzen müssen“, erklärte Holcmann. Genau so habe seine Mannschaft die zweite Hälfte dann auch angelegt. In der 55. Minute fiel durch Clemens Kahl das 1:0, und für den Trainer hatte dieser Treffer eine besondere Bedeutung. „Das 1:0 war dann natürlich ganz wichtig. Das war der Dosenöffner“, sagte Holcmann. Gegen einen Gegner, der nach dem Ausschluss tiefer verteidigte, bekam Langenlois damit die Bestätigung für den eigenen Aufwand. Die Heimelf blieb danach am Drücker, kontrollierte das Spiel weiter und baute die Führung konsequent aus. Giovanni Kotchev erhöhte in der 70. Minute auf 2:0, ehe Pascal Sagmeister in der 84. Minute den 3:0-Endstand herstellte.

Als Einheit stark, Melks Umschalten gut unterbunden

Dass ein Spiel trotz klarer Überlegenheit nicht automatisch leicht zu Ende zu spielen ist, wollte Holcmann trotz des klaren Ergebnisses nicht unterschlagen. Umso zufriedener war er damit, wie seine Mannschaft mit dieser Phase umgegangen ist. Vor allem die Umschaltmöglichkeiten der Melker habe man „eigentlich gut unterbunden“, wie es der Trainer formulierte. Das passt für ihn zum Grundcharakter seiner Mannschaft. Einen einzelnen Spieler wollte Holcmann nach dem 3:0 bewusst nicht herausheben. „Hier kämpft jeder für jeden. Als Mannschaft sind wir eine Einheit, und das macht uns stark“, sagte er. Auch über den Gegner sprach er mit Respekt. Melk sei schwer einzuschätzen gewesen, habe viel Tempo in der Mannschaft und gute Einzelspieler.

Lob für die tägliche Arbeit und ein nüchterner Blick nach vorne

So deutlich das Ergebnis am Ende auch ausgefallen ist, Holcmann blieb in seiner Einordnung bewusst sachlich. Verbesserungspotenzial gebe es immer, betonte der Trainer, und genau deshalb wolle man den Weg konsequent weitergehen. „Wir arbeiten jede Woche hart, trainieren gut und werden dafür belohnt“, sagte er. Dazu passte für ihn, dass der Abend aus seiner Sicht ohne große Aufregung über die Bühne ging. Strittige Szenen habe es keine gegeben, dazu lobte er ausdrücklich den Unparteiischen und dessen Team: „Das war eine sehr gute Leistung vom Schiedsrichterteam.“ Für Langenlois bringt der Heimsieg in Runde vier nicht nur drei Punkte, sondern auch die Tabellenführung mit nun zehn Zählern. 

2. Landesliga West: Langenlois : SC Melk - 3:0 (0:0)

  • 84
    Pascal Sagmeister 3:0
  • 70
    Giovanni Kotchev 2:0
  • 55
    Clemens Kahl 1:0