In Hohenruppersdorf herrscht Zufriedenheit: Leopold Brandtner, Obmann-Stellvertreter des SC Hohenruppersdorf, zieht nach dem 6:1 gegen Haringsee II ein positives Fazit. Er spricht von einem effizienten Auftritt und einem insgesamt fairen Spiel, betont jedoch, dass der Ballbesitz „eher ausgeglichen“ wirkte, als es das Resultat nahelegt. In der Bezirksklasse Weinviertel sieht er seine Mannschaft nach dem gelungenen Frühjahrsauftakt auf Kurs – mit Lust auf weitere Punkte und Rückenwind aus dem Kader.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
„Der Spielverlauf war trotzdem sehr ausgeglichen. Auch Haringsee hat den Ball gut in den eigenen Reihen halten können. Hinten waren sie meiner Meinung nach anfällig, aber vom Ballbesitz her war’s eher ausgeglichen – natürlich mit einem kleinen Plus für uns.“ Auf dem Platz legte Hohenruppersdorf früh die Richtung fest: Markus Uhrmacher eröffnete in der 8. Minute, David Stefanek erhöhte in Minute 19, ehe Roman Friedl mit einem Doppelschlag (23. und 35.) auf 4:0 stellte. Haringsee II meldete sich kurz vor der Pause durch Johannes Alic (38.) zurück, zur Halbzeit stand es 4:1. Direkt nach Wiederbeginn stellte Uhrmacher in der 48. Minute den alten Abstand wieder her, und Andreas Steiner setzte in der 71. Minute den Schlusspunkt zum 6:1. Trotz der klaren Torausbeute sah Brandtner eine breite Chancenbasis: Seine Mannschaft habe „zehn bis zwölf Torchancen“ vorgefunden, Haringsee II die „eine oder andere gute Möglichkeit“. Über 90 Minuten blieb das Gefühl, dass Hohenruppersdorf das Spiel in der Hand hatte.
Ein Schlüssel aus Hohenruppersdorfer Sicht waren die Standards. „Wir hatten einen klaren Elfmeter – der wurde verwandelt. Der Tormann ist stehen geblieben.“ Verbesserungsbedarf ortete Brandtner bei Eckbällen: „Die Corner waren auf beiden Seiten verbesserungswürdig, teilweise nicht gut geschossen.“ In den Zweikämpfen erlebte er ein Spiel ohne Extreme: „Ein normales Fußballmatch mit ordentlich körperlichem Einsatz und phasenweise ansehnlichen Aktionen.“ Strittige Momente blieben aus: Übliche Abseitsrufe – ansonsten nichts Wesentliches.
Der erste Pflichtspielauftritt im Frühjahr hat intern Wirkung gezeigt. „Der Start ins Frühjahr war sehr erfreulich. Gegen Haringsee II wollten wir klar drei Punkte – und das ist uns gelungen. Wir haben brav gespielt, jeder hat seine Aufgabe erfüllt.“ Der Blick richtet sich nun nach vorn – mit klarem Plan und frischem Personalimpuls: „Für uns geht’s jetzt darum, Punkte zu sammeln, die wir im Herbst nicht gemacht haben. Durch den einen oder anderen Reaktivierten wie Andreas Steiner, Roman Friedl oder David Stefanek haben wir uns ein bisschen verstärken können. Wenn wir unser Spiel machen, können wir mit jedem mithalten und den einen oder anderen Punkt einhamstern.“