Spielberichte

„Auswärts einen Punkt nehmen wir gerne mit“ – Weißenkirchen bleibt auch in Schrems ungeschlagen

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ASV Schrems
SC Weißenkirchen

In der 2. Landesliga West hat sich ASV EATON Schrems am Freitagabend mit SC Weißenkirchen 1:1 getrennt. Die Gäste gingen durch Stefan Gruber noch vor der Pause in Führung, mussten nach dem Seitenwechsel aber rasch den Ausgleich durch Andreas Fuger hinnehmen. Trainer Genadi Petrov sprach danach von einem schweren Auswärtsspiel, mit dem er trotzdem gut leben konnte: „Auswärts einen Punkt nehmen wir gerne mit.“

Zweikampf zwischen zwei Fußballspielern in Schwarz und Grün

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Weißenkirchen belohnt sich vor der Pause

Petrov machte gleich nach dem Spiel klar, dass ihn der Verlauf der Partie nicht überrascht hat. „Das war ein sehr schwieriges Spiel. Damit haben wir gerechnet, und das hat sich über 90 Minuten bestätigt“, sagte der Trainer der Gäste. Genau in diesem Ton ordnete er auch die erste Halbzeit ein: Weißenkirchen war nicht fehlerfrei, aber stabil genug, um in Führung zu gehen. In der 38. Minute traf Stefan Gruber zum 0:1, mit diesem Vorsprung ging es auch in die Pause. Für Petrov war das eine Phase, in der seine Mannschaft vieles richtig gemacht hatte, ohne dass er das überhöhen wollte. „Wir waren nicht perfekt, aber auf einem guten Niveau“, sagte er. Gleichzeitig sprach er auch offen an, dass sein Team nicht durchgehend die Kontrolle hatte. „Wir hatten ein paar Phasen, in denen wir die Kontrolle über das Spiel verloren haben“, meinte Petrov, der die Leistung insgesamt aber klar positiv bewertete.

Der Ausgleich verändert das Spiel rasch

Nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann schnell einen anderen Verlauf. Schrems kam durch Andreas Fuger in der 50. Minute zum 1:1, und damit war die Begegnung wieder völlig offen. Petrov verwies in seiner Analyse vor allem auf die Phase nach der Weißenkirchner Führung. „Nach dem 1:0 hatten wir zwei oder drei gute Möglichkeiten auf das 2:0. Wenn wir das machen, läuft das Spiel vielleicht anders“, sagte er. Genau darin lag für ihn der Punkt, an dem noch mehr möglich gewesen wäre. Gleichzeitig blieb er auch bei dieser Einschätzung bodenständig und vorsichtig. „Dieses Spiel hätten wir gewinnen können, aber wenn du Pech hast, kannst du es auch verlieren“, sagte Petrov. Für ihn war das 1:1 deshalb keine gefühlte Niederlage, sondern ein Ergebnis, das zum Spiel passte. „Ich glaube, das Unentschieden ist gerecht“, hielt der Trainer fest und verwies auch darauf, dass es in Schrems für jede Mannschaft unangenehm sei.

„Keine Vorwürfe“ an die eigene Mannschaft

Besonders wichtig war Petrov nach dem Schlusspfiff, die mannschaftliche Leistung hervorzuheben. Er sprach weniger über Einzelne als über das Gesamtbild, das seine Mannschaft seiner Meinung nach abgegeben hat. „Wir funktionieren grundsätzlich sehr gut als Team, und wir haben uns auch diesmal als Team sehr gut präsentiert“, sagte er. Dass nicht jede Phase sauber war, blendete er dabei nicht aus. Gerade deshalb fiel seine Bewertung umso klarer aus. „Es waren viele gute Sachen dabei, auch Momente, die nicht so gut waren, aber das ist Fußball“, meinte Petrov. Danach schob er eine Aussage nach, die seinen Eindruck des Abends wohl am besten zusammenfasst: „Keine Vorwürfe an meine Mannschaft. Im Gegenteil, ich bin stolz und glücklich mit dem Punkt.“ Der Trainer verwies dabei auch auf Abläufe und Automatismen, die seine Mannschaft schon über mehrere Spiele hinweg auszeichnen. Dass Weißenkirchen auswärts wieder angeschrieben hat, sah er deshalb nicht als Zufall, sondern als Ergebnis einer stabilen Entwicklung.

Ungeschlagen an der Spitze, Respekt für Schrems

Mit dem Remis setzt Weißenkirchen seine starke Serie fort und bleibt nach sieben Runden weiterhin ungeschlagen an der Spitze. Genau diesen Umstand wollte Petrov zum Schluss noch einmal betonen. „Das ist jetzt das siebte Spiel in Folge ohne Niederlage. Wir sind Tabellenführer, und das ist alles andere als selbstverständlich“, sagte er. Für ihn ist das ein klares Zeichen dafür, dass seine Mannschaft derzeit viel richtig macht. „Ich bin sehr stolz, weil es nach sieben Runden nicht selbstverständlich ist, ganz oben zu stehen“, erklärte der Trainer. Gleichzeitig zeigte er auch viel Respekt für den Gegner. Petrov kennt Schrems aus seiner eigenen Vergangenheit als Trainer dort und sprach daher mit Nachdruck über die Qualität der Gastgeber. „Schrems ist eine sehr gute Mannschaft mit sehr guten Akteuren. Ich bin überzeugt, dass sie in der Tabelle noch nach oben klettern werden“, sagte er. Diskussionen über den Unparteiischen wollte er gar nicht erst aufkommen lassen. „Da war alles im grünen Bereich. Ich beschäftige mich nie mit der Schiedsrichterleistung, ich konzentriere mich auf meine Mannschaft.“ Genau das tat er nach diesem 1:1 auch und mit dem Punkt in der Tasche fiel sein Gesamturteil entsprechend positiv aus.

2. Landesliga West: Schrems : Weißenkirchen - 1:1 (0:1)

  • 50
    Andreas Fuger 1:1
  • 38
    Stefan Gruber 0:1