Spielberichte

„Wir müssen das 2:0 machen“ – Absdorf nimmt aus Melk dennoch drei Punkte mit

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SC Melk
SV Absdorf

In der 2. Landesliga West hat SC Rathauskeller Melk am Freitagabend gegen SV Absdorf mit 0:1 verloren. Die Gäste legten laut Sektionsleiter Mario Krumpöck einen starken ersten Durchgang hin, überstanden nach der Pause eine heikle Phase und nahmen am Ende verdient drei Punkte mit. Ärger gab es aus Absdorfer Sicht nur darüber, dass aus den vielen Umschaltmomenten kein zweites Tor wurde.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von fünf Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Starker Start wird in der 30. Minute belohnt

Absdorf kam nach Krumpöcks Einschätzung genau so in die Partie, wie man sich einen Auswärtsauftritt wünscht. „Wir sind sehr gut ins Spiel reingekommen, haben ein ordentliches Spiel gemacht und die erste Halbzeit war aller Ehren wert“, sagte der Sektionsleiter. Seine Mannschaft habe sehr dominant gespielt, den Ball gut in den eigenen Reihen laufen lassen und sich etliche Chancen erarbeitet. Vor allem Florian Hahn setzte laut Krumpöck früh die ersten Akzente. Nach einem starken Solo hatte er die erste richtig gute Möglichkeit, und schon da sei zu spüren gewesen, dass die Führung „in der Luft liegt“. In der 30. Minute fiel sie dann auch: Absdorf setzte im Strafraum gut nach, eroberte den Ball, Hahn legte zurück und Marco Bauer traf mit einem abgefälschten Schuss zum 1:0. Mit diesem Vorsprung ging es auch in die Pause.

Melk drückt nach der Pause, Absdorf fängt sich wieder

Dass es trotz der Führung kein ruhiger Abend wurde, lag an der Phase nach dem Seitenwechsel. Krumpöck sprach offen davon, dass Absdorf „keinen guten Start in die zweite Hälfte“ erwischte und Melk bis etwa zur 60. Minute sehr dominant war. In dieser Phase fanden die Gäste nach seiner Darstellung nicht richtig in den Rhythmus und mussten deutlich mehr gegen den Ball arbeiten. Umso wichtiger war aus seiner Sicht, dass die Mannschaft diese Minuten überstand, ohne den Ausgleich zu kassieren. Danach brachten die ersten Wechsel wieder mehr Stabilität ins Spiel. „Die Wechsel haben unserem Spiel gutgetan. Ab dem Zeitpunkt waren wir wieder besser in der Partie“, sagte Krumpöck. So bekam Absdorf die Begegnung wieder besser in den Griff und brachte die knappe Führung letztlich über die Zeit. Auch deswegen wirkte der Funktionär trotz des engen Spielstands erstaunlich ruhig: „Ich war diesmal doch ziemlich entspannt, obwohl wir nur 1:0 geführt haben.“

Die Null steht, doch vorne bleibt zu viel liegen

Den größten Anteil am Auswärtssieg hatte für Krumpöck die Defensivarbeit. „Vor allem die Defensive hat einen überragenden Job gemacht. Die Viererkette hat das hervorragend gemacht“, sagte er und hob hervor, wie geschlossen seine Mannschaft das eigene Tor verteidigte. Ganz ohne brenzlige Momente ging es aber nicht. Ein abgefälschter Melker Schuss landete an der Stange, dazu musste Moritz Schwarz einmal knapp vor der Linie retten. Abgesehen davon habe Absdorf aber fast alles sauber wegverteidigt. Auf der anderen Seite wäre die Partie längst ruhiger verlaufen, wenn die Gäste ihre Konter besser ausgespielt hätten. Krumpöck nannte gleich mehrere Möglichkeiten, die auf ein zweites Tor hätten hinauslaufen können: Simon Gartner kam zweimal zu guten Chancen, Florian Hahn blieb gefährlich, Miran Dzelili traf nach einer starken Aktion nur die Latte, und auch Tobias Leitner hatte noch eine Möglichkeit. Der Sieg war damit verdient, aber er hätte deutlicher ausfallen können.

Verdiente drei Punkte und ein klarer Auftrag für die nächsten Wochen

Genau dort sieht Krumpöck auch den wichtigsten Punkt, an dem Absdorf weiter arbeiten muss. „Wir müssen zumindest ein zweites machen, wenn nicht sogar ein drittes Tor“, sagte er und meinte damit vor allem die vielen Umschalt- und Kontersituationen, die seine Mannschaft nicht sauber zu Ende spielte. Im letzten Drittel würden noch zu oft falsche Entscheidungen fallen, dazu komme manchmal ein zu überhasteter Abschluss. Am Gesamteindruck dieses Abends änderte das für ihn aber wenig. „Unterm Strich sind es drei verdiente Punkte“, sagte der Sektionsleiter, der seine Mannschaft ausdrücklich lobte: „Ich bin sehr stolz auf die Jungs.“ Gegen Melk tue man sich traditionell oft schwer, diesmal aber habe der Gegner seine Stärken auch deshalb nicht so ausspielen können, weil Absdorf genau wusste, wie es diese Partie anlegen musste. Dazu passt auch der Blick auf die jüngsten Wochen: Aus den letzten vier Spielen holte der SV zehn Punkte und kassierte dabei nur ein Gegentor. Für Krumpöck ist das ein klares Zeichen, dass die Mannschaft „auf dem richtigen Weg“ ist.

2. Landesliga West: SC Melk : SV Absdorf - 0:1 (0:1)

  • 30
    Marco Bauer 0:1