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"Mit dem 2:0 war das Momentum weg" – Schrems verliert nach ordentlichem Start 0:3 in Eggenburg

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SK Eggenburg
ASV Schrems

In der 2. Landesliga West musste sich ASV EATON Schrems am Freitagabend bei SK Eggenburg mit 0:3 geschlagen geben. Aus Sicht von Trainer Manuel Zeilhofer blieb seine Mannschaft bis zum 0:2 im Spiel, doch genau dieser Treffer nahm den Gästen den Zugriff. "Mit dem 2:0 war das Momentum ganz auf der Seite von Eggenburg", sagte er nach einer Partie, in der Schrems gut begonnen, sich dafür aber nicht belohnt hatte.

Mann hält Anzeigetafel, die eine Nachspielzeit von fünf Minuten anzeigt

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Schrems startet gut, Eggenburg trifft zuerst

Schrems fand nach Zeilhofers Eindruck ordentlich in die Partie und hätte den Abend aus seiner Sicht sogar anders eröffnen können. "Wir sind gut ins Spiel gestartet, hatten auch die erste Chance zum Führungstreffer. Es war eine siebzig-, achtzigprozentige Chance", sagte der Trainer. Gerade deshalb wog es schwer, dass diese Möglichkeit ungenützt blieb. In der Folge sah Zeilhofer eine erste Halbzeit, die über weite Strecken ausgeglichen verlief, ehe Thomas Reichenvater Eggenburg in der 20. Minute in Führung brachte. Der Treffer war für den Schremser Coach nicht das Ergebnis einer langen Druckphase, sondern einer unübersichtlichen Situation. Danach hatten die Gastgeber laut Zeilhofer sogar noch per Elfmeter die Gelegenheit, vor der Pause auf 2:0 zu stellen. Dass es mit dem 1:0 in die Kabinen ging, hielt die Gäste aber noch im Rennen. "Grundsätzlich waren wir gut im Spiel in der ersten Halbzeit und haben das auch in der Halbzeit angesprochen", erklärte Zeilhofer.

Das 2:0 bringt den Bruch ins Spiel

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann rasch und deutlich. Schon in der 52. Minute erhöhte Mario Rekirsch auf 2:0, und genau dieser Treffer war für Zeilhofer der Punkt, an dem die Partie kippte. Beschrieben hat er die Entstehung klar: "Wir haben relativ früh das 2:0 bekommen, nach einem Einwurf und Gestocher im Strafraum." Bis zu diesem Moment sei Schrems trotz Rückstand noch ordentlich im Spiel gewesen. "Solange es 1:0 gestanden ist, waren wir gut im Spiel", sagte der Trainer. Mit dem zweiten Gegentor habe man dann aber "einen gewissen Knick gemerkt". Eggenburg übernahm danach immer mehr das Kommando, hatte mehr vom Spiel und drängte die Gäste stärker zurück. Zeilhofer formulierte das ohne große Umschweife: "Ab dann hat Eggenburg das Spiel eigentlich dominiert." Damit war aus seiner Sicht auch die Richtung der zweiten Halbzeit vorgegeben, weil die Gastgeber den Vorsprung nicht nur verwalteten, sondern ihre Überlegenheit auf den Platz brachten.

Rolinec macht den Deckel drauf, Zeilhofer erkennt den Unterschied an

Ganz ohne eigene Möglichkeiten blieb Schrems laut seinem Trainer auch nach dem 0:2 nicht. Zeilhofer verwies darauf, dass seine Mannschaft noch Chancen auf ein oder zwei Tore gehabt hätte, daraus aber nichts Zählbares machte. Genau dort sah er neben dem Verlauf nach der Pause den Unterschied zwischen den beiden Teams. "Die Chancenverwertung zum 1:0 und 2:0 war, glaube ich, einfach der Knackpunkt", sagte er. Eggenburg nutzte die entscheidenden Situationen, während Schrems die starke Anfangsphase nicht in eine Führung ummünzen konnte. Aber auch noch Eggenburg hatte Möglichkeiten für weitere Treffer. In der Schlussphase sorgte dann Dominik Rolinec mit dem 3:0 in der 83. Minute für die endgültige Entscheidung. Zeilhofer stellte den Heimsieg insgesamt nicht infrage. "Gesamt gesehen geht der Sieg für Eggenburg in Ordnung", sagte der Schremser Trainer, der auch die Leistung des Schiedsrichters "im Großen und Ganzen" als solide bewertete. Für Eggenburg bedeutet der Erfolg in Runde 12 Platz drei mit 26 Punkten. Schrems bleibt nach zwölf Spielen bei acht Zählern auf Platz 13 und nimmt aus diesem Abend vor allem die Erkenntnis mit, dass eine ordentliche erste Halbzeit allein nicht reicht, wenn der Gegner seine Chancen besser nutzt.

2. Landesliga West: Eggenburg : Schrems - 3:0 (1:0)

  • 83
    Dominik Rolinec 3:0
  • 52
    Mario Rekirsch 2:0
  • 20
    Thomas Reichenvater 1:0