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„Wir waren sehr dezimiert und hatten auch nur drei Spieler auf der Ersatzbank“: Schrems spielt 2:2 gegen Würmla

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ASV Schrems
SV Würmla

In der 2. Landesliga West hat ASV EATON Schrems gegen SV Würmla nach zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten ein 2:2 geholt. Trainer Manuel Zeilhofer sprach von einem Punkt, den sich seine Mannschaft „erkämpft“ habe, verschwieg aber auch nicht, dass die Gäste vor der Pause klar mehr vom Spiel hatten. Erst nach einer Umstellung in der Kabine kam Schrems besser hinein und konnte den Auftritt nach Seitenwechsel deutlich steigern.

Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Würmla ist zunächst klar besser, Schrems kommt kurz vor der Pause zurück

Der Abend begann aus Sicht der Gastgeber alles andere als angenehm. Schon in der 7. Minute brachte Markus Schnopp Würmla mit 1:0 in Führung, und für Zeilhofer war das nur ein Teil einer ersten Halbzeit, in der seine Mannschaft kaum Zugriff bekam. „In der ersten Halbzeit hat Würmla dominiert und müsste eigentlich mit 2:0 oder 3:0 in die Halbzeit gehen“, sagte der Schremser Trainer sehr offen. Diese Einschätzung zog sich auch durch seine gesamte Analyse, denn er machte keinen Hehl daraus, dass sein Team bis kurz vor der Pause offensiv kaum stattfand. Umso wichtiger war das 1:1 unmittelbar vor dem Seitenwechsel, als Mario Desnica in der 45. Minute ausglich. Zeilhofer sprach dabei von einer Szene, die „eigentlich eher aus dem Nichts“ gekommen sei. Der Ausgleich veränderte die Ausgangslage entscheidend, weil Schrems trotz einer schwachen ersten Hälfte plötzlich wieder voll im Spiel war.

Nach der Pause dreht Schrems die Partie nicht, aber den Auftritt

In der Kabine reagierte Schrems, und genau dort sah Zeilhofer den Schlüssel dafür, dass das Spiel danach ein anderes Gesicht bekam. „Wir haben in der Pause analysiert, was bei uns nicht funktioniert, was der Gegner gut macht, und haben dementsprechend umgestellt“, erklärte er. Dazu kam laut dem Trainer noch etwas, das ihm fast genauso wichtig war wie die reine Taktik: „Wir waren dann auch mit einer anderen Leidenschaft und Intensität am Feld.“ Diese Veränderung war deutlich genug, dass Zeilhofer seine Mannschaft nach Seitenwechsel als das bessere Team sah. Trotzdem geriet Schrems in der 61. Minute erneut in Rückstand, als Fabian Schreier das 1:2 für Würmla erzielte. Gerade weil die Gastgeber in dieser Phase besser im Spiel waren, war dieser Treffer ein „Nackenschlag“, der noch dazu aus einem schweren individuellen Fehler resultierte. Umso höher bewertete er die Reaktion seiner Mannschaft. Schrems ließ sich davon nicht aus der Spur bringen, kämpfte sich zurück und wurde in der 76. Minute belohnt, als Andreas Fuger zum 2:2 traf.

Dezimierter Kader, junge Spieler und ein Punkt, auf dem man aufbauen kann

Dass Zeilhofer den Punktgewinn so hoch einordnete, hing auch mit den Voraussetzungen zusammen. Schrems war personell stark eingeschränkt und hatte nur drei Spieler auf der Ersatzbank. „Wir waren sehr dezimiert und hatten auch nur drei Spieler auf der Ersatzbank, weil keine Spieler mehr zur Verfügung gestanden sind“, sagte der Trainer. Dazu kam viel Jugend im Aufgebot. Zwei Siebzehnjährige standen von Beginn an auf dem Feld, auf der Bank saßen Spieler mit 18, 17 und 16 Jahren. Gerade deshalb gefiel dem Trainer nicht nur das Resultat, sondern vor allem die Art, wie seine Mannschaft nach dem Rückschlag zum 1:2 weitermachte. „Ich muss meiner Mannschaft ein Lob aussprechen, dass sie den Nackenschlag sehr gut verarbeitet hat“, sagte Zeilhofer. Und am Ende blieb seine Kernaussage dieselbe: Würmla war vor der Pause klar stärker, Schrems aber nach dem Wechsel deutlich verbessert. Deshalb fiel sein Fazit nüchtern, aber durchaus zufrieden aus: „Alles in allem haben wir uns den Punkt erkämpft.“ Genau auf dieser Reaktion in der zweiten Halbzeit wird Schrems nach diesem 2:2 weiter aufbauen wollen.

2. Landesliga West: Schrems : Würmla - 2:2 (1:1)

  • 76
    Andreas Fuger 2:2
  • 61
    Fabian Schreier 1:2
  • 45
    Mario Desnica 1:1
  • 7
    Markus Schnopp 0:1