In der 2. Landesliga West hat USV Langenlois das Derby gegen SC Weißenkirchen mit 2:1 gewonnen. Nach einem 0:1-Rückstand und dem 1:1 zur Pause entschieden die Gastgeber die umkämpfte Partie erst in der 90. Minute. Trainer Gernot Holcmann sprach von einem ausgeglichenen Spiel mit „glücklicherem Ende für uns“ und davon, dass seine Mannschaft den Sieg „vielleicht einen Tick mehr“ wollte.

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Es war von Beginn an die Partie, die Holcmann später auch beschrieb: ein Derby, das weniger von spielerischer Leichtigkeit als von vielen direkten Duellen, weiten Bällen und dem Kampf um die zweiten Bälle lebte. „Es war ein sehr umkämpftes Derby, wo beide Mannschaften viel mit weiten Bällen agiert haben und die zweiten Bälle aggressiv attackiert haben“, sagte der Trainer. Weißenkirchen setzte in der 21. Minute den ersten Treffer und ging durch Ondrej Chveja mit 1:0 in Führung. Langenlois ließ sich davon aber nicht aus dem Rhythmus bringen, blieb in einer insgesamt offenen Partie dran und kam noch vor der Pause zurück. In der 39. Minute war es Michael Holzer, der für die Heimelf auf 1:1 stellte. Mit diesem Stand ging es auch in die Kabinen, und genau dieses Bild passte zu Holcmanns Einschätzung: „Jede Mannschaft hat ihre Momente gehabt.“
Gerade in der Anfangsphase sah der Langenloiser Trainer noch nicht alles so, wie er es sich vorgestellt hatte. „Wir haben etwas gebraucht, ins Spiel zu kommen“, sagte Holcmann nach dem Schlusspfiff und sprach damit einen Punkt an, der seine Mannschaft zunächst bremste. Vor allem in Ballbesitz unterliefen den Gastgebern laut ihrem Trainer zu viele einfache Fehler. „Wir haben oft unnötige Ballverluste gehabt und sind dadurch sehr viel dem Ball nachgelaufen“, erklärte er. Erst als diese Abspielfehler weniger wurden, fand Langenlois besser in die Partie. Holcmann sah, dass seine Mannschaft mit der Zeit stabiler wurde, die Fehler minimierte und sich so auch mehr vom Spiel holen konnte. Genauso wichtig war für ihn aber die Haltung in den Zweikämpfen. In einem Spiel, das über weite Strecken vom Einsatz und von der Bereitschaft gegen den Ball lebte, sei es entscheidend gewesen, „dass wir die Zweikämpfe angenommen haben“.
Dass diese Begegnung bis zum Schluss offen blieb, passte zum gesamten Verlauf. Holcmann wollte den Sieg deshalb auch nicht auf einen einzigen großen Wendepunkt reduzieren. Für ihn war es vielmehr ein Abend, an dem beide Mannschaften gute Phasen hatten und am Ende Kleinigkeiten entschieden. Die Kleinigkeit, die diesmal den Ausschlag gab, war dann ein Standard in der 90. Minute. „Mit dem Siegestor gegen Ende wollten wir den Sieg vielleicht etwas mehr“, sagte der Trainer. Die Szene selbst schilderte er klar: Michael Holzer brachte den Ball bei einer Standardsituation scharf in den Strafraum, dort war Dominik Zotter zur Stelle und köpfte zum 2:1 ein. Damit war das Derby entschieden. Holcmann ordnete den Sieg dennoch nicht als Selbstverständlichkeit ein, sondern auch im Licht der Stärke des Gegners. Weißenkirchen sei als sehr gute Mannschaft gekommen, mit starken Einzelspielern und als Kollektiv gut eingespielt. Umso höher bewertete er den Heimerfolg seiner Mannschaft.
Nach dem Schlusspfiff überwog bei Holcmann deshalb vor allem die Zufriedenheit mit dem gesamten Auftreten seiner Mannschaft. „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft“, sagte der Trainer und nannte dabei genau jene Punkte, die in so einem Derby oft den Unterschied machen. „Die Zweikampfbereitschaft und Laufbereitschaft waren top“, meinte er. Auch das Umfeld passte für ihn an diesem Abend: viele Zuschauer, gutes Wetter, ein starker Gegner und die besondere Derby-Stimmung. Holcmann hatte seiner Mannschaft vor dem Spiel gesagt, sie solle diesen Rahmen genießen, und genau dieses Gefühl schwang auch in seiner Nachbetrachtung mit. Sogar für den Unparteiischen fand er klare und positive Worte: „Die Schiedsrichterleistung war absolut okay.“ Mit dem 2:1-Heimsieg hält Langenlois nach neun Runden bei 17 Punkten und hat gegen ein Spitzenteam gezeigt, dass die Mannschaft in dieser Liga mit viel Einsatz und einem späten Standard auch solche engen Spiele auf ihre Seite ziehen kann. Dazu kam noch ein letzter Dank des Trainers: „Ein Dankeschön an die vielen Zuschauer, das ist nicht selbstverständlich.“