Spielberichte

"Die Eigenfehler werden bestraft": Großweikersdorf/Wiesendorf rutscht nach gutem Beginn in ein 0:4

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
Großweikersdorf/Wiesendorf
Waidhofen/Thaya

In der 2. Landesliga West hat SG Großweikersdorf/Wiesendorf gegen SV Waidhofen/Thaya eine 0:4-Heimniederlage hinnehmen müssen. Das klare Ergebnis erzählte aus Sicht des Sportlichen Leiters Kevin-Robert Hornung aber nicht die ganze Geschichte, weil seine Mannschaft stark begann, dann durch zwei strittige Szenen aus dem Rhythmus kam und sich die Partie mit mehreren Eigenfehlern noch vor der Pause völlig aus der Hand nehmen ließ.

Weiß-Schwarze Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Starker Start, dann kippt die Partie komplett

Die SG war laut Hornung zunächst das aktivere Team und hatte das Spiel in der Anfangsphase gut im Griff. "Wir sind gut in die Partie gestartet. Die ersten zwanzig Minuten waren klar auf unserer Seite", sagte der Sportliche Leiter. Gerade deshalb ärgerten ihn zwei frühe Entscheidungen besonders. Zuerst reklamierte er nach einem Foul an einem Flügelspieler einen Strafstoß, stattdessen gab es Freistoß. Kurz darauf fiel nach diesem ruhenden Ball für die SG zwar ein Treffer, der wegen Abseits aberkannt wurde. "Auch im Video sieht man, dass es kein Abseits war", meinte Hornung. Für ihn war das eine ganz wichtige Phase, weil seine Mannschaft aus seiner Sicht drauf und dran war, in Führung zu gehen. Stattdessen kippte das Spiel. In der 17. Minute brachte Marcel Rogner die Gäste nach zu passivem Verteidigen und einem Torwartfehler mit 1:0 in Führung. Adam Ritter erhöhte in der 34. Minute mit einem direkten Eckball auf 2:0, Fabian Teufel traf in der 42. Minute nach einem Umschaltmoment zum 3:0, und mit dem 4:0 durch Adrian Hajdari in der Nachspielzeit der ersten Hälfte war die Partie aus Sicht der Gastgeber praktisch schon entschieden.

Hornung: Nicht nur die Entscheidungen, sondern auch die eigenen Fehler

Hornung benannte danach weniger das nackte Ergebnis als vielmehr den Bruch im eigenen Spiel als großes Problem. "Entscheidend war das aberkannte 1:0 für uns. Das hat uns komplett aus dem Spielfluss genommen", sagte er. Gleichzeitig wollte er die Verantwortung aber nicht allein bei den umstrittenen Szenen suchen. "Es liegt nicht nur an der Schiedsrichterleistung, sondern an uns selber", stellte er klar. Vor allem die Eigenfehler beim 0:1, 0:2 und 0:4 seien bestraft worden, und genau das sei in dieser Liga zu viel. Mit dem Rückstand sei auch die Sicherheit verschwunden. "Nach dem 1:0 und auch nach dem 2:0 fehlt der Glaube, da fehlt die Leichtigkeit", erklärte Hornung. Die Intensität sei seiner Meinung nach durchaus in Ordnung gewesen, doch mit Ball habe man die Verunsicherung deutlich gemerkt. "Man hat einen Ballgewinn und der zweite Pass ist schon der Fehlpass", sagte er. Waidhofen machte das auf der anderen Seite sehr effizient. "Aus vier, fünf Chancen machen sie vier Tore. Das war ganz klar die Chancenauswertung." Dazu komme, dass die Gäste eine Mannschaft seien, die "sehr viel über den Kampf und über die Leidenschaft" komme.

Auch nach der Pause Chancen auf den Anschlusstreffer

Nach dem 0:4 zur Halbzeit war die Aufgabe für die SG entsprechend schwer, dennoch war die zweite Hälfte aus Sicht der Heimischen nicht völlig ereignislos. Hornung erinnerte an einen Weitschuss kurz nach Wiederbeginn, der nur knapp nicht ins Tor ging. Dazu kamen noch zwei Eins-gegen-eins-Situationen, in denen einmal der Tormann stark parierte und einmal ein Verteidiger im letzten Moment dazwischenrutschte. Ein Anschlusstreffer sprang daraus aber nicht mehr heraus, und so blieb es bei der klaren Niederlage. Die SG bleibt damit auch nach der siebenten Runde ohne Punkt am Tabellenende. Hornung sprach zwar von einem "bitteren Beigeschmack", ordnete die Partie am Ende aber nüchtern ein. "Die Schiedsrichterleistung war prinzipiell okay", sagte er und schob sofort nach: "Am Ende des Tages sind wir selbst verantwortlich für die Ergebnisse." Genau dort müssen die Gastgeber nun ansetzen: Die guten Anfangsphasen länger durchbringen, im Kopf stabiler bleiben und jene Fehler abstellen, die auf diesem Niveau sofort bestraft werden.

2. Landesliga West: Großw.dorf/Wiesendorf : Waidhofen - 0:4 (0:4)

  • 46
    Adrian Hajdari 0:4
  • 42
    Fabian Teufel 0:3
  • 34
    Adam Ritter 0:2
  • 17
    Marcel Rogner 0:1