In der 2. Landesliga West hat sich SG Waidhofen/Ybbs am Freitag mit 3:0 gegen ASV EATON Schrems durchgesetzt und dabei genau das gezeigt, was Trainer Niko Saric sehen wollte: Fokus, Konsequenz und eine klare Antwort auf das, was ihm zuletzt gefehlt hatte. Schon vor der Pause stellten die Gastgeber mit zwei Treffern die Weichen, nach dem Seitenwechsel folgte die endgültige Entscheidung.

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Saric musste nach dem Schlusspfiff nicht lange überlegen, warum seine Mannschaft diesmal zu einem so klaren Ergebnis gekommen war. „Wir waren richtig drin in der Partie. Wir waren voll fokussiert. Wir haben jeden Zweikampf angenommen und so gestaltet, wie ich mir das gewünscht habe“, sagte der Trainer. Genau so lief aus seiner Sicht auch die erste Hälfte. Waidhofen war von Beginn an präsent und belohnte sich in der 14. Minute mit dem 1:0. Ein Corner brachte den ersten Treffer, Florian Schleindlhuber verwertete per Kopf. Damit war die Partie zwar noch nicht entschieden, aber die Gastgeber hatten sich eine gute Basis geschaffen. Kurz vor der Pause legte Waidhofen dann nach, als Niklas Schweighuber in der 40. Minute auf 2:0 stellte. Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die Kabinen, und für Saric war das schon zu diesem Zeitpunkt die logische Folge eines konzentrierten Auftritts.
Den wichtigsten Moment des Abends machte der Coach nicht an einer einzelnen Szene fest, sondern an der gesamten Reaktion seiner Mannschaft. „Die Mannschaft hat eine Reaktion gezeigt“, hielt Saric fest und schob gleich nach: „Wir haben sehr konsequent verteidigt und auch konsequent unsere Torchancen in Tore umgemünzt.“ Gerade die Entstehung der drei Treffer passte für ihn perfekt zu diesem Bild. Beim 1:0 hob er den Standard hervor, den sein Team sauber ausnutzte. Vor dem 2:0 gefiel ihm besonders die Aktion über die rechte Seite, an der Michael Albai, Dominik Kammerhofer und Nikolaus Obermüller beteiligt waren, ehe Schweighuber mit links abschloss. Das 3:0 in der 67. Minute beschrieb Saric dann als typische Szene von Gabriel Hinterberger. Er habe den Passweg gut gelesen, den Tormann überspielt und aus spitzem Winkel getroffen. Spätestens mit diesem Treffer war der Abend für Waidhofen endgültig auf Schiene.
Auffällig war nach der Partie, wie klar Saric seine Schwerpunkte setzte. Über den Gegner wollte er kaum Worte verlieren, obwohl er Schrems „spielerisch gut“ nannte. „Mir steht es nicht zu, zu beurteilen, wie der Gegner war. Ich muss mich auf meine Mannschaft konzentrieren, und die hat das sehr, sehr gut gelöst“, sagte er. Genau dort lag für ihn auch die eigentliche Erklärung für den Heimsieg. „Wir waren ein Team, das unbedingt gewinnen wollte“, meinte der Trainer, und dieser Satz fasst seinen Eindruck des Abends wohl am besten zusammen. Diskussionen gab es aus seiner Sicht keine, auch den Schiedsrichter bewertete er positiv. Viel wichtiger war ihm ohnehin der Blick nach vorne. „Ich will meine Mannschaft in den nächsten Wochen genauso sehen wie gestern. Dann bin ich zufrieden.“ Nach einem 3:0, das aus seiner Sicht auch in dieser Höhe in Ordnung ging, ist damit klar, welchen Maßstab Saric nun an seine Mannschaft anlegt.