In der Bezirksklasse Weinviertel setzte SG Hüttendorf/Paasdorf gegen AFC Haugsdorf zum Rückrundenstart ein Ausrufezeichen. Trainer Wolfgang Meier sprach von einem klaren Matchplan, viel Kontrolle in den entscheidenden Zonen und einem verdienten Heimsieg, der auf konsequentem Flügelspiel beruhte: „Wir wollten so lange wie möglich die Null halten und dann offensiv auf unsere Möglichkeiten warten – das ist eiskalt aufgegangen.“

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Meiers Team erwischte den perfekten Auftakt: Nach einer starken Hereingabe von Tobias Eckner köpfte Mario Weiss bereits in der 2. Minute zur 1:0-Führung ein. In der 16. Minute legte Weiss – erneut per Kopf nach Flanke – zum 2:0 nach. Der Trainer ordnete die Offensivhandschrift klar ein: „Alle drei Treffer fielen nach Flanken und Kopfbällen – genau so wollen wir über die Außenbahnen kommen.“ Hüttendorf/Paasdorf suchte konsequent die Tiefe, kombinierte variabel über die Seiten und kam mit schnellen Zuspielen wiederholt hinter die letzte Linie.
Haugsdorf verkürzte nach einem unglücklichen Handspiel der Hausherren durch einen fälligen Strafstoß: Raimund Chmela traf in der 25. Minute zum 2:1. Danach stellten die Gastgeber die Ordnung sofort wieder her und banden den Gegner, obwohl der Ballbesitz laut Meier „ziemlich ausgeglichen“ war, mit klareren Ideen im letzten Drittel. Der Coach fand deutliche Worte: „Haugsdorf hatte über 90 Minuten keine klare Torchance, insgesamt zu ungefährlich.“ Beinahe hätte Hüttendorf/Paasdorf vor der Pause nachgelegt: Der Kapitän setzte in der 32. Minute einen Freistoß nur Zentimeter am kurzen Eck vorbei, zudem strichen zwei wuchtige Distanzschüsse von Murat Boz hauchdünn am Tor vorbei. Ein Abseitspfiff stoppte einen weiteren aussichtsreichen Abschluss – Chancen gab es genug, die defensive Stabilität blieb dabei unangetastet.
Aus der Halbzeit kam Hüttendorf/Paasdorf erneut mit klarer Kante: Danijel Jasarevic stellte in der 49. Minute per Kopf auf 3:1 – wieder nach einer Hereingabe von außen und damit exakt im Sinne des Plans, kompakt zu stehen, lange Bälle des Gegners zu provozieren und die eigenen Offensivmomente effektiv auszuspielen. Auch in der Schlussphase blieb das Bild unverändert: Die Hausherren verteidigten hohe Zuspiele konsequent weg, lauerten weiter auf Umschaltmomente und brachten die Führung abgeklärt über die Zeit. Für zusätzliche Brisanz sorgte lediglich eine späte rote Karte gegen Raimund Chmela (91.). Meiers Fazit passte zum Abend: Der kompakte Auftritt, das konsequente Flügelspiel und die Effizienz im Strafraum trugen sichtbar – der 3:1-Heimsieg unterstreicht den Anspruch der Gastgeber.