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„Wir wollten den Sieg mehr“ – Melk nimmt im Sechs-Punkte-Spiel in Gmünd drei ganz wichtige Punkte mit

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SC Gmünd
SC Melk

In der 2. Landesliga West hat SC Rathauskeller Melk das richtungsweisende Auswärtsspiel beim SC Gmünd mit 2:0 gewonnen. Nach einem vorsichtigen Beginn und einem 0:0 zur Pause schlug Alvi Bazaliev zweimal zu. Für Melks Sportlichen Leiter Alfred Konrad war vor allem der Auftritt seiner Mannschaft ausschlaggebend: „Wir sind geschlossen aufgetreten und wollten den Sieg mehr als Gmünd.“

Fußball hängt im grünen Tornetz

Image by Mariusz from Pixabay

Ein Spiel, in dem zuerst niemand ins offene Messer laufen wollte

Dass diese Partie mehr war als ein normales Meisterschaftsspiel, machte Konrad schon in seiner ersten Einordnung deutlich. „Das war ein sehr wichtiges Spiel für uns und auch für Gmünd. Es war ein Sechs-Punkte-Spiel“, sagte der Sportliche Leiter der Gäste nach dem Schlusspfiff. Genau so entwickelte sich die Begegnung dann auch über weite Strecken in der Anfangsphase. Melk kam nach der Niederlage in der Vorwoche mit einer gewissen Unsicherheit nach Gmünd, wollte sich aber vor allem keine frühe Unruhe einhandeln. „Nach der letzten Niederlage waren wir wieder etwas verunsichert“, sagte Konrad, der die ersten 45 Minuten deshalb als vorsichtiges Abtasten beschrieb. „Es war von Beginn an ein Abtasten von beiden Seiten.“ Viel Risiko ging zunächst niemand, zur Pause stand es folgerichtig 0:0. Aus Melker Sicht blieb Gmünd dabei vor allem bei ruhenden Bällen unangenehm. „Gmünd ist eine unangenehme Mannschaft, vor allem bei Standards, ob das Eckbälle sind oder Freistöße von der Seite“, sagte Konrad. Aus dem Spiel heraus habe sein Team dagegen weniger Gefahr zugelassen.

Bazaliev trifft doppelt, Meilhammer lässt die Vorentscheidung zunächst liegen

Unmittelbar nach dem Seitenwechsel bekam die Partie dann jene Richtung, die sich Melk erhofft hatte. In der 48. Minute fiel das 0:1, und für Konrad war dieses Tor ein entscheidender Schritt. „Das 1:0 war ganz, ganz wichtig“, sagte er. Entstanden ist der Treffer nach einem Ball von Christoph Schmidinger von der rechten Seite, den Alvi Bazaliev zur Führung verwertete. Auch wenn Melk damit früh nach der Pause vorne lag, hatte Konrad das Gefühl, dass das Spiel erst etwas später endgültig zu kippen begann. „Mitte zweiter Halbzeit haben wir dann doch mehr Chancen kreiert“, erklärte er. In diese Phase fiel auch eine gute Möglichkeit auf das zweite Tor, als Luca Meilhammer den Ball links neben das Tor setzte und die Vorentscheidung noch verpasste. Melk blieb aber dran und belohnte sich spät doch noch einmal. Wieder war es Bazaliev, der in der 88. Minute traf und damit den 0:2-Endstand fixierte. Konrad sprach von einem „viel umjubelten 0:2-Endstand“, der für seine Mannschaft eine große Erleichterung gewesen sei.

Erleichterung über drei Punkte, Sorgen wegen Demirci

So zufrieden Konrad mit dem Ergebnis war, ganz ungetrübt war der Abend für Melk nicht. Überschattet wurde der Auswärtssieg von der Knieverletzung von Muhammet Demirci. „Leider trübt uns das Spiel wegen einer schweren Verletzung. Muhammet Demirci hat eine Knieverletzung davongetragen“, sagte Konrad. Wie schwer die Verletzung tatsächlich ist, war unmittelbar nach dem Spiel noch offen. „Wir wissen noch nicht, wie schwer sie ist. Wir hoffen, dass es kein Kreuzbandriss ist. Mehr werden wir nach einer MRT-Untersuchung wissen.“ Gerade deshalb bekam der Sieg für Melk zwar sportlich noch mehr Gewicht, im Gesamtbild blieb aber auch die personelle Sorge. Konrad verwies darauf, dass auch die beiden Innenverteidiger an Leistenverletzungen laborieren. Sein Blick ging deshalb schon über diesen Abend hinaus. „Wir haben jetzt hoffentlich das eine oder andere Comeback, auch wenn das nicht realistisch für alle ist. Wir wollen die letzten Runden noch über die Bühne bringen und ein paar Punkte heimfahren“, sagte er. Dass es trotz der angespannten Lage zu drei wichtigen Punkten reichte, erklärte er mit einer einfachen, aber im Unterhaus oft entscheidenden Beobachtung: „Wir sind geschlossen aufgetreten, wollten den Sieg mehr und hatten vielleicht auch das Quäntchen Glück.“ Strittige Szenen sah Konrad keine, die Leistung des Schiedsrichters bezeichnete er als „okay“.

2. Landesliga West: SC Gmünd : SC Melk - 0:2 (0:0)

  • 88
    Alvi Bazaliev 0:2
  • 48
    Alvi Bazaliev 0:1