In der 2. Landesliga West hat sich SV Waidhofen/Thaya trotz spätem Anrennen gegen Sportvereinigung ATP Metallbau Purgstall mit 2:3 geschlagen geben müssen. Die Gäste legten mit einer starken ersten Halbzeit den Grundstein, führten schon nach 26 Minuten 3:0 und brachten den Vorsprung auch nach einer Roten Karte über die Zeit. Für Obmann Gerhard Buchegger lag der Unterschied vor allem in der Entschlossenheit seiner Mannschaft.

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Purgstall war vom Anpfiff weg die aktivere Mannschaft und bekam genau jene Anfangsphase, die sich ein Auswärtsteam wünscht. Buchegger machte im Gespräch keinen Hehl daraus, wo für ihn der Schlüssel lag: "Im Gesamten war die ganze erste Halbzeit entscheidend. Wir waren klar überlegen, und Waidhofen hatte keinen Plan." Schon in der 13. Minute brachte Alexander Obermayr die Gäste vom Elfmeterpunkt in Führung, sechs Minuten später legte derselbe Spieler per Strafstoß das 0:2 nach. Den Weg dorthin schilderte der Obmann klar: Der erste Elfmeter sei nach einer starken Einzelaktion von Philipp Plank entstanden, der nur durch ein Foul des Tormanns zu stoppen gewesen sei. Beim zweiten Strafstoß sprach Buchegger von einem Handspiel eines Waidhofner Verteidigers. Als Philipp Plank in der 26. Minute zum 0:3 traf, war Purgstall endgültig auf Kurs. "Vom Beginn an waren wir dominant, haben das Spiel nach vorne gesucht und wurden durch zwei Elfmeter und ein wunderschönes Kopftor belohnt. Nach einer halben Stunde war das 3:0 schon quasi die Vorentscheidung", sagte Buchegger.
Dass die Gäste diesen Vorsprung nicht zufällig herausgeschossen hatten, führte Buchegger vor allem auf die Arbeit gegen den Ball und auf das Zusammenspiel innerhalb der Mannschaft zurück. "Herausragend war die Kommunikation unter den Spielern, das Pressing, das ständige Anlaufen auf die Defensive der Waidhofner, das gute Zusammenspiel und wie immer die Kampfkraft bis zum Schluss", sagte er. Genau diese Punkte erklären auch, warum Purgstall die Partie bis zur Pause so deutlich in seine Richtung ziehen konnte. Mit dem 0:3 zur Halbzeit hatte der Tabellenneunte alles im Griff. Nach dem Seitenwechsel änderten sich die Voraussetzungen aber spürbar, weil Philipp Plank in der 53. Minute die Rote Karte sah und Purgstall damit lange in Unterzahl auskommen musste. Buchegger bewertete diese Szene zurückhaltend, aber doch eindeutig: "Im Großen und Ganzen war der Schiedsrichter in Ordnung. Die Rote Karte gegen Philipp Plank war vielleicht zu hart. Gelb wäre in Ordnung gewesen, aber sonst war die Leistung des Schiedsrichters gut." Damit war klar, dass Purgstall den Vorsprung in Unterzahl über die Zeit bringen musste.
Waidhofen steckte trotz des klaren Rückstands nicht auf und kam in der Schlussphase noch einmal näher heran. Fabian Teufel verkürzte in der 77. Minute auf 1:3, und in der 90. Minute stellte Michael Mejta mit dem 2:3 den Endstand her. Für eine Wende reichte das aus Sicht der Gastgeber aber nicht mehr. Buchegger erkannte durchaus an, dass der Gegner bis zum Ende dranblieb: "Gut gemacht hat Waidhofen, dass es nie aufgegeben hat, aber im Endeffekt keine Mittel gefunden hat. Auch wenn zum Schluss das zweite Tor noch gefallen ist, war es doch zu wenig." Genau darin lag für ihn auch die Einordnung dieser Partie. "Der entscheidende Unterschied war, dass wir als Gastmannschaft entschlossener waren und die richtigen Mittel gefunden haben", sagte der Obmann. So bleibt für Purgstall ein Auswärtssieg, der vor allem auf einer starken ersten Halbzeit aufgebaut war. Gleichzeitig zeigte die Schlussphase, dass selbst ein 3:0-Polster bis zum Abpfiff sauber verteidigt werden muss.